In unserem letzten Video hatte Jens mich geradezu genötigt, noch ein paar Worte über das große Finale in der Formel 1 zu verlieren, aus dem Sebastian Vettel als jüngster Weltmeister aller Zeiten hervorging und somit nach dem Konstrukteurstitel für sein Team Red Bull nun auch noch den Fahrertitel holte. Wer hätte das vorher schon gedacht? Die Chancen waren mehr als gering. So im Detail will ich das auch gar nicht aufbröseln, denn eigentlich gibt es über den neuen Weltmeister wenig zu lästern. Dafür aber über die anderen Flitzpiepen, die auch Weltmeister hätten werden können. Zugegeben, Lewis Hamiltons Chancen waren noch geringer als Vettels, da hätten schon alle anderen Fahrer auf Bananenschalen ausrutschen und ausfallen müssen. Immerhin fuhr er in Abu Dhabi auf dem 2. Platz durchs Ziel, sein McLaren-Teamkollege Button auf dem 3. Platz. Gebracht hat es allerdings nichts. Und Vettels Teamkollege Mark Webber, der rechnerisch wirklich gute Chancen hatte, hat sich weder beim Qualifying noch beim Rennen mit Ruhm bekleckert.
Fehlt der vierte Fahrer mit Chancen auf den WM-Titel: Fernando Alonso. Über den kann man jetzt aber mal so richtig lästern. Denn ihm hätte ein 4. Platz gereicht, was für einen Ferrari sicherlich eine lösbare Aufgabe gewesen wäre. “Leider” hing der mir vollkommen unsympathische Spanier aber den Großteil des Rennens hinter einem Renault fest, nämlich dem von Vitaly Petrov, der in Deutschland in der Beliebtheitsskala nun nach Vettel direkt auf dem 2. Platz folgen dürfte. Somit kam Alonso nur auf Platz 7 ins Ziel und zeigte Petrov auch direkt mal, was er von ihm hält:
Ein echt schlechter Verlierer kann ich da nur sagen. Und so sah man Alonso später umgeben von 2 Betreuern (?) auf einer Mauer hocken und flennen schmollen. Tja, dran ist eben nicht vorbei. Und Petrov fährt schließlich auch um Punkte.
Nun haben wir endlich wieder einen deutschen Weltmeister. Und wer wissen will, was mit dem deutschen Comeback-Weltmeister Michael Schumacher los war: der hatte wohl in der ersten Runde schon keinen Bock mehr und drehte seinen Mercedes mal hart in den Wind, was dem nachfolgenden Verkehr leichte Kopfschmerzen bereitet haben dürfte. Zumindest Liuzzi, der reingeknallt ist.
Ist aber alles egal: wir sind Weltmeister!









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