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Da kürzlich das Fernsehprogramm mal wieder zu wünschen übrig ließ, schnappte ich mir die Fernbedienung und zappte mich fröhlich durch die Sender. Bei einem der zahlreichen dritten Programme stolperte ich dabei über einen Ritterfilm, und da ich die als Kind so mochte, blieb ich hängen. Nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass es doch interessant ist, wie verwöhnt man von aktuelleren Filmen ist.

Ich meine, es war “Die Ritter der Tafelrunde”, ein epochales 115-Minuten-Werk aus dem Jahr 1953 mit einer für die damalige Zeit hochkarätigen Besetzung. Aber diese unsäglichen Farben, die endlosen Mono- und Dialoge und das Fehlen von Tricktechnik machen es irgendwie mühselig. Dennoch fesselte mich der alte Schinken irgendwie. Brauchten die damals 100 Mann, stellten sie auch 100 Statisten auf die Wiese. Das war cool. Heute reichen 10 Mann, um 10.000 darzustellen. Eigentlich waren die erwähnten langatmigen Reden und Gespräche gar nicht so schlecht, verliehen dem Film Tiefe. Heute geht es ja nur darum, möglichst special-effektreich irgendwelche Schlachten und anderen actiongeladenen Kram zu zeigen, der dank neuester Technik super atemberaubend dargestellt werden kann. Die Geschichte, die im Film erzählt wird, gewinnt dadurch aber nicht.

Manchmal sollte man sich doch den ein oder anderen Klassiker zu Gemüte führen. Meine ich zumindest.

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Eine Antwort bis “Die Ritter der Tafelrunde (von 1953)”

  1. Manchmal sollte man sich doch den ein oder anderen Klassiker zu Gemüte führen.
    Das sehe ich auch so. Für mich sind z. B. die besten Agatha Christie oder Edgar Wallace Verfilmungen aus den 60er Jahren mit Margret Rutherford bzw. Joachim Fuchsberger, Eddi Arent u. a.

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