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Als erste Türkin zeigt sich GZSZ Schauspielerin Sila Sahin ab Heute in der Mai-Ausgabe des Playboy. Gestern hat die 25 jährige Türkin, live im Fernsehen bei RTL Punkt 6 ihren Eltern diese Sünde gebeichtet, mit den Worten: “Oje, Mama, Papa, ich liebe Euch sehr”, eröffnete Sahin ihre ungewöhnliche Beichte an die Eltern, die vorher natürlich von ihr den Hinweis bekommen haben RTL Punkt 6 einzuschalten. “Ich hoffe, Ihr könnt mir verzeihen. Ich habe das gemacht, weil ich mich endlich frei fühlen möchte und ich hoffe, Ihr versteht das. Und ich hoffe, ich darf noch wieder nach Hause kommen” – Quelle: RTL Punkt 6

Mich wunderte das etwas, denn Sila war ja schon ein paar Wochen zuvor halb nackt in der FHM zu sehen, was haben denn die Eltern dazu gesagt? In Dessous geht? Busch sehen geht nicht?

Ob Sie wieder nach Hause kommen darf weiß ich nicht, was ich allerdings weiß: Gestern war Sila Sahin nackt Tag! Denn das Thema wurde bei RTL medial mehr als nur ausgeschlachtet, bei Punkt 6, bei Punkt 12, bei Explosiv und auch bei Let´s Dance war das neue Playboy Covergirl zum Gesprächsthema… gute Promotion für Gute Zeiten, schlechte Zeiten und natürlich für den aktuellen Playboy.

Meiner Meinung nach war das ganze gestern “to much”, ein dezenter Hinweis hätte ja gereicht, obwohl, eigentlich müssen wir RTL dafür danken, denn die Suchbegriffe führten unter anderem auch auf unseren Blog und bescherten uns gestern 18.840 Besucher auf diesem Blog. Normalerweise haben wir pro Tag etwas über 1500-2000, da war ich gestern schon froh vor ein paar Wochen einen neuen, leistungsstärkeren Server gemietet zu haben.

Hier seht ihr mal eine kleine Auswertung, die Besucher der letzten 30 Tage: 64.518 Personen, davon über 18.000 gestern… schon fast ein Grund nur noch über nackte Tatsachen zu schreiben, oder? Aber das wollen wir nicht, das ist auch nicht unser Vorhaben, aber sicherlich werden wir auch weiterhin über Schauspieler / Schauspielerinnen und anderen Personen des öffentlichen Leben schreiben wenn diese sich irgendwo ausgezogen haben.

… ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass für (oder eher gegen) einen Bahnhof in Stuttgart mehr Menschen auf die Straße gehen als bei sonstigen Aktivitäten des Staates ?! In den Interviews hört man oft die Aussage: “Wir lassen uns nicht mehr alles gefallen!” – sehr interessant fand ich auch den Banner: “Stellt euch vor es wäre Wahl und wir gingen hin!”

Den televisuellen Bezug zu laester.TV stelle ich nun einfach mal über die zahlreichen Berichte in den Medien her, die natürlich “gezielt” berichten. Wie seht ihr das Ganze? Also nun nicht die Frage ob dieses S21 hier in den Blog passt – sondern Grundsätzlich, eure Meinung zum Thema S21 dürft ihr nun hier los werden … (aber bitte achtet auf die Gürtellinie – die hier zwar schon verdammt tief hängt aber dennoch vorhanden ist)

Fernseh-Kritik-Punkt zum Wochenende: Scripted Reality Sendungsformate im Fernsehen – Segen oder Fluch?

Zumindestens für die Kinder und Jugendliche können solche Sendungen schnell zum Fluch werden, und in immer mehr Sendungen des aktuellen Fernsehprogramms wird auf das sogenannte “Scripted Reality” gesetzt. Scripted Reality bedeutet nichts anderes als die Inszenierung von fiktiven (erfundenen) Geschichten in dokumentarischem Stil. Also auf gestellte Dokumentaraufnahmen, die nach einem festen Drehbuch ablaufen. Schon bei Ermittlungs- und Gerichtsshows fand dieses Prinzip schon immer eine Verwendung, mittlerweile gibt es immer mehr Sendungsformate, die auf dieses Stilmittel zurückgreifen. Mit “Scripted Reality” wird der Eindruck erweckt, die Zuschauer seien bei realem Geschehen live dabei, stattdessen sind die Szenen mit Laiendarstellern / Schauspielern inszeniert / nachgespielt. Die realitätsnahen Konflikte können auf diese Weise viel effektvoller dargestellt werden, sehr auffällig ist jedoch das gleiche Schema nach denen alle Sendungen verlaufen, denn nach einem “Konflikt” sprechen die Beteiligten nicht miteinander sondern sprechen erst einmal in die fiktive dritte Person – in die Kamera. In Familie im Brennpunkt oder Die Schulermittler werden Problemfälle aus dem Leben von Familien oder Jugendlichen scheinbar authentisch dokumentiert und das kann zu Problemen führen, denn die Geschichten und Szenen werden von vielen Kindern, Jugendlichen aber auch von vielen älteren Fernsehzuschauern als “echt” und “real” wahrgenommen. Hier besteht das Risiko, dass die Zuschauer (egal in welchem Alter, denn auch viele Erwachsene glauben zunächst das solche Sendungen real sind) das Gesehene mit dem eigenen Leben vergleichen und ggf. so handeln wie im Fernsehen.

Doch, welche Sendungen benutzen dieses “Scripted Reality” Format, oftmals kann man nicht sehr gut unterscheiden, denn solche Sendungen wie “Frauentausch” werden angeblich ja ohne Drehbuch durchgeführt, jedoch hört man immer wieder von “Anweisungen” die dann natürlich auch das Bild etwas verfälschen können.

“Die Schulermittler” , “Mitten im Leben” , “Familien im Brennpunkt” , “Entscheidung am Nachmittag” , “Betrugsfälle” , “Die Schulermittler” , “Verdachtsfälle” usw. gehören auf jeden Fall zu den Scripted Reality Doku´s genauso wie “X-Diaries” – und teilweise ist das auch wirklich besser so, dass diese “Fälle” nicht wirklich real sind.

In den meisten Sendungen wie “Mitten im Leben”, “Familien im Brennpunkt” usw. werden auch allgemeingültige “Bilder” und Vorurteile aufgegriffen und überspitzt wiedergegeben, wenn man diesen Sendungen glauben schenken mag wären alle Hartz4 Empfänger dick, rauchen Kette und vernachlässigen die Kinder, haben einen Flachbildschirm an der Wand, haben eine dreckige versiffte Wohnung, schlechte Zähne usw. – das dieses natürlich nicht so ist weiß unter Umständen der gebildete Zuschauer, anderen kann dieses Vorurteil als “Wahrheit” implementiert werden, denn man “hat es doch so im Fernsehen gesehen”!

Zur Belustigung , zur Unterhaltung sind solche Sendungsformate sicherlich geeignet, aus medienpädagogischen Gesichtspunkten sollte man den Kindern / Jugendlichen jedoch zunächst erklären, dass diese Geschichten nur gespielt sind und nur im entferntesten etwas mit der wirklichen Realität zu tun hat, denn ansonsten könnte es tatsächlich sein, dass diese fest daran glauben.

Uih, ein schwieriges Thema, vor allem für einen laester-Blog, aber ich persönlich finde, dass auch solche Themen, die ja durchaus mal angesprochen werden müssen hier hin gehören und nun bin ich gespannt eure Meinungen zu hören, bzw. zu lesen.

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