Dauerwerbeblog

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Macht was raus! Es ist Sommer, ehrlich! Irgendwo ist dieser Sommer und ich persönlich darf mich auch gar nicht beschweren. Ich behaupte einfach mal, dass ich in diesem Jahr mehr Flugmeilen gesammelt habe als in den anderen 32 Jahren zuvor. Nur war das kein Urlaub sondern harte Arbeit, aber ich will mich nicht beschweren denn ich hab mir das so ausgesucht. Das ist übrigens auch ein Grund warum hier nichts mehr los ist, ich komme gar nicht mehr zum fernsehen. Im Flieger habe ich letztens mal einen Film komplett gesehen, bei dem anderen bin ich eingeschlafen. Was soll ich darüber lästern?

Dann haben wir auch noch Sommer! Im Sommer läuft doch eh nur Mist im TV, oder Olympia, oder EM… und da schneiden die Deutschen ja nun auch wahrlich nicht so gut ab dieses Jahr oder habt ihr schon viele Medaillien im Spiegel gesehen? Ich will da gar nicht drüber lästern, könnte es selber noch viel schlechter! Beim Fußball spielen habe ich mir mal zwei Bänderdehnungen gleichzeitig zugezogen, ihr seht schon, das ist auch nichts für mich!

Aktuell läuft auch kein Bauer sucht Frau, kein Dschungelcamp und über die aktuelle Popstars Staffel kann ich auch nur schmunzeln. Man bekommt da hin und wieder ja was mit, aber so richtig “lustig” ist das doch auch nicht (mehr), oder? Also was wird aus laester.TV? Das Ende stand immer für Television, aber event. muss man ja gar nicht nur über das Fernsehen lästern? Ich könnte hier ja auch Anekdoten über meine Flugreisen erzählen, etwas lästern über andere Mitfahrer bei der Bahn oder über andere Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr? Ich könnte über Städte lästern, über Werbung oder über Reiseveranstalter die mal wieder  nicht das halten was sie im Prospekt versprochen haben. Ich weiß noch nicht wo die Reise hin geht. In dem Blog hier steckt zu viel Herzblut um laester.TV einfach so an den erstbesten zu verkaufen, laester.TV war etwas Besonderes, hat Auszeichnungen bekommen und zahlreiche Fans gesammelt. Das wirft man nicht einfach so weg. Die Seite frisst kein Brot, event. mal ein paar Bits und Bytes, also läuft diese Seite auch weiter und ich schau einfach mal wo es hingeht, wie gesagt: Musik, Reisen und Werbung könnte ich mir durchaus vorstellen, bei Werbung hat der Ralph Ruthe aus Bielefeld ja schon ein Highlight hingelegt:

Ralph Ruthe Werbeparodien Teil 1 (wie schon 1 Jahr alt?):

Ralph Ruthe Werbeparodien Teil 2:

Eigentlich wollte ich den Kopf dieses Jahr auch noch mal frei bekommen, doch einen wirklichen Urlaub können wir uns dieses Jahr nicht leisten. Da bleibt es wohl bei dem Safari-Park Besuch mit der Familie oder mal einen Kurztrip an die Küste. Kennt ihr eigentlich Groupon? Da hat meine Freundin nicht nur die Safari-Park Karten für Schloss-Holte Stukenbrock günstiger bekommen, nein Sie zeigt mir auch immer die günstigen Reisegutscheine die man da kaufen kann. Einige lästern ja über Groupon, doch bis dato kann ich nur positives darüber berichten – Mist! Wieder nichts zum lästern gefunden. Es sei denn ich würde über den Geschmack meiner Freundin lästern, wobei – damit würde ich mir ja ins eigene Fleisch schneiden und wer lästert schon gerne über sich selbst?

… sind auch nur Menschen, die in ihrem Kulturkreis, aber auch ganz einfach anders leben. Und warum auch immer habe ich mir diesen Mist dieses Format gestern angesehen. Vermutlich war es eine der Nebenwirkungen der kurz zuvor eingenommenen Kopfschmerztabletten – anders kann ich mir diesen Ausrutscher nicht erklären. Aber zurück zu diesem Oscar-verdächtigen Format.

Da wären also zwei unausstehliche Teenager, die den ganzen Tag nichts besseres zu tun haben, als ihren Mitmenschen auf den Sack zu gehen. Und weil die Erziehungsberechtigten dagegen mal so gar nichts ausrichten können, schicken sie verzogenen Blagen zur Bekehrung 14 Tage ins Ausland, zum Beispiel nach Afrika. Was sich jetzt wie 2-Wochen-all-inclusive-Urlaub in einem 5-Sterne-Schuppen in Ägypten anhört, soll in Wirklichkeit die harte Realität darstellen. Zwar auch “all inclusiv”, aber nicht so, wie sich das die verwöhnten Sprösslinge vorgestellt haben.

Ich stell mir das schon super vor. Familie Arschlochkind sitzt völlig aufgelöst beim Jugendamt “Wir kommen mit nicht mehr mit dem Kind klar. Was gibt es für Möglichkeiten?” Und die freundliche Mitarbeiterin sagt so etwas wie “Für die langjährige Unterbringung in einem Heim für schwer erziehbare Kinder fehlen uns die Mittel, aber fragen sie doch mal bei Kabel eins nach, die haben da so eine Schnelllösung parat!”

In 14 Tagen mutieren die schreienden, klauenden, saufenden, rauchenden, prügelnden Vollasis also zu Musterkindern. Zumindest will uns die Sendung dies glauben machen, denn natürlich klappt alles just in time. Wehren sich die Kids anfänglich noch mit Händen und Füßen, sind sie nach nur zwei Wochen wie ausgewechselt, alle haben sich lieb und so geht es nach Hause zurück, wo alle einen auf heile Welt machen. Vermutlich ist auch das alles scripted und falls nicht, wünsche ich mir einen Besuch der Familie nach … sagen wir mal einem Monat.

In der zweiten Folge der Real-Life-Dokumentation “Undercover Boss”, welche am 05.03.2012 direkt nach Wer wird Millionär ausgestrahlt wird, ist Stefan Kulas die Hauptperson. Aus Stefan Kulas wird Christian Brandt. Stefan Kulas ist eigentlich der Geschäftsführer der Pit-Stop Systempartner GmbH, einem Franchise Unternehmen für eine national bekannte Werkstattkette, doch eine Woche lang wird aus Stefan Kulas der Christian. Christian ist angeblich arbeitslos und wird für eine Dokumentation angeblich gefilmt. Christian wird aber nicht irgendwo arbeiten, sondern (wie von Undercover Boss nicht anders erwartet) in einer Filiale seiner Franchise-Nehmer.

© RTL / Lucas Heinz

Das Unternehmen Pit-Stop ist einer der größten Werkstattketten in Deutschland. Es gibt ca. 400 Filialen in über 200 Städten und über 1400 Mitarbeiter kümmern sich um die Belange der automobilen Kunden. Dazu gehört aktuell noch der Austausch von Verschleißteilen, Inspektionen und dem Wechsel des Öls. Bei Pit-Stop hat sich in den letzten Jahren einiges geändert und so wird auch dort in der Zukunft der Umfang der Dienstleistungen erhöht. Neben dem Reifen-Service, den Ausstausch und Reparaturen von Glasschäden, kommt auch die Erledigung von anfallenden Reparaturarbeiten hinzu. Pit-Stop gehört seit 2 Jahren zu der PV Automotive und setzt bei der Reparatur auf originale Ersatzteile.

Stefan Kulas wurde natürlich umgestyled, schließlich sollen die Mitarbeiter ihn nicht erkennen. Damit die Mitarbeiter in der Filiale nicht misstrauisch werden, wurde ihnen erzählt, dass eine Dokumentation über einen Arbeitslosen gedreht wird, der nun ein paar Jobs ausprobiert.

Stefan Kulas:

Ich habe mich entschieden, bei ‘Undercover Boss’ teilzunehmen, weil ich noch enger an die Mitarbeiter heran möchte, ich möchte noch mehr von den Abläufen verstehen. Sollte sich während des Projekts herausstellen, dass die Geschäftsführung Fehler begangen hat, werden wir diese abstellen. In allen Positionen passieren Fehler. Wichtig ist, dass man sie nicht zwei Mal macht und vor allem, dass man sie revidiert und dazu steht.

Fehler wurden in den letzten 40 Jahren Pit-Stop genügend gemacht, damit soll nun Schluss sein. Man muss dazu sagen, dass Stefan Kulas für die Fehler seiner Vorgänger ja gar nichts kann, denn die Fa. PV Automotive hat Pit-Stop ja erst vor 2 Jahren übernommen. Die Altlasten und die Vorurteile muss er trotzdem mitschleppen, event. kann er das Image von Pit-Stop ja am 05.03.2012 positiv aufpolieren, denn ich teile seine Meinung: Fehler darf man machen, man muss sie nur abstellen. Aus dem Grund wurde bei Pit-Stop einiges umgestellt und Fehler der Vorgänger wurden abgestellt… damit ist der erste Schritt ja schon mal gemacht.

Undercover Boss ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert, da gibt es nichts zu lästern, denn welcher Angestellte würde sich nicht wünschen, dass der Arbeitgeber mal seinen Job macht? Ich werde mir auf jeden Fall ansehen wie Stefan Kulas versucht die Bremsscheiben zu wechseln und bin gespannt wie der Bürohengst und Schreibtischtäter sich in der Werkstatt anstellt.

 

Die Dame, die schon mal mit Sylvester Stalone zusammen war und noch schlechter Deutsch spricht als Ailton ist Dschungelkönigin geworden! Es freuen sich mit ihr, ein paar Gläubige(r) und ein Satz Silikon-Möpse! Nichts gegen Silikon und Schönheitsoperationen, da klaffen die Geschmäcker anscheinend weiter auseinander als ich dachte. Nun ist das Dschungelcamp 2012 zu Ende und ich habe es überlebt! Dank dem Dschungelcamp 2012 finde ich angezogene Frauen attraktiver als vollkommen Nackte. Schuld daran waren wohl die Abschmiernippel von Micaela. Egal, hier meine persönliche Statue für Brigitte, deren Sprüche uns wohl noch länger begleiten werden…

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Nein, dies ist kein “Abschiedsbeitrag”, dies ist auch kein “Blogpausenbeitrag”… ehrlich gesagt wissen Marco und ich gar nicht was wir mit dem Blog hier machen wollen! Wir haben viel zu viel Zeit in dieses Projekt gesteckt, ja sogar Geld haben wir versenkt… um dann irgendwann festzustellen: Es macht keinen Spaß mehr! Es macht keinen Spaß sich schlechte Fernsehproduktionen anzusehen und danach noch darüber zu schreiben. Die Besucherzahlen waren super, wir mögen auch die Interaktion mit den Lesern doch ganz ehrlich: Mir macht das Fensehen keinen Spaß mehr. Ich mag mir nicht die aktuelle Staffel von DSDS reinziehen, ich schau mir Voice Of Germany nicht an und vermutlich wird, auf Grund der Z-Promi Dichte im Dschungelcamp auch dieses Format spurlos an mir vorbei gehen!

Aktuell habe ich ja noch ein, zwei weitere Baustellen. Im neuen Haus habe ich allerdings bereits alles für ein 5.1 Heimkino System vorbereitet. Sprich die Kabel für die Lautsprecherboxen habe ich unter Putz verlegt, die Rückwand, also dort wo der Fernseher steht, ist dunkel gestrichen und der komplette Raum ist getrennt vom Wohnbereich abdunkelbar. Das habe ich mir früher immer gewünscht, nun habe ich es durchgezogen. Doch ganz ehrlich: Bis dato liegt weder der Kabelanschluss noch das Kabel von der Satellitenschüssel in der Fernsehecke. Warum nicht? Weil ich aktuell meine Prioritäten einfach anders setze. Aktuell schau ich mir viel lieber alte Serien oder Filme an, sehr gerne via iPad + HDMI Adapter aus dem iTunes Store oder aber auch noch ganz altmodisch von DVD. Vermutlich dauert es nicht mehr lange und ich kaufe mir noch einen Plattenspieler und ich hol die alten Schallplatten aus dem Keller. Wobei so abwägig ist die Idee gar nicht, ich habe noch sauviele Schallplatten von “früher” im Keller. So richtig geile Schallplatten. Die haben wir damals zu Mixtapes gemacht und sogar von Platte via Chinch-Klinkeadapter auf den PC übertragen und dann daraus WAV Dateien gemacht. Von MP3 war ja damals noch gar nicht die Rede. Die WAV Dateien habe ich dann auf CDs gebrannt. Die Rohlinge von Phillips kosteten damals ein Vermögen, waren goldig und vermutlich deswegen auch so teuer. Heute gibt es USB-Plattenspieler die einem die Arbeit erleichtern. Zack an den PC und los gehts, ich glaube so ein Ding (kostet ja nicht die Welt) wünsche ich mir mal zum Geburtstag, denn die guten alten Platten möchte ich schon noch mal wiederhören.

Also, zurück zum eigentlichen Thema: Wir wissen nicht wie es mit der Seite hier weitergehen soll, ich hatte schon vorgeschlagen einfach auch mal über aktuelle Filme zu schreiben, über Musik zu lästern, ggf. aber auch das Läster Thema einfach etwas aufzulockern und etwas von der televisuellen Vergewohltätigung abzugrenzen. Bei so einem heiklen Thema ist man allerdings auch immer selber leicht in der Schussbahn und bis dato haben wir es, trotz spitzer Zunge, es immerhin geschafft, dass dieser Blog hier noch nicht abgemahnt wurde. Warum: Stets eigene Bilder und immer schön die eigene Meinung vertreten. Das werden wir auch zukünftig tun, wenn nicht hier, dann halt woanders. Event. kommt die Lust aber auch wieder beim Frust (aktuelles Fernsehprogramm). Bis dahin, bleibt uns erstmal zu sagen: Vielen Dank für die Treue und bleibt uns erhalten, denn event. werden wir ja den Fernseher mal wieder einschalten!

Christian Ulmen ist Jonas! Der ist 18 Jahre alt und mehrfacher Sitzenbleiber. Die Brandenburger Gesamtschule Paul-Dessau bietet ihm eine allerletzte Chance auf einen Abschluss. Gedreht wurde sechs Wochen lang an einer echten Schule mit echten Lehrern und echten Schülern und halt mit Christian Ulmen, den ja sogar meine Freundin gut findet. Pupertät, Erziehung, Glauben, Musik und Liebe treffen hier auf den Logarithmus. Ein Film den man sehen muss?

Deichkind macht Musik, Helge Schneider scheinbar auch! Ich werde es mir ansehen, denn das ist bei Ulmen hier so Brauch!

Wenn wir diesen Beitragstitel melodisch so vortragen, wie Ingrid Steeger in Klimbim die Zeile “…dann mach ich mir ‘nen Schlitz ins Kleid und find das wunderbar” (was heute vermutlich außerhalb des Seniorenstifts, in dessen Keller ich scheinbar gefangen gehalten werde, niemand mehr kennt), dann ist wenigstens das schön. Aber warum ein Mensch beim Supertalent auf die Bühne tritt und erst ein Modell frisiert, sich dann aber als großen “Showact” selbst die lange Mähne vom Kopf rasiert, versteht vermutlich niemand. Ein Talent konnte ich darin auch nicht entdecken, denn der Schnitt an seiner eigenen Rübe war nicht mal sonderlich präzise.

Kann es eigentlich noch schlimmer kommen? Kann man vielleicht im Vorfeld mal festlegen, wie man “Talent” definiert? Oder kann ich da auch hingehen, wenn ich mir selbst die Beinhaare mit Wachs entfernen kann, ohne dabei wie ein kleines Mädchen zu schreien? Fragen über Fragen …

Manchmal haben die diversen Wiederholungen, mit denen uns drittklassige Sender Tag für Tag malträtieren, auch etwas Gutes. Gerade bei langlebigen Fernsehserien lässt sich hier wunderbar beobachten, wie die Darsteller nicht nur älter werden, sondern in einigen Fällen auch wesentlich besser im Futter stehen. Es wächst also anscheinend nicht nur der Umfang der Geldbörse mit zunehmendem Erfolg an. Und so schaue ich neuerdings mit Vorliebe die ersten Staffeln amerikanischer Krimiserien und denke mir “Noch bist Du dünn, aber warte mal ein paar Staffeln ab …”

Es trifft also nicht nur uns “Normalos”, auch Prominente gehen mitzunehmendem Alter in die Breite. Ich finde, dass dies eine tolle Erkenntnis ist, die ich nur mal kurz zum Besten geben wollte. Für einen Tweet war es aber irgendwie zu lang.

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