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Denkt man an Privatfernsehen (also RTL) und US-amerikanische Fernsehserien der 80er Jahre, kann einem eigentlich nur folgender Wortlaut in den Sinn kommen:

Er kommt … Knight Rider … ein Auto, ein Computer, ein Mann. (Sprechpause) Knight Rider … ein Mann und sein Auto kämpfen gegen das Unrecht.

Diese denkwürdigen Worte wurden mit markanter Stimme vom leider verstorbenen Christian Günther gesprochen.

Knight Rider … was habe ich diese Serie geliebt. Ich wollte wie David Haselnuss Hasselhoff sein (heutzutage ein nicht mehr wirklich erstrebenswerter Wunsch, aber dazu später mehr) und natürlich wollte ich immer so ein Auto.

Ich mochte alles an dieser Serie, den coolen LKW, die gut aussehende Mechanikerin. Doch dann wurde ich älter und mit jeder geschauten Wiederholung erschien der ganze Kram immer lächerlicher.

Die tolle Foundation für Recht und Entlassung Verfassung, wie es in der deutschen Synchronisation immer so schön hieß, half Menschen aus den verworrensten Situationen. Dabei ermittelte Michael Knight, der ehemalige Polizist, in bester Detektivmanier, jedoch ohne die altmodische Lupe, sondern unter Zuhilfenahme eines unkaputtbaren Wunderautos, dass allermöglichen Schnickschnack an Bord hatte. Leider auch eine künstliche Intelligenz mit einem Eigensinn, der zu mancher Reiberei mit dem Fahrer führte.

Die Funktionen waren natürlich total toll und deren Einsatz immer mit blinkenden Lämpchen und super Sounds verbunden. So sah man auf den Monitoren schon mal tolle Bilder, die mich mit ihrer Klötzchengrafik an Spiele meines C64 erinnerten. Und natürlich funktionierte wie beim Bondauto so gut wie nichts davon wirklich.

Genauso peinlich wie die Tatsache, dass David Hasselhoff, die Hälfte der Zeit seine Hände nicht aus den Taschen seiner viel zu kleinen Lederjacke bekommt, sind auch die Szenen, in denen man die ganzen technischen Tricks und Defekte am Auto sehen kann. Eine sehr schöne Analyse dazu findet man hier: Fehleranalysen Knight Rider – eine  alkoholgetriebene Analyse. Sehr lustig, man sollte etwas Zeit mitbringen, wird dafür aber auch köstlich unterhalten. Ebenfalls nett anzusehen ist der Versuch der Mythbuster, ebenfalls mit einem Auto in den Trailer eines fahrenden LKW zu fahren:

Um den Zuschauer bei Laune zu halten, wurde KITT mit immer absurderen Funktionen ausgestattet, die letztendlich im Super Pursuit Mode endeten, den ich sogar als Nichterwachsener einfach nur schlecht fand. Und so war die Serie auch nach 90 Episoden in 4 Staffeln beendet. Wer mehr Infos benötigt, findet diese eventuell in diesem Buch: Das Knight Rider Buch. Auch nett sind diese Outtakes, für die aber Englischkenntnisse von Vorteil sind:

Es gab diverse Ableger von Knight Rider in Form von Filmen und Serien, die aber die Erfolge des Duos KITT und David Hasselhoff nicht anknüpfen konnten. Und somit stellt sich jetzt nur noch die Frage: Was machen die denn heute alle so?

KITT:
Angeblich sollen alle originalen Fahrzeuge, die für die Dreharbeiten genutzt wurden, nach Abschluss der Dreharbeiten zerstört worden sein. Einige Replikas wurden angefertigt, von denen auch David Hasselhoff zwei erhielt.

Michael Knight (David Hasselhoff):
Taucht häufig in den Medien auf, meistens aber nicht mit positiven Bildern. Der Alkohol ist neben Burgern eines seiner Laster und seine Tochter hat nichts Besseres zu tun, als die Aussetzer ihres Vaters filmisch und fotografisch festzuhalten, um das Material dann zu veröffentlichen. Überall wo er auftaucht, singt er “Looking For Freedom“, was zwar eigentlich jeder scheiße fand, aber trotzdem kannte oder gar im Regal stehen hatte.

Devon Miles (Edward Mulhare):
Der Leiter der Foundation, ein typischer Brite, wurde eigentlich in Irland geboren. Er starb 1997 an Lungenkrebs.

Dr. Bonnie Barstow (Patricia McPherson):
Die fand ich echt gut, war ja schließlich mal ein Fotomodell. Diesen Monat wird sie aber schon 56, ist also rund 20 Jahre älter als ich und könnte somit meine Mutter sein. 1991 zog sie sich übrigens nach der Mitwirkung in weiteren Fernsehserien zurück und engagiert sich seit dem im Umweltschutz.

April Curtis (Rebecca Holden):
Die typische 80er-Jahre-Blondine, die zeitweise Bonnie ersetzte, zog sich bereits Ende der Achtziger aus dem Filmgeschäft zurück und konzentrierte sich auf ihre Gesangskarriere (Country).

Also insgesamt eher nicht so toll. Zwar hat die Serie mittlerweile Kultstatus, dass Sprungbrett für eine Hollywoodkarriere war sie aber anscheinend für keinen der Darsteller. Der einzige, der sprang, war eh nur KITT (Turbo Boost):

In diesem Sinne …

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3 Antworten bis “Knight Rider”

  1. Wie immer ein guter und gelungener Beitrag der mich ein wenig in meine Kindheit zurück versetzte. Danke für die Zeitreise. :-)

  2. Ich habe Knight Rider damals geliebt. Aber eher wegen dem Hoff. Heute schäme ich mich dafür. ;-)

    Die Mythbusters….GENIAL!

  3. Also was Du über David Hasselhoff schreibst stimmt so nicht! In den 90ern hat er immerhin Baywatch mit erfunden und bis vor 10 Jahren noch gedreht samt Ablege wie Baywatch Nights. Baywatch war wohl noch ein größerer Kult als Knight Rider und auch sehr viel erfolgreicher.

    Heute hat sich David Hasselhoff übrigens wieder ganz gut gefangen mit dem Alkohol, hat einige Therapien hinter sich und tritt auch wieder im US-TV auf. Und dann scheint er wohl auch musikalisch wieder “durchstarten” zu wollen:
    http://www.youtube.com/watch?v=Vn4dYKP6L34

    Glaube, der Mann hat wohl seine Nische gefunden. Und solange es immernoch Fans gibt… ;-)

    Lt. Wikipedia hat Rebecca Holden in letzter Zweit wohl wieder ein paar Filme gemacht:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Rebecca_Holden

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