Dauerwerbeblog

Ich war grob geschätzte 13 Jahre alt und fiel somit voll in das Beuteschema des US-Militärs, als ich den Film “Top Gun” sah, der in Deutschland ja wie üblich einen total töften Untertitel (“Sie fürchten weder Tod noch Teufel”) erhalten musste. Wäre ich amrikanischer Staatsbürger gewesen, hätte ich mich vermutlich sofort auf Lebzeit verpflichtet – voller Hoffnung, irgendwann eine F14 “Tomcat” fliegen zu dürfen. Wahrscheinlich hätte ich aufgrund von Unfähigkeit bis zu meiner Pensionierung Latrinen geschrubbt, aber das ist ein anderes Thema.

Binnen kürzester Zeit hatte ich den Film so oft gesehen, dass ich jede Szene auswendig kannte, jeden Dialog mitsprechen konnte (das kennen die weiblichen Leser wohl von Dirty Dancing), den jungen Tom Cruise obercool fand (wer wollte nicht Lt. Pete „Maverick“ Mitchell sein?) und auch total auf Kelly McGillis stand (was mir heute total unerklärlich scheint), die eine Instruktorin namens Charlotte „Charlie“ Blackwood mimte. Und ich mochte Kawasaki Motorräder und den Porsche 356 in der Cabrio-Version, auch wenn dieser dank des Films etwas zu einem Frauenauto degradiert wurde.

Natürlich war dies ein großteils ein verseuchter Werbefilm, der aber dennoch recht erfolgreich war, auch wenn er vor Fehlern nur so strotzt. Die Flugszenen waren einfach super, die Musik auch und es ist heutzutage immer wieder witzig zu sehen, welche heutigen Weltstars damals eine kleine Nebenrolle in dem Film besetzen durften. Bestes Beispiel dafür ist Meg Ryan, die als Carol Bradshaw die Frau von Mavericks Copiloten Lt. Nick „Goose“ Bradshaw mimt, der ja im Film stirbt. Oder aber Val Kilmer alias Lt. Tom „Iceman“ Kazanski, den damals auch keine Sau kannte.

Natürlich besitze ich den Film als DVD (einziges Extra ist hierauf die Möglichkeit, den Film in geschätzt 28,3 Trillionen verschiedenen Sprachen zu sehen, wobei das bereits erwähnte Kennen aller Dialoge außerordentlich hilfreich ist, und das ganze zu einer spaßigen Sache werden lässt), den Soundtrack als CD und niemals werde ich diese Sachen abgeben.

Und was ist hier jetzt gelästert? Nichts. Außer, dass es vor einigen Tagen kaum Alternativen im Fernsehen gab und man sich nur zwischen zich Wiederholungen das kleinste Übel auswählen durfte. Ich wählte eine Mischung aus Top Gun und Sister Act 2.

Habt ihr einen Kultfilm, den ihr schon tausend mal gesehen habt?

New Kids? Kennt ihr nicht, dann schaut euch das hier mal an, denn das ist der niederländische Trailer (aktuell ist es noch nicht bekannt wann New Kids Turbo ins deutsche Kino kommt) :

Am 09.12. kommt der Film also in die niederländischen Kinos und ich glaube die Holländer werden sich ganz schön wundern wieviele Deutsche auf einmal in die Kinos des Nachbarstaates wollen, denn auch wenn ihr es nun nicht glauben könnt, die New Kids haben hier in Deutschland schon eine Fanbase.

Geile Szene wo der Rikkert mit dem Kinderfahrrad hinter dem Manta hergefahren ist, oder? In den anderen Folgen fährt eigentlich ein anderer (Gerrie) alle diversen Fahrzeuge, da wird schon mal mit einem Gabelstapler ein Campingplatz unsicher gemacht oder mit einem Roller auf dem Kinderspielplatz gespielt. Ich mag ja solche Trash Sendungen mit der totalen klischeemäßigen Übertreibung , ausserdem stehe ich total auf diesen Manta B… und der Soundtrack hört sich doch schon in der Vorschau mehr als genial an, es leben die 90er Jahre – “Promised Land” von DJ Paul Elstak war schon damals ein Burner und ich denke das es im Film noch mehr Happy Hardcore / Eurodance Songs geben wird.

Hier in Deutschland gibt es die “New Kids” alias Rikkard, Richard, Berry, Gerry, Robbie aus Maaskantje auf Comedycentral. Hier gibt es übrigens ein Making Of (und ich bin echt enttäuscht, denn die Jungs sehen nicht wirklich so aus ;-) ) – hier mal ein kleines Best Of … (dort findet ihr die “besten” Sprüche)

Fans wird es tierisch freuen, dass ab dem 03.12.2010 es die New Kids – Superstaffel – Sonderedition – auf DVD gibt, da sind dann nachfolgende Folgen drauf:  Rot ist tot, Boxsack, Polizeifreund,  Knoepert, Campingplatz, Beziehungsprobleme, Betrunken,  Rubbellose, Dekorieren,  Babysitter, Hasten, Supermarkt, Strand, Feuerwerk, Chinese, SWAT, Pistole, Fak Tag und Bushaltestelle !

Dreht die Lautsprecher auf, denn hier gibt es den Titelsong – der einem ganz schön auf die Nerven gehen kann, aber sich doch irgendwie ins Gehirn einbrennt. Wie findet ihr solche Trash-Formate ? Schaut ihr euch das an ? Schreit ihr nun New Kids ik hou van jou – oder haltet ihr nun alle Holländer für total bekloppt? Also wenn ich ein A-Team gebrauchen könnte, würde ich die Jungs nicht anrufen ;)

Wir sitzen zwar viel vor der Glotze, um immer entsprechenden Nachschub für laester.TV sicherzustellen, doch wir sind was das Niveau angeht freilich nicht unbedingt mit den in diversen Talkshows am Mittag vorgeführten Menschen zu vergleichen (auch wenn ich mir da bei Jens nicht so sicher bin). Und so kam es, dass ich tatsächlich mal wieder ein Buch in die Hand nahm. Nein, kein Comic, sondern so ein richtig mit Buchstaben, Wörtern, Sätzen, Absätzen und Kapiteln. Und zwar ein mächtiges Buch – 918 Seiten im Leineneinband. Die Wahl fiel nämlich auf Shogun, den Klassiker von James Clavell. Obwohl das Buch schon etwas älter ist, ist es trotzdem zeitlos und sehr lesenswert.

“Warum nervt uns der Spasti mit ‘nem Buch?” mag sich der ein oder andere Leser nun fragen. Das liegt am Grund, aus welchem ich das Buch gelesen habe. Der Roman aus dem Jahre 1975 wurde nämlich schon 1980 verfilmt und Anfang bis Mitte der 80er Jahre als Mini-Serie im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Und natürlich war ich als Kind fasziniert davon: Schiffe, Samurais und Schwerter. Und süße Japanerinnen.

Denn neben der Figur John Blackthorne, die meistens Anjin-san genannt und von Richard Chamberlain gespielt wurde, und dem Fürsten Toranaga, dessen Figur den Schauspieler Toshiro Mifune bekannt machte, gab es da noch die Dolmetscherin und spätere Geliebte von Blackthorne: Mariko-san, gespielt von Yoko Shimada. Man, fand ich die geil, obwohl ich noch recht jung war. Kaum zu denken, die Frau ist mittlerweile auch schon 57. Aber ich fand sie toll, mochte auch ihre deutsche Synchronstimme. Leider konnte ich keine deutschsprachigen Videos auf Youtube finden. Hier aber ein paar aneinandergereihte Bilder und die Titelmelodie zur Serie:

Nun ein wenig Lästerei: man muss zugeben, dass das Buch wie so häufig wesentlich besser ist, als die Serie, die auch mal als Film ausgestrahlt wurde. Es ist natürlich nicht möglich, alle Details unterzubringen und auch manche Gegebenheiten in der Serie, die es übrigens auch auf DVD gibt, stimmen nicht mit der Vorlage überein. Eins fand ich allerdings merkwürdig: kann sich jemand daran erinnern, dass Blackthorne geblendet wird und dann blind ist? Ich meine, das aus der Serie in Erinnerung zu haben, wartete auf die Stelle im Buch, doch sie kam nicht. Einbildung?

Bleibt zu sagen, dass ich so etwas trotzdem mal wieder gerne im TV sehen würde – zumindest lieber als die 10. Reality-Soap über beleibte Menschen oder was den Sendern sonst noch so als Sommerlochstopfen einfiel. Sayonara!

Kürzlich schrieb jemand zu einer Trash-TV-Sendung, dass nun nur noch Frau Wittler die Bude schön machen und Herr Zwegat sich ums Geld kümmern müsste – also die Figuren aus diversen Sendungen zusammenkommen. Genau diesen Gedankengang aufgreifend spinnen wir hier nun eine hoffentlich lustige Geschichte, in der wir versuchen, so viele Figuren aus Serien, Filmen und der Werbung wie möglich unterzubringen. Da dies recht lang werden könnte, werden wir diese “Neverending Story” einfach in bequemen Häppchen servieren.

Die Namen der Serien, Filme und der darstellenden Figuren werden größtenteils extra nicht erwähnt. Man darf also gerne mitraten, wen wir meinen und seine Vermutungen in den Kommentaren niederschreiben. So und jetzt genug geschwafelt – los gehts:

Ein junger Mann parkt seinen gelben Mustang vor einem älteren Gewerbegebäude und hinkt auf einen Stock gestützt hinein. Drinnen erwartet ihn ein Computerfreak und während dieser viele bunte Knöpfchen an seiner monströsen Schaltzentrale betätigt, tauscht der junge Mann die Straßenkleidung gegen eine schwarze Motorradkombi. Er steigt auf das im Nebel der sich öffnenden Kammer auftauchende Motorrad. An der Seite des Gebäudes schieben sich wie von Zauberhand zwei Reklamewände auseinander und aus dem entstandenen Loch kommt das Mopped gehüpft. Noch bevor er auf der Straße landet, berührt sein Hinterrad das Dach eines seinen Weg kreuzenden schwarzen Sportwagens, der daraufhin mit quietschenden Reifen zum Stehen kommt.

Der große lockige Fahrer mit der viel zu kleinen Lederjacke steigt aus und blickt dem sich schnell entfernenden Zweirad hinterher. Als dieses außer Sichtweite ist, schaut er auf das Dach seines Trans-Am, wohlwissend, dass es unkaputtbar ist, was ihm die Laberkarre auch sogleich unaufgefordert mitteilt. Genervt steigt er wieder in den Wagen, in dessen Innerem sich fast so viele Knöpfchen wie am Schaltpult des Freaks in der Halle nebenan befinden, und schaut auf die Monitore, wo in C64-Klötzchengrafik zwar ein schwarzes Fahrzeug, aber weit und breit kein Motorrad zu sehen ist. Also tritt er die Heimfahrt an.

Auf dem gegenüberliegenden Dach hockt ein Typ in blauen Leggins und einem blau-roten Oberteil, der alles ganz genau beobachtet hat. Indem er so etwas ähnliches wie Seile von einer Hauswand zur auf der einen Straßenseite zur nächsten auf der anderen Straßenseite schießt, nimmt er die Verfolgung des Wagens auf. Während dieser die 3. Kreuzung in Folge schadfrei überquert, setzt beim Verfolger aufgrund eines leichten Schnupfens der Spinnensinn aus und so klatscht er volles Rohr auf die Breitseite eines von links kommenden schwarzen Vans mit auffälligem rotem Streifen. Doch ehe der stämmige, dunkelhäutige Fahrer nach dem Aussteigen fluchend um seinen Wagen gelaufen ist, um seine Irokesengranate zu werfen, ist der Legginsträger schon nächste Hauswand hochgeklettert, freilich nicht ohne die Milchschnitte essenden Speedkletterer zu überholen, die sich mal wieder ausgeschlossen haben.

To be continued …

Die Besetzungsliste von “The Expendables” liest sich wie eine Wunschliste: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Randy Couture, Arnold Schwarzenegger, Mickey Rourke, Bruce Willis, Steve Austin und und und… die Actionhelden der 80er / 90er Jahre.

Es fehlten noch: Jean-Claude van Damme, Steven Seagal, Kurt Russell, Chuck Norris und Wesley Snipes – dann wäre die Besetzung komplett gewesen. Jean-Claude van Damme hatte angeblich genauso wie Kurt Russell keine Lust.

Ich hatte gestern Abend richtig Lust mal auf einen guten Actionfilm, mit viel geballer – ohne viel Sinn und viel Action, jedoch wurden die teilweisen sehr harten Actionszenen durch langwierige Gespräche unterbrochen, die sicherlich “Sinn ergeben” und “alte Werte” vermitteln sollten – aber mal ganz ehrlich: das Publikum hat bei dem Aufgebot von Action-Stars etwas anderes erwartet und auch verdient – denn wenn man in einen Film mit diesen Hochkarätern der Action-Film Kunst geht , dann will man keine Liebesschnulze , keinen weinenden Mickey Rourke und keinen verlassenen Jason Statham sehen…

Es gibt viele witzige Szenen, viele “versteckte” Kalauer / Witze – teilweise auf Kosten von dem “kleinen” Jet Li und wir lernen das kleine Menschen es schwieriger haben. Wunden auf kleinen Menschen sind z.B. größer ;-) .

Die Gastauftritte von Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger waren auch nur schmückendes Beiwerk, zum wirklichen Film haben diese scheinbar nur ihre Namen beigetragen, die Szene hätte man auch weg lassen können. Sylvester Stallone ist alt geworden, in einer Szene wo er einem Flugzeug hinterherläuft dachte ich spontan an einen Orang Utan dem man die Banane entrissen hat. Erschrocken habe ich mich als ich Mickey Rourke (ja, der aus 9 1/2 Wochen) gesehen habe – und auch Dolph Lundgren ist definitiv die richtige Besetzung für den Typen den er spielt.

Am Anfang startet der Film schon recht “actionlastig” mit einem Hang zum Trash-Format , dann folgt ein relativ langatmiger Mittelteil doch am Ende holt Sylvester Stalone, der in dem Film definitiv zusammen mit Jason Statham die Hauptrolle intus hatte, noch mal zum großen Paukenschlag aus – da wurde der Zuschauer so unterhalten wie er es erwartet hatte: Bomben, Raketen, Explosionen – Menschen, Massen, Sensationen.

Das ganze natürlich gespickt mit einem ungesunden Hang zur Übertreibung, aber das ist dem Genre wohl erlaubt! Wer auf Action steht – darf sich den Film ruhig anschauen.

Der Soundtrack von The Expendables ist allerdings gelungen, den The Expendables – Soundtrack kann man sich durch aus mal gönnen wenn man auf die Art von Musik steht, leider sind nicht alle Songs aus dem Film im Soundtrack…

Hier noch mal die Besetzung:

Sylvester Stallone: Barney Ross (der Chef vom ganzen)
1955er Ford F100: Das Auto / der Pick Up von Barney Ross !
Jason Statham: Lee Christmas (natürlich ein Ladykiller)
Jet Li: Yin Yang (über den macht man(n) sich lustig)
Dolph Lundgren: Gunnar Jensen (gute Darstellung)
Terry Crews: Hale Caesar (extrem kleine Rolle)
Randy Couture: Toll Road (unwichtige Rolle)
Bruce Willis: Mr. Church (stirbt nicht – auch nicht langsam)
Mickey Rourke: Tätowierer Tool (nette Rolle)
Giselle Itié: Sandra (Tochter vom General)
Lauren Jones: Cheyenne (Gespielin von Tool)
David Zayas: General Garza (so stellt man sich den vor)
Eric Roberts: James Munroe (gut gespielt)
Steve Austin: Dan Paine (für einen Wrestler gut gespielt)
Gary Daniels: The Brit (unwichtige Rolle)
Arnold Schwarzenegger: Trench (der aber lieber Präsident wird)

Fazit: Kann man sich anschauen, man kann es aber auch lassen.

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