…wie auch immer, ich war vorgestern im Kino und habe mir den Film angesehen, daher hier meine Kurzkritik zu dem Film, der nach kurzer Zeit auch wieder aus meinen Erinnerungen verschwunden sein wird.
Wer, Warum, Wieso ?
Frank Moses (wird gepielt von Bruce Willis) ist ein ehemaliger CIA-Agent, jetzt ist er eigentlich pensioniert, erhält also Zahlungen aus der Pensionskasse, wenn er nicht immer die Schecks zerreissen würde um somit den Kontakt zu halten mit seiner Sachbearbeiterin bei der Rentenkasse: Sarah (gespielt von Mary-Louise Parker) unterhält sich scheinbar gerne mit Frank und beide geniessen die Telefonate. Ansonsten führt Frank (Wieso muss ich bei dem Vornamen ununterbrochen an Transporter denken?) ein langweiliges Leben und liest die Bücher die Sarah ebenfalls gerade liest. Es kommt wie es kommen musste, eines Abends steht ein scheinbar gut ausgebildetetes Killer-Team in Franks Haus – als ehemaliger CIA Agent kann Frank natürlich die halbe Armee, die da gerade sein Haus in Schutt und Asche legt, überwältigen. Seine Flucht führt ihn zu Sarah, anschließend zu seinen ehemaligen Kollegen, er besucht also Joe (gespielt von Morgan Freeman) im Altersheim, Marvin (gespielt von John Malkovich) auf seiner Insel und zum späteren Zeitpunkt auch noch Victoria (gespielt von Helen Mirren).
Alle haben eines gemeinsam, sie stehen auf einer Todesliste vom CIA – warum das so ist? Erfahrt ihr im Film!
Meine Meinung:
Ich möchte gar nicht so viel spoilern, ggf. möchte ja noch der ein oder andere sich das “Meisterwerk” anschauen, ich werde euch davon wahrscheinlich nicht abhalten können, aber möchte doch hier meine Meinung kundtun.
Es wirkt so als hätte der Drehbuchautor eine Grundidee gehabt und wollte diese dann passend zu den Schauspielern “verbinden”, ebenso wurde versucht den Zuschauer mit einer explosiven Mischung aus Witzen, Action und natürlich der bereits 1000 mal durchgelutschen CIA, CSI, FBI, KGB, MI6 – Thematik bei Laune zu halten. Für mich war der Film streckenweise total vorhersehbar und das fand ich schade.
Zum Anfang war der Film etwas langatmig, ich hatte hier das Gefühl, dass der Regisseur es darauf angelegt hat die 110 Minuten zu füllen, in den Actionszenen wurde selbstverständlich geballtert als gäbe es kein Morgen. Mich verwundert immer wieder wie oft einige CSI-Mitarbeiter doch scheinbar schiessen müssen bevor diese etwas treffen
. Natürlich wird auch die alte “amerikanische-russische” Freundschaft wieder ausgebudelt, für solche Filme kann man den kalten Krieg ja ruhig noch mal aus dem Keller holen – ihr merkt schon, da wurden keine Mühen gescheut um Stimmung zu machen.
Ein Spruch hat es aber dennoch geschafft sich in mein Gedächnis zu brennen (und das halbe Kino musste auch bei dem Spruch lachen) : “Alter Mann am Arsch!” – Marvin duelliert sich da gerade mit einer Frau die mit einer Panzerfaust bewaffnet ist – wer da wohl gewinnt?? Ich sag ja, der Film ist vorhersehbar und das finde ich schade, denn wenn ich ins Kino gehe möchte ich “Ah-Erlebnisse” und nicht später sagen müssen: “Naja, war schon mal alles irgendwie da… nur halt nicht in der Kombination!” Und genauso ist es auch irgendwie, alles was ich da gesehen habe, gab es schonmal irgendwo – okay, man kann das Rad nicht neu erfinden, aber zumindestens eine andere Optik verpassen, dass könnte man mal tun. Es ging von Anfang an um die Rentnerband die versucht ihren eigenen Arsch zu retten, das einzige was sich von anderen Actionformaten entscheidet: Es gibt diesmal KEINE Schönheit die geretten werden muss! Die weiblichen Hauptrollen überzeugen mich diesmal nicht mit beindruckenden Äusserlichkeiten. Der komplette Film geizt (entgegen meiner anfänglichen Vermutung) allerdings auch mehr oder weniger mit unnötigen Sex-Geschichten (die man ja von James Bond gewohnt wäre).
Fazit:
Kann man sich ansehen – muss man aber nicht, die Actionszenen waren vorhanden, ein paar komische Momente auch und mit Frauen kann man sich den Film dank der Liebesgeschichte auch ansehen. Für mich ein Film den man sich durchaus im Fernsehen / auf DVD anschauen kann, ein Kinobesuch ist dafür nicht nötig.
Weitere Kritiken:
Ich möchte, da ich ja kein begnadeter Film-Kritiker bin, auf weitere Film-Kritiken verlinken, denn auf CineKie.de gibt es ein Review und auf Nerdtalk hat man sich dem Thema auch schon angenommen. So könnt ihr euch nun ein umfassendes Bild machen
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