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Anfänglich war das echt noch lustig und auch wir stürzten uns auf diverse Castingformate und schrieben hier lustige Zusammenfassungen der gesehenen Sendung. Zumindest ich (Marco, der Gutaussehende da oben im Header ;-) ) bin mittlerweile einfach nur noch genervt. Und ich habe es wirklich versucht, habe mir die ein oder andere Folge von “Das Supertalent” oder “X Factor” angetan. Aber es ging nicht.

Die Acts, bei denen man sagt “Wow, der (oder die) hat was drauf.” sind verschwindend gering, oftmals sind nur noch Flachpfeifen unterwegs. Gut, die gab es früher auch, aber da war es noch lustig. Da sich aber nicht mehr genügend Leute finden, die sich freiwillig blamieren wollen, greift man immer häufiger aus Protagonisten aus anderen Sendeformaten zurück. Vielen Zuschauern mag das nicht auffallen, aber da wir ja echt jeden Mist gucken, erkennen wir die Leute natürlich wieder. Und das finde ich dann noch peinlicher, als total irre Acts, die eh im Ausland eingekauft wurden.

Hinzu kommt dieser ganze Jury-Mist. Ständig wird die Besatzung ausgetauscht, es wird sich untereinander angezickt – egal ob gestellt oder echt – und man spielt sich wie der Mittelpunkt der Erde auf, anstatt das (Gesangs-)Talent in den Fokus zu rücken. Die ersten Staffeln sind immer recht lustig, doch mit dem jährlichen Voranschreiten wird es immer schlimmer. Und das trifft auf die eingangs genannten Sendungen genauso zu, wie auf die Dschungelcamp-Kacke oder den BB-Container-Müll.

Mein Fernsehkonsum beschränkt sich derzeit auf amerikanische Krimiserien. Da kann man so schön bei einnicken.

Und ihr so? Guckt ihr den Castingkram echt noch?

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3 Antworten bis “Nervende Castingshows”

  1. da kann ich dir nur voll zustimmen, ich bin eine die sich auch jeden “mist” anschaut bzw. sogar auf festplatte aufnimmt, um ja nix zu verpassen, aber jetzt reicht es sogar mir (und das heißt was ;-) )
    die wirklich guten sind verschwindend gering – vor allem beim supertalent nervt mich, dass es zur “freakshow” mutiert….schade um manche echten talente….
    euch vielen dank für die tollen beiträge, macht weiter so!!!

  2. Ich habe vor ca. 2 Jahren entgültig damit aufgehört. Gleiches gilt auch die Kuppelshows, Bauer sucht Frau, Schwer verliebt, Schwiegertocher gesucht und und und….

    Hab vor ein paar Wochen mal eine Folge Supertalent aufgenommen. Nachdem ich alles vorgespult habe was langweilig war, kam ich vielleicht auf 20 minuten reine Show. Wer will den 20 mal in einer Show, irgendwelche Leute in SlowMotion sehen wie sie erstaunt zur Bühne blicken.

  3. Im Casting nichts neues!

    Tänzer, die nicht tanzen können,
    Blinde, die komischerweise immer musikalisch sein müssen,
    tierische Auftritte, bei denen der Tierschützer im Kreise springt,
    kleine Kinder, welche die Einschaltquote steigern, jedoch mit dem Publikum und einem “Nein” der Jury oftmals überfordert sind,
    Akrobaten, die sehr oft aus dem Ausland kommen und die Frage aufwerfen, sollte eine Talentshow nicht regional, d. h. auf das Einzugsgebiet des Senders, begrenzt sein?,
    Schlucker, Furzer, Rülpser und all diejenigen, die überhaupt kein Talent haben und sich selbst vorführen bzw. von RTL vorgeführt werden,
    nicht zu vergessen die Castingshow-Resteverwertung, in der gescheiterte Promi-Existenzen sich noch einmal die Ehre geben.
    Auch nicht zu vergessen seien diese unsäglich nervigen Mitleidsstories! Ein Talent hat Talent und er hat dieses nicht, weil er irgendein trauriges Ereignis aus seinem Leben zu berichten weiß, mit dem er sein Talent komischerweise immer verknüpfen muss.
    Hab ich was vergessen? ;-)

    Und das geht schon Jahre lang so. Die Sendungen sind weiterhin erfolgreich, sie bieten ja auch immer skurileres, was aber mit echtem Talent nichts mehr zu tun hat.

    “Das Unterhaltungstalent” würde besser passen, denn jemand, der nur gut singt, seine Songs jedoch nicht selber schreibt, ist für mich noch lange kein SUPER-Talent.

    Aber wozu, und das gilt sowohl für Supertalent, als auch für X-Factor sowie DSDS, sollte ein talentierter Singer auch ein talentierter Songwriter sein?
    Muss er ja gar nicht, denn die Songs kommen, sodenn er am Ende gewinnt, eh von der Stange. Aber viele stört das auch gar nicht!
    Jemand verglich das mal damit, dass wir ja gerne Brötchen und Kuchen essen, aber wir sie uns ja auch beim Bäcker kaufen:
    Wer gerne Brötchen isst, ist noch lange kein Bäcker. Sprich, wer gerne singt, muss kein Songwriter sein. Ihm reicht es auch die fertigen Songtext-Brötchen vorgesetzt zu bekommen…

    Das, und die eingekauften Akrobaten und die Nichtskönner sorgen für dieses Langeweile-Gefühl beim Zuschauen. Man wartet auf etwas noch nie da gewesenes, weiß aber, dass man in 2,5 Stunden nicht wirklich viel zu erwarten braucht.

    Und diese ewigen Wiederholungen von Versprechern, Phrasen und komischen Dialogen gehen schon seit der letzten DSDS-Staffel gehörig auf den Senkel.

    Castings sind schon lange zu einer reinen Unterhaltungsmaschinerie geworden. Man könnte die Talente auch durch Laiendarsteller ersetzen, hätte am Ende den gleichen Effekt.

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