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Nach Jahren der Abstinenz werden mal wieder ein paar Prominente auf das Fort Boyard, eine Festung vor der französischen Atlantikküste, gebracht, das in seiner langen Geschichte auch mal kurze Zeit als Gefängnis gedient hat. Wer jetzt Hoffnungen hegt, man würde endlich ein paar Promis entsorgen, wegsperren und die Schlüssel im Atlantik versenken, der wird leider enttäuscht. Denn nach der Aufzeichnung sind wohl alle “Stars” zurückgekehrt.

Diese 3. Staffel des Formats wird von Andrea Kaiser, die ich nicht kenne und dem Namen nach erst einmal für eine Schlagersängerin hielt, bis ich las, dass sie Moderatorin ist, und Alexander Wesselsky, dessen Name mir auch nichts sagte, bis ich im Internet entdeckte, dass es sich um den von DMAX bekannten “Alexx”, besser bekannt als “Der Checker”, handelt. Na toll, da musste man sich echt fragen, ob man wirklich Kabel eins eingeschaltet lassen sollte.

Worum geht es eigentlich? Auf dem ollen Fort (warum man nicht ein altes Gemäuer im Inland gewählt hat, was die Produktionskosten extrem gesenkt hätte, entzieht sich meiner Kenntnis) müssen 2 Teams mit jeweils 3 “Prominenten” gegeneinander antreten, mehr oder minder spektakuläre Aufgaben bewältigen, um dann Schlüssel bekommen zu können. So weit, so schon 100 mal da gewesen.

Die heutigen Stars:
Team Blau: Alexandra Rietz, Gerrit Grass und Michael Naseband. Waaasss? Die kennt ihr nicht? Macht nichts, ich auch nicht. Sind wohl alles Darsteller in der Pseudo-Doku “K11 – Kommissare im Einsatz”, die Sat.1 ausstrahlt.
Team Rot: Lucy Diakovska, Marco da Silva und Martin Kesici. Kann man kennen, muss man aber nicht. Haben oder hatten alle was mit Musik zu tun.

Und so ging es an Seilen hängend durch die Luft, ins Wasser, an Mauern entlang, durch Wände und allerlei Krabbeltierchen. Mal einzeln, mal gegeneinander. Meine einschläfernde Schreibweise spiegelt auch ungefähr die Qualitäten von Frau Kaiser als Moderatorin der Show wider. Selten habe ich eine Frau so unsicher und monoton durch ein Programm führen sehen (außer der Standesbeamtin, die meine Frau und mich vermählt hat). Der etwas geschultere Checker Alexx machte dies aber wieder wett – wenn man denn seine Art mag. Also eher  nicht.

Zum Ergebnis: Team Rot war grottig, Team Blau super und somit hatte Zweiteres dann auch mehr Schlüssel und pro solchem 10 Sekunden mehr Zeit, Goldmünzen in einen Behälter zu schaffen, bevor die Tiger wieder freigelassen wurden. Die Behälter wurden dann am Ende gewogen. Natürlich hatten die K11ler mehr Kohle, die dann einem guten Zweck zugeführt wurde.

Schlimm ist, dass es weitere 8 Folgen geben soll, die sich in den Aufgaben kaum ändern werden. Einzig und allein das Scheitern und Benehmen der jeweiligen Kandidaten wird einen Unterschied machen. Aber will man das wirklich sehen?

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  1. Bildzeitung: Die schlimmen Jobs der GZSZ-Stars … Qualitätsjournalismus par excellence
  2. SO würde ich JEDE Let´s Dance Folge verschlingen …
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  5. Jumbos Würstchenmillionär – 3. Folge – die Zusammenfassung – Wer ist rausgeflogen?

12 Antworten bis “Fort Boyard – Stars auf Schatzsuche – 1. Folge”

  1. ..und wieder ein Beweis dafür, dass den TV-Machern nichts neues mehr einfällt.
    Nicht nur in der Musibranche werden eigentlich ganz schöne Lieder immer und immer wieder zu Tode gecovert..auch das Fernsehen versucht sich immer wieder in der Wiederverwurstung von Formaten.
    In den 90ern war das diese Show (wohl) wirklich spannend und fesselnd…heute dient es wohl der X-Prominenz alleinig dazu, nicht in der totalen medialen Versenkung zu entschwinden.
    Schrecklich, was man sich heute antun “muss”…wollen wir hoffen, dass das Nachmittagsformat für Hirnverbrannte sich nicht gänzlich auch auf den Abend hin ausweitet. Da lese ich lieber Zeitung und/oder schaue mir eine Dokumentation (demnach irgendetwas mit Anspruch und Sinn) an und Kabel1 kann eine Summe X gleich an wohltätige Zwecke stiften. Vielleicht gibt es ja eine Stiftung zur Erhaltung des Niveaus und Bildungsauftrags in der Medienwelt, oder sowas..zur Not einfach gründen.

    • In Frankreich ist es noch schlimmer, da läuft es ohne jahrelange Unterbrechungen …

    • Ich muss hier was zu Marcos Kommentar zu diesem Kommentar sagen: “In Frankreich ist es noch schlimmer” – das kann man meiner Erfahrung nach so nicht sagen, auch wenn ich die Sendung nun schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen habe. Aber erstens sind (bzw waren) die die einzelnen Spiele im Franzosenfernsehen von ganz anderem Kaliber, zweitens die Teilnehmer nicht gerade erst von der Lobotomie zurückgekommen und drittens die Moderatoren und das Team richtige Profis, nicht irgendwelche recycelten Pseudo-Berümtheiten aus anderen Medien… Wenn man es so aufzieht, dann kann da eine ganz nette Sendung draus werden. Zugegeben: Nix für den Grammy, aber passable Abendunterhaltung.

  2. Fort Boyard an sich ist gar nicht so weit im Wasser, man kann sogar fast hinlaufen ;-) Dies nur so als Hintergrundinfo…wird alles soooo spektakulär dargestellt, aber die Kamerperspektive hinkt und linkt auch immer ein wenig – von der anderen Seite könnte man nämlich locker das Festland ganz nah sehen ;-) ))

  3. Nee, Hase…eher mit so Sätzen wie “Herr Williams, wir müssen jetzt dringend die Fotos für Zeitschrift XY machen, damit Sie pünktlich in der Garderobe sind, bevor es los geht…” z.B. Köln 2006 (<– nicht gefaked…) ;-)

  4. Der Alexx ist in erster Linie erst mal als Sänger der Eisbrecher bekannt ;)

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