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…aber das ganze auch nur 2 Staffeln lang, denn dann wurde die Krimi-Parodie damals auch schon wieder abgesetzt, ich glaube ja, dieses Format war damals der Zeit vorraus und würde heute noch mal richtig aufblühen können. David Rasche war zuletzt noch in Burn After Reading zu sehen, aber hier geht es ja um Sledge Hammer, stellt eucht das Szenario wie folgt vor:

Das Intro / Theme:

Wir sehen eine 44er Magnum auf einen Seidenkissen liegen, die Pistole / der Revolver wird langsam abgefilmt, dann greift David Rasche alias Sledge Hammer zur Waffe, dreht diese ein paar mal wie im Wilden Westen und sagt den Satz der ihn damit berühmt machte: “Trust me, I know what I’m doing!” auf Deutsch “Vertrauen Sie mir — ich weiß, was ich tue!”

Um was geht´s ?

Sledge Hammer “arbeitet” für die Mordkommission der Polizei von San Francisco, dabei macht er sich gerne seine eigenen Regeln und ist fasziniert von Gewalt und Waffen. Bei der deutschen Syncronisation wurde deswegen seiner Dienstwaffe (immerhin eine 44er Magnum) auch der Name “Susi” gegeben.

Er fährt einen Dodge St. Regis , die Karre ist natürlich durchsiebt wie ein Schweizer Käse und hat mehr Löcher als das Deutsche Finanzsystem – fährt aber noch und deswegen kann die Kamera auch immer den “I ♥ VIOLENCE” Aufkleber ins rechte Bild rücken. I ♥ VIOLENCE bedeutet – Ich liebe Gewalt! und so geht Sledge Hammer auch durchs Leben, was stört wird weggeballert, da darf ihm dann gerne seine “Susi” helfen. Sledge spricht mit seiner “Susi” und mit sich selbst.

Die Serie wurde von 1986-1988 gedreht und verfügt doch über ein paar Sprüche / Szenen die durchaus Kult-Potenzial verfügen. Die Geschichten in den Episoden erinnern an Knight Rider, an das A-Team oder an die anderen Formate der 80er Jahre, so wird z.B. ein Mädchen (Tochter des Bürgermeisters) entführt, Sledge Hammer kämpft alleine gegen die Mafia, ein Flüchtling aus dem Gefängnis muss wieder eingebuchtet werden usw. Die 1. Staffel endet mit einer Nuklearen Explosion, deswegen spielt die 2. Staffel auch vor der 1. Staffel…

So, hier findet ihr nun ein paar Sprüche aus Sledge Hammer – und deswegen wisst ihr auch warum die Sendung so aktuell wie noch nie ist, wenn man mal einen “Seitenhieb” auf die Stuttgart 21 Bahnhofs-”Mission” sehen möchte:

Dorie Doreau: “Wo waren Sie, Sledge?”
Sledge Hammer: “Ich hatte Dienst bei einer Demonstration gegen Polizei-Brutalität.”
Dorie Doreau: “Und was haben Sie gemacht?”
Sledge Hammer: “Wir haben sie mit Gummiknüppeln und Wasserwerfern auseinander getrieben.”

Dorie Doreau: “Du hast doch nur Platzpatronen in deinem Revolver, warum schießt du dann ?”
Sledge Hammer: “Macht der Gewohnheit!”

…sehr nett auch im Bezug auf die aktuelle Anti-Raucher-Politik:

Raucher: “Ich kann rauchen, wo ich will.”
(Sledge Hammer schießt ihm darauf die Zigarre aus dem Mund, wie einst Lucky Luke ;-) )
Sledge Hammer: “Ich persönlich gestatte nur das Rauchen des Laufes eines frisch abgefeuerten Colts.”

Also, wer will kann noch auf DVD zu schlagen, hier gibt es die Sledge Hammer – DVD Box .

…und hier gibt es natürlich noch den Trailer zu sehen:

Zwei durchtrainierte Schönlinge (Cody Allen und Nick Ryder) unterschiedlichen Typs buhlen um die Gunst der örtlichen Strandschönheiten im Hafen von Los Angeles (King Harbor). Wenn die Beiden, die natürlich wie fast jeder männliche Darsteller einer 80er-Jahre-Serie aus den Staaten beim dortigen Militär gedient haben und selbstverfreilich in Vietnam waren, nicht sabbernd den halbnackten Bikinimädels hinterherglotzen, betreiben sie auf einem ollen Kahn – einem so genannten Kabinenkreuzer (Yacht hört sich vermutlich zu übertrieben an) – eine Detektei. Und da gutes Aussehen und Muskeln allein für den Job des Privatdetektivs nicht ausreichen, hilft ihnen ihr Kumpel, ein spargeldürrer aber brillanter Computernerd, der zusätzlich auch noch seinen Roboter “Roboz” mit an Bord bringt.

Und so ermittelt das ungleiche Trio 58 Episoden und 3 Staffeln lang in dem ein oder anderen spannenden Fall und nutzt dazu neben dem Yachtimitat namens “Riptide”, das der Serie im Original den Titel gab, noch diverse weitere Fortbewegungsmittel, wie zum Beispiel ein etwas schnelleres Boot namens “Ebbtide”, eine 1960er Chevrolet Corvette mit Flammendesign (ekelhafte Frevelei), einen zweifarbigen GMC Pickup (rot-weiß, wurde später durch einen blauen GMC mit Dach ersetzt) sowie einen altersschwachen Hubschrauber (ein Sikorsky S-58T) namens “Screaming Mimi”, der rosa lackiert und und mit Mund und Augen bemalt ist.

Die Serie hatte alles, was man in den 80ern brauchte: coole Typen, heiße Girls, geile Fahr- und Fluggeräte. Und natürlich gab es zumindest in der ersten Zeit auch immer einen “Gegenspieler” in Form eines Polizisten namens Lt. Theodore „Ted“ Quinlan, der aber später erschossen wurde (angeblich um mehr Zeit für die Rolle beim A-Team zu haben, wo er dann auch starb). Das Klischee des Nerds der beim Boxen den Daumen in die Mitte der Faust packt und sich somit ständig von seinen Kumpels aus brenzligen zwischenmenschlichen Konfrontationen retten lassen muss, wird vollends bedient. Allerdings nutzte sich diese Story auch irgendwann ab – zur leichten Unterhaltung im Vorabendprogramm aber durchaus brauchbar.

Da es selten wiederholt, hier die DVD-Box Trio mit 4 Fäusten – Staffel 1-3.

Nein, ich habe nicht “Automat” falsch geschrieben, hier geht es tatsächlich um eine US-amerikanische Serie mit dem Namen “Automan”, die in Deutschland auch schon mal gerne mit einem Zusatz versehen wurde: “Automan – Der Superdetektiv”. Kennt ihr nicht? Kein Grund sich zu schämen, denn so toll war die Serie wohl nicht, den es gab nur eine Staffel mit gerade 13 Episoden, von denen auch nur 12 ausgestrahlt wurden. Und mal ganz unter uns: so toll fand ich so auch nicht, und dass, obwohl ich alles aus dieser Zeit verschlungen habe.

Worum es in der Serie geht? Nerd Walter Nebicher ist Polizist, wird von seinen Kollegen meist belächelt und verbringt daher viel Zeit im Innendienst, obwohl er lieber raus will, Verbrecher jagen. Nebenbei programmiert er noch Computerspiele und dieses Wissen nutzt er, um ein Verbrechensbekämpfungsprogramm samt künstlicher Intelligenz und Hologramm zu erschaffen. Dieses kann den Computer verlassen und Walter so aktiv bei der Verbrecherjagd helfen. Dabei kann “Cursor” verschiedenste hilfreiche Dinge zeichnen und zur Verfügung stellen, so z. B. einen Lamborghini Countach, einen Helikopter und ein Jet-ähnliches Flugzeug.

Warum auch immer wollte das wohl kaum jemand sehen. Vermutlich war die an den Film Tron erinnernde Technik nicht so angesagt. Und aus heutiger Sicht ist es alles noch viel schlimmer. Die gezeigten Computer weisen weniger Rechenkapazität als mein Taschenrechner auf und die Neonröhren und 3M-Leuchtstreifen reißen auch niemanden vom Hocker. An die einzelnen Stories kann ich mich kaum noch erinnern, da die Serie nur selten wiederholt wird. Sie können aber auch nicht so der Reißer gewesen sein. Und somit hat es noch nicht mal für eine DVD gereicht. Wer es also noch mal sehen möchte, muss sich bis zu einer Wiederholung gedulden.

Gerade “verwöhnt” uns RTL 2 mal wieder mit Wiederholungen der US-amerikanischen Doku-Soap “Dog – Der Kopfgeldjäger”. Hier dürfen wir einen echten Kopfgeldjäger bei der Arbeit bewundern. Mit den hier verbreiteten Klischees der aus Westernfilmen bekannten “Dead or alive”-Steckbriefe oder der tollen Nebenjobs eines gewissen Colt Seavers, der eigentlich Stuntman ist, hat das Ganze wenig gemein.

Wir sehen eine optische Mischung aus einem Indianer und einem alternden Rockstar der 80er Jahre, der meist cracksüchtige Hawaiianer über die Insel jagt. Da die Kautionsflüchtlinge jedoch meistens jünger und fitter sind – falls sie mal nicht zugedröhnt sind – , schleppt Duane “Dog” Chapman gerne seine gesamte Familie mit. Was bei den durchtrainierten Söhnen Duane Lee und Leland Chapman noch sinnvoll erscheint, macht bei seiner Frau oder Tochter anscheinend wenig Sinn.

Während die Tochter Lyssa „Baby“ Chapman ein dürres Mädel ist, dass jeder Flüchtige einfach umpusten kann wie der böse Wolf das Strohhaus der 3 kleinen Schweinchen, weist seine Frau Beth diverse wesentlich zu groß geratene Körperteile auf, die bei der Verbrecherjagd eher hinderlich scheinen; z. B. diese monströsen … Fingernägel, mit denen ich weder telefonieren, noch auf einer Tastatur tippen könnte. Ok, riesige Brüste hat Alice Elizabeth “Beth” Smith auch – und dabei ist riesig echt noch harmlos ausgedrückt. Und am schlimmsten sind dabei auch noch die Klamotten, in die diese Person sich schießt. Damit würde man hier noch nicht mal auf dem Straßenstrich angesprochen werden. Einfach nur grausam.

Und so sehen wir ganze 6. Staffeln mit 130 Episoden, in denen man sich erst im Kautionsbüro bespricht, dann die tollen Klamotten und Marken überwirft, sowie die tollen Reizgas- oder Pfefferspraypullen in die Holster packt, um sich kurz nach dem folgenden gemeinschaftlichen Gebet in die großen Geländeschüsseln zu schmeißen und mit Steckbriefen durch die Hoods zu ziehen. Und wenn der Flüchtige gefasst ist, wird er zu den Behörden gekarrt – natürlich nicht, ohne ihn die ganze Fahrt über vollzulabern, dass er sich doch bessern soll und dass sie ihn total verstehen können, da sie auch mal fast alle kriminell waren, etc.

Zur Abrundung der ganzen Geschichten um Verbrecherjagd darf man dann noch am Familienleben des Dogs teilhaben und stellt fest, dass man das eigentlich auch nicht sehen will. Und immer, wenn am Ende des Intros “the Bountyhunter” gesungen wird (übrigens von Ozzy Osbourne), sehe ich einen alternden Rockstarindianer vor mir, der mit gezogener Pfefferspraypulle versucht, auf seinem Westernstiefeln einen Schokoriegel mit Kokosfüllung zu verfolgen. Viel Erfolg!

Die Story zu dieser typischen 80er-Jahre-US-Serie ist schnell erzählt:
Der verrückte Wissenschaftler Dr. Charles Henry Moffet erfindet Airwolf, einen Superhelikopter, der Mach 3 fliegen kann und extrem toll bewaffnet ist. Selbstredend ist der Heli – wie die meisten Fahrzeuge aus Fernsehserien dieser Zeit – nahezu unkaputtbar. Der böse Erfinder entwickelt den Hubschrauber zwar im Auftrag der CIA (in der Serie später ganz mysteriös nur noch “die Firma” genannt), hat dann aber keine Lust ihn dort abzuliefern, schießt beim Demonstrationsflug alles in Grund und Boden, tötet dabei das Entwicklerteam und haut mit dem Drehflügler nach Lybien ab.

Der überlebende Projektleiter des CIA mit dem elendig langen Namen Michael “Archangel” Coldsmiths-Briggs III. sendet den ehemaligen Mitarbeiter und Testpiloten Stringfellow “Huckleberry” Hawke, angeblich der einzige Mensch, der den Supihubi noch fliegen kann, aus, um das Ding zurück zu holen. Alleine bekommt er es aber anscheinend doch nicht auf die Kette, weshalb er seinen väterlichen Freund Dominic Santini, der ebenfalls Helikopter-Pilot ist, mitschleppt.

Natürlich gelingt den Beiden das Vorhaben. Moffet wird, da er die eingeschleuste Agentin, die auch gleichzeitig Hawkes Geliebte war, tötet, natürlich ebenfalls von Hawke gejagt und getötet. Er und Santini kehren zwar in die Staaten zurück, behalten den Heli aber einfach und verstecken ihn in einer Berghöhle im Monument Valley. Hawke möchte nämlich, dass die Firma ihm hilft, seinen im Vietnamkrieg verschollenen Bruder Saint John zu finden. Als Gegenleistung erfüllt er mit dem Hubi Aufträge für die Firma, die sich für die zeit typisch meist gegen die Gegner im kalten Krieg richten.

Soviel zur grundlegenden Story. Jetzt geht es an die Analyse von dem ganzen Mist, den ich natürlich geliebt und mit Freude gesehen habe – selbstverständlich mehrmals.

Da wären zuerst die auffälligen Namen. Denn anscheinend waren “John Smith”, “Tim Miller” und “Bob Hope” wohl gerade nicht in Mode und die Verantwortlichen bei der Produktion gerade in einer kreativen Phase, was die oben in der Story bereits erwähnten Namen zum Vorschein brachte. Richtig Schwein hatte eigentlich nur Deborah Pratt, die den Namen “Marella” erhielt und die Assistentin von “Archangel” spielt.

Als nächstes könnte ich mich seitenlang über den Hubschrauber auslassen, der natürlich die eigentliche Hauptrolle spielt, wie es der Titel ja verrät, auch wenn er in manchen Episoden nur am Ende für 2 Minuten zu sehen ist, alles kurz und klein schießt und dann wieder verschwindet. Aber ich will mich kurz fassen:
In den 80ern war noch nicht viel los, was Computeranimationen betraf. Also musste der ganze Kram, den man in der Serie zeigte, auch tatsächlich gebaut und gefilmt werden. Und das war natürlich teuer, weshalb Receycling damals schon groß in Mode war. Doch dazu später mehr. Als erstes musste ein Hubi her. Man nahm einen Bell 222A, der den aus der Serie bekannten Anstrich erhielt, verpasste ihm einige tolle Anbauten in Form von Maschinengewehren, Raketenwerfern, etc., die natürlich allesamt Attrappen waren. Der Innenraum war – auch typisch 80er Jahre – übersät mit blinkenden bunten Lämpchen und Knöpfchen. Die machten den Heli ja angeblich so kompliziert, dass sich nur Hawke damt auskannte und ihn fliegen konnte. Komisch, dass in den späteren Folgen dann auch Dom und Caitlin damit rumfliegen. Vermutlich hätte den auch ein Affe fliegen können, der im Labor dem Praktikanten beim heimlichen Flight Simulator spielen zugeguckt hat. Und die vielen Knöpfchen waren ja auch alle beschriftet, so dass selbst ein Minderbemittelter die passenden gedrückt hätte, um kurz darauf eine Rakete abfeuern zu können – vorausgesetzt seine Muttersprache ist englisch.

Kommen wir zum bereits erwähnten Szenenrecycling. Die häufigst gezeigte Szene ist meines Empfindens nach der Abflug aus dem Berg samt Turbineneinsatz. Dicht gefolgt von der Szene mit dem armen Berg, der nach jeder abgefeuerten Rakete wieder und wieder in die Luft fliegt. Und den abgeschossenen Flugzeugen (sind auch meist die selben, häufig auch aus anderen Filmen entliehen). Ebenfalls geil ist, dass beim Recyceln nicht so ganz auf die Details geachtet wird und somit zum Beispiel die eben noch eindrucksvoll ausgefahrenen Waffen nach dem Schnitt auf eine andere Perspektive wieder eingefahren sind, dann in der nächsten Szene wieder draußen, usw. Wackelkontakt im millionenteuren Airwolf? ;-)

Als letztes könnte man noch auf den Punkt Realität eingehen, den man sich bei solchen Sendungen eigentlich nicht antun sollte. Machen wir aber trotzdem:
1. Bei Mach 2 oder 3 oder wie flott auch immer, sollte es dem Hubschrauber im die Rotoren wie nix abreißen, oder?
2. Wenn Hawkes einsame Hütte in den Bergen nur per Heli zu erreichen ist, wo steht dann seiner? Zumindest nicht auf der Plattform, auf der die Gäste landen.
3. Warum sind die Blödköppe von der CIA in der Lage, sich via Satellit oder anderer Hilfsmittel die Fritten auf meinem Teller anzusehen, finden aber den blöden Hubschrauber im Berg nicht?

Zu guter Letzt sei noch angemerkt, dass man nicht enttäuscht sein sollte, wenn man auf einem Flohmarkt den Pilotfilm auf VHS-Video findet und den dann zu Hause in ein passendes Gerät einlegt: die Synchronstimmen sind nicht die gleichen, wie sie in der Serie verwandt wurden.

In der Nähe von Köln knallt ein mittlerweile integrierter Mitbürger mit Migrationshintergrund in seinem 3er BMW über die Autobahn. “Na klar, das war der Achmed aus Köln Ehrenfeld mit sei’m krassen 3er, den kenn ich!” wird der ein oder andere Leser nun denken. Doch weit gefehlt, es handelt sich nämlich gar nicht um den Kumpel (oder auch nicht) aus der Nachbarschaft, sondern um Semir Gerkhan, Kriminalbeamter der fiktiven Abteilung Autobahn.

Mit wechselnden Kollegen fährt dieser irgendeinen mysteriösen Fall lösend über die Autobahn und gerät dann sehr gerne in eine wilde Verfolgungsjagd, die meistens in einem fatalen Schrottberg aus gecrashten Fahrzeugen endet. Natürlich springen die beiden Serienhelden über den explodierenden Berg drüber (wobei sich der 3er BMW der Baureihe E46 während der Flugphase wie von Zauberhand in einen der Baureihe E36 verwandelt hat), der Wagen setzt unsanft auf (den E36 zerlegt es in alle Einzelteile) und fährt in der nächsten Szene (er ist jetzt wieder zum E46 mutiert) ganz normal weiter. Auch die Insassen tun so, als sei das die normalste Sache der Welt.

Natürlich fährt die Polizei auch diverse Porschemodelle als Streifenwagen, die bösen Buben pilotieren meistens grauenhaft getunte Karren amerikanischer Herkunft. Und all das hat mit der Realität überhaupt nichts gemein. Aber das ist ja auch nicht der Anspruch. In bester Hollywoodmanier müssen die Stunts möglichst eindrucksvoll sein  und die Effekthascherei steht augenscheinlich an vorderster Stelle. Drumherum wird dann noch eine Story konstruiert, die den Konsumenten  aber eigentlich gar nicht interessiert – er wartet nur darauf, dass es das erste mal Bumm macht.

Ich lasse mich auch schon mal ganz gerne von leichter Kost berieseln, aber diese Serie habe ich in meinem Leben vielleicht 2 mal gesehen. Ich ertrage sie einfach nicht. Anscheinend denken viele Menschen anders, denn diese Monotonie namens Alarm für Cobra 11, produziert von Hermann Johas Firma action concept, hält nun schon seit 1995 an. Für mich mehr als unverständlich. Kann mich bitte jemand vom Gegenteil überzeugen?!?

Die heutige Überschrift hätte auch “Schwiegertochter gesucht – Essen und Trinken special” heißen können, denn hauptsächlich ging es darum. Ich werde wie üblich nach den Teilnehmern sortiert berichten.

Mario
Wie üblich gibt es morgens schon Limo, diesmal auch für Karen und Susanne. Dann startete Mario das Sportprogramm: Nordic Walking war angesagt. Karen, die eindeutig lebenslustigere der beiden Damen, war begeistert, Susanne wollte es beigebracht bekommen. Kurzum wurde ihr der Einsatz der Stöcke erklärt (diagonal) und schon gings los. Karen war diesmal auch mit moderner Brille zu bewundern. Nach dem Sport gab selbstgepresste Fruchtsäfte, die aber wohl reichlich sauer waren.
Der nächste Programmpunkt war die Chorprobe. Im örtlichen Gesangsverein mussten die Damen ihre Gesangskünste mit afrikanischem Text zum Besten geben. Die beiden bekamen ein Ständchen gesungen, woraufhin Karen die emotinale Heulsuse mimte.
Als zu Hause alle im Bett waren und Karen schlief, nutzte Susanne die Gunst der Stunde, um Mario mit einem sinnlich-erotischen Masageöl den Rücken zu kneten. Ihm gefiels und sein Kopf wurde mal wieder knallrot, fast wie Karens Badeanzug in der letzten Folge.

Carsten
Das geht flott, denn schließlich ist ja nur noch eine Frau da: Angie. Die half erst Carstens Mutter auf dem Wochenmarkt, dann ging es mit Carsten in einen Whirlpool. Anschließend verpasste sie ihm eine Schokomassage. Es ging ins italienische Restaurant, wo bei Salat und Salamipizza festgestellt wurde, dass der Funke nicht übergesprungen ist und man Freunde bleiben sollte.

André
Auch eher unspektakulär ging es bei den Kleinwüchsigen zu. Christiane durfte mit Muttern einen Fiffi Yorkshireterrier für eine Hundeschau schön machen, zu der es dann ging. Der Hund räumte 4 Pokale ab. Danach ging es in den heimischen Pool, bevor André seine Christiane mit einem Cocktail überraschte.

Günter
Weckte seine zwei Auserwählten mit Duplos (zum Frühstück, wie ekelig). Beim richtigen Frühstück gab es dann im Toaster aufgewärmte Brezeln vom Vortag – hier werden weder Kosten noch Mühen gescheut! Günter würde am liebsten beide Damen behalten, weiß aber anscheinend, dass das in Deutschland kulturell und gesetzlich nicht die passendste Idee ist. Er beeindruckt die Damen nicht mit der obligatorischen Briefmarkensammlung, nein, er hat eine Bierdeckelsammelung in einem eigens dafür eingerichteten Raum. 22.468 Bierdeckel sind in Ordnern gehortet – wofür auch immer.
Claudia will Zeit alleine mit Günter verbringen und so lassen die beiden Mila bei der Mutter und gehen wandern. Dort wird über Beziehungen und Kinderwünsche gesprochen.

Peer
Der “den-Kopf-auf-die-Schulter-Leger” hat nach der Abreise von Beate nur noch Tamara. Außerdem hat er Geburtstag, wird 31, und die Hobby-Trompeterin, die angeblich seit 11 Jahren in Instrumente bläst, spielt selbst das Geburtstagslied grottenschlecht. Aber egal, Peer gefällts. Dann machen sie zusammen Kratzbilder und am Abend geht es ins Restaurant. Sein kulinarischer Höhepunkt: Schnitzel mit Pommes. Immerhin hat sie irgendwas mit Lachs. Er will wie sie auch Tattoos, hatte bisher aber keine Zeit. Ja klar. Er will ne Rose mit dem Namen seiner Angebeteten auf dem Unterarm. Vielleicht nicht die cleverste Idee.

Das war es dann auch schon wieder. Relativ unspektakulär. Ob das noch besser wird?

Auf Kabel eins laufen die neuen Folgen von “Castle”. Ich hatte aus der ersten Staffel schon ein, zwei Folgen gesehen und fand die nicht sonderlich toll. Und auch die neuen Folgen können diesen Eindruck nicht verbessern. Das Grundgerüst erinnert stark an “The Mentalist”: ein männlicher Nicht-Polizist rennt mit einer Gruppe Polizisten rum, deren Leitfigur natürlich eine Frau ist. Und dementsprechend beginnt das alte Ränkespiel zwischen den beiden Geschlechtern. Und während der Mann auf die Frau steht, spielt diese natürlich den gefühlskalten Eisblock.

Während der Mentalist aber noch scharfsinnig und humorvoll ist, würde ich Castle als eher plump bezeichnen. Ich mag ihn nicht und die ganze Serie ist grottig. Der Schriftsteller mit den guten Kontakten zum Bürgermeister, bla bla bla. Einfach grausig. Angeblich soll die Serie der Kategorie Dramedy (Mischung aus Drama ((?)) und Comedy) sich durch ihren Humor von anderen Formaten abheben. Dieser scheint ziemlich gut versteckt zu sein, denn trotz der Tatsache, dass ich leicht zu belustigen bin, konnte ich ihn nicht entdecken. Und die Kriminalfälle spielen ja meistens eh nur noch eine untergeordnete Rolle in solchen Serien.

Fazit: LANGWEILIG!!

Wie Jens bereits angekündigt hat, war ich heute dran mit Gucken und Berichterstattung von Schwiegertochter gesucht. Doch es kommt immer anders, als man denkt. Konnte ich die erste halbe Stunde noch sehen und mitschreiben (ja, mein Gedächtnis ist so schlecht), verhinderte plötzlich in der Tür stehender Besuch ein weiteres Verfolgen der Sendung.

Was ich bis dahin gesehen habe, war aber nur halb so lustig wie der Staffelauftakt. Und da die meisten Namen ja bereits in der letzten Woche genannt wurden, hier nur die vermutlich unlustige Berichterstattung zur aktuellen Folge in loser Reihenfolge:

Junggeselle:
Mario, 35, Mettigelfan, trinkt gerne Orangenlimonade zum Frühstück
Kandidatinnen:
Susanne, 33, 147 kg, Größe 54
Karen, Callcenteragentin aus Bayern
Was passiert ist:
Mario wollte schwimmen gehen. Während Karen an ihren knallroten Baywatch-Badeanzug gedacht hat, musste für Susanne erst einmal eingekauft werden. Dann ging es ins Freibad und auf das 1m-Brett. Beim anschließenden gegenseitigen Einreiben mit Sonnenschutz wurde es Mario ganz warm ums Herz – ich hoffe nur dort.

Junggeselle:
Carsten, 44, Wellnesstrainer, 7 Jahre ohne Bettgespielin
Kandidatinnen:
Angie, 43, Nageldesignerin, kocht gerne indisch (scharf)
Nicole, Zahntechnikerin, ruhig und daher von Carstens Mutter bevorzugt
Was passiert ist:
Die beiden Mädels haben im Hotel übernachtet. Nach dem Frühstück bei Carsten geht es in seinen Wellnesschuppen, in dem Angie sich behandeln lässt und ihre Cellulite zur Schau stellt. Nicole lehnt dankend ab. Angie schneidet direkt das Thema Sex an, was Carsten gut findet, Nicole eher nicht. Als Angie dann zur Nackenmassage bei Carsten übergeht, wird Nicole richtig böse, erzählt was von Intimität und Schlafzimmer und guckt wie ein angeschossenes Reh. Die Weiber zicken und Carsten gefällt seine Rolle als Hahn im Korb sichtlich.

Junggeselle:
Peer, Kratzbildfan (was zur Hölle ist das?!?!), kriegt die Zähne nicht auseinander, weshalb ich die Hälfte nicht verstanden habe
Kandidatinnen:
Tamara, Sächsin
Beate, 27, aus dem Westerwald, Hobbydichterin und Hundefan
Was passiert ist:
Beate hat im Gegensatz zu Tamara im Hotel geschlafen. Zum Frühstück präsentiert Peer Gurken und die beiden Mädels jeweils ein Gedicht, was Beate ärgert.Peers Veranstaltungstipp: Tiere streicheln auf dem Bauernhof. Beate will mit Peer alleine sprechen, sie lassen Tamara bei den Ziegen. Beate will mehr Beachtung, fühlt sich “wie das 3. (!!! muauahaha) Rad am Wagen”. Peer gelobt Besserung, damit sie nicht fährt, knatscht auch ein wenig. Tamara ist angezickt, weil das Gespräch so lange gedauert hat. Genutzt hat es freilich nichts, da Beate sich 5 Minuten später wieder unbeachtet fühlt und ihre Eltern anruft, damit diese sie abholen – alles sehr theatralisch.

Junggeselle:
André, 40, Hundezüchter aus Sachsen, 1,25 m groß
Kandidatin:
Christiane, Datenerfasserin aus Sachsen, 1,20 m groß
Was passiert ist:
André saugte das Gästezimmer, seine Mutter brachte Blumen und einen Schlüsselanhänger als Willkommensgeschenk für die Auserwählte mit. Christiane sagt André direkt zu. Er mag keinen Käse, sie schon.

Junggeselle:
Günter, 41, Raumpfleger aus Mittelfranken, Bierdeckelsammler, geb. Rumäne, trägt gerne Tracht
Kandidatinnen:
Mila, 51, geb. Serbin, Sternzeichen Widder
Claudia, aus Mittelfranken, Sternzeichen Skorpion
Was passiert ist:
Günter bekam von seiner Mutter 2 Rosen, schnappte sich seinen Bollerwagen und wanderte zur Bushaltestelle. Die beiden Damen trugen beide Trachtenkleider.

Viel mehr habe ich dann leider nicht mehr mitbekommen. Sollte ich noch etwas Spektakuläres verpasst haben, würde ich mich über eine Info in den Kommentaren sehr freuen.Vielen Dank.

Wer kennt es nicht? Man schaut eine Episode / Folge einer bestimmten Serie, freut sich auf die Fortsetzung in der nächsten Woche und bekommt dann vom Sender ein ältere Episode präsentiert. Und so hüpfen manche Fernsehsender ungeniert durch Episoden und Staffeln, bringen alles durcheinander und der Zuschauer wundert sich. Da sind Kinder mal groß und in der nächsten Folge wieder kleiner, der eine Mitarbeiter ist erst raus, dann wieder da, und so weiter und so fort. Und wenn es ganz peinlich wird, läuft ein und die selbe Folge in kürzester Zeit zweimal hintereinander.

Einfach zum ko …

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