Die alleinerziehende 25-jährige Sarah Heinrich ist die heutige Mutter, diese lebt mit ihren fünfjährigen Zwillingen Louis und Lion in Berlin. Die beiden Kinder hatten es bis dato nicht leicht im Leben, die beiden kamen mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte auf die Welt, waren also oft im Krankenhaus. Die Entwicklung der beiden läuft zwar im “normalen Rahmen” aber in einigen Bereichen etwas zögerlich. Die Mutter Sarah, die laut eigenen Aussagen selbst keine einfache Kindheit hatte, reagiert im Umgang mit ihren Kindern oft über (Zitat: “Du bist so ein Trottel, man!”) und ohne Verständnis für die Belange der kleinen doch sehr lebendigen Jungs. Sie schreit und schlägt und die Kinder verstehen nicht warum die Mutter so wütend und so böse auf sie reagiert. Katharina Saalfrank kam dann und merkte natürlich, dass die Kinder sehr lebendig sind. Emotionale Kälte und Abwertung herrschen in Berlin, eine explosive Mischung, welche allerdings offen von der Mutter ausgesprochen wird: “Beißt du mich – beiß ich dich!”
Die Mutter hatte auch schon mal drüber nachgedacht sich “räumlich von den Kindern zu trennen” , der Vater der Kinder hat Drogen genommen (und auch nicht aufgehört) und deswegen hat sie sich getrennt. Wie schon erwähnt, die Mutter hatte natürlich eine schlimme Kindheit und deswegen kommt sie heute auch nicht mit den Kindern klar, es soll sogar Psychiater geben die einen “zu engen Geburtskanal” als Grund für eine schlechte Kindererziehung nachweisen wollen – aber es ist bekannt – wenn man in einem Klima aus Wut und Angst groß wird, gibt man das gleiche auch an seine Kinder weiter. Die Mutter wurde früher aus “Langeweile gehauen” und genau das Verhaltensmuster gibt sie nun weiter… schade um die Kinder, denn die werden es doppelt weitergeben.
Ansonsten ist es bei der Supernanny immer die gleiche Leier, irgendwann sitzt die Saalfrank dann mit der Mutter auf der Couch und spricht die magischen Worte: “Wir schaffen das!” – wundert mich das RTL nicht noch Bob den Baumeister einblendet (Können wir das schaffen?) – Die Katharina hat dann mit den Kindern etwas ausgemalt und die beiden Jungs zeigen die gleichen Verhaltensmuster wie die Mutter – die beiden Racker reagieren über.
Die Wohnung war eigentlich recht nett eingerichtet, die Tapete im Kinderzimmer hatte mich jedoch an einen Farbenkatalog erinnert, also mich hätte diese Tapete auch aggressiv gemacht. Ansonsten wurde es natürlich “konstant” besser , die Mutter musste ja nur die neuen “Regeln” im gemeinsamen Alltag umsetzen.
“Geh in dein Zimmer und denk mal nach!” – ist nämlich keine Lösung … damit erreicht man nur das Gegenteil, zack – wieder hat RTL den Lehrauftrag erfüllt und ich kann endlich umschalten, denn der Rest ist wie gehabt, es fliessen Tränen, die Mutter fühlt sich schlecht und es zeigt sich natürlich eine Besserung. Ich finde das Sendungsformat deswegen “schlecht” weil die Familie bloß gestellt wird und ich könnte mir gut vorstellen, dass diverse Konstelationen “anders verlaufen” wären, wenn nicht die Kamera angewesen wäre.



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