Endlich ist der Mist vorbei und wir haben eine neue wild zusammen gecastete Girlband mit dem “interessanten” Namen LaVive. Aber wer ist drin? Es gab die folgende Ausgangssituation: Charlotte Engelhardt führte wie immer durch die Liveshow und die Jury bestehend aus Marta, Thomas und Detlef durfte wieder Kommentare abgeben. Sarah, Meike und Julia waren schon in der Band und nun musste das vierte und letzte Mitglied gefunden werden. Zur Auswahl standen Pascaline (merkwürdige Art), Yonca (Sarahs Favoritin), Esra (die Ghettobraut) und Katrin (eher Solokünstlerin, oder?).
Die Show begann mit einer Tanzeinlage von Detlef D! Soost und seinen Mannen zu einem Live-Auftritt von Madcon, die erst ein Stück von “Glow” und dann von “Freaky Like Me
” sangen. Somit hatten wir dann die ersten 4 Minuten schon mal rum bekommen. Dann kam Charlotte Engelhardt, die wieder mal extrem bescheiden gekleidet war, mit den 4 verbliebenen Kandidatinnen zur neuen LaVive-Single “No time for sleeping”, die ich immer noch scheiße stuhlgangig finde, auf die Bühne, um diese wieder weg zu schicken. Es folgte ein Gespräch mit Oliver Pocher und Nele, einem kleinen Mädchen. Der Sinn hatte sich mir aufgrund von Unaufmerksamkeit leider nicht erschlossen. Das Mädel war aber für Katrin als letztes Bandmitglied und begründete das irgendwie mit Haarfarben.
Dann wurden die bisherigen Bandmitglieder gezeigt und auch Julia war für Katrin als 4. Mitglied. Dann erklärte Charlotte noch das 3-Runden-Prozedere, stellte die Jury vor und erzählte, welche musikalischen Stars noch auftreten würden. Und dann begann endlich die erste von drei Runden.
Yonca
Sie sang “Waka Waka (This Time For Africa)” von Shakira. Gesanglich grottig und tänzerisch (was ja eigentlich ihr Ding sein sollte) auch eher mäßig.
Pascaline
Sie sang “Bed Of Roses” von Bon Jovi. Wurde dabei anfänglich vom Klavier übertönt, dann wurde sie lauter, klang aber gefühllos. Und die Frisur war wieder einmal unterirdisch, wie bei fast jedem ihrer Auftritte.
Esra
Sie sang “If I Were A Boy” (was für ein passender Titel) von Beyonce und hatte einen Blick drauf, als würde die in ihrer Hood an der Bushaltestelle Leute anpöbeln. Gesanglich fand ich es eher so lala.
Warum auch immer gab es dann Werbung, was ich merkwürdig fand, denn nach Katrin gab es erneut Werbung.
Katrin
Sie sang das allen TV-Total-Event-Guckern bekannte “One Moment In Time” von Whitney Houston. Auch sie konnte mich heute gesanglich nicht so ganz überzeugen, wobei Whitney Houston aber auch wirklich schwer ist. Von den 4 Kandidatinnen war sie meines Erachtens aber dennoch die stärkste Sängerin. Auch Charlotte war der Meinung, dass in der Band noch eine Blondine fehlen würde. Suggestion?
Dann wurde zum ersten Telefonvoting aufgerufen und in die Werbung abgegeben. Immerhin war danach die erste Stunde schon um, es gab also Licht am Ende des Tunnels.
Weiter ging der Schmarrn die Show aus Köln mit einem weiteren Votingaufruf samt Zeitlimit. So ein Countdown ist ja immer was für das gröllende Studiopublikum. Dann begann die Warterei auf den Notar und die Zeit wurde sich mit irgendeinem Schwachsinn vertrieben (Internetvoting, etc.). Dann erlöste uns der Notar und Charlotte verkündete nach dem üblichen Marco-Schreyl-Endlosgeschwafel den 1. Loser des Abends: Yonca. Pech für sie und Sarah, deren Reaktion leider nicht gezeigt wurde, die ich aber gerne gesehen hätte.
Nachdem man irgendwo Nena ausgegraben hatte (zumindest sah diese so aus, bei Resident Evil habe ich auf so aussehende Wesen geschossen) und dieser Heppner an die Seite gestellt hatte, sangen die beiden Künstler eine neue Version von “Haus Der Drei Sonnen“. Danach ging es dann in die 2. Runde.
Katrin
Diesmal sang sie begleitet von den 3 bereits bestehenden Bandmitgliedern “I Want To Know What Love Is” in der Version von Mariah Carey (im Original von Foreigner). Den Auftritt fand ich ganz gut.
Es folgte eine wieder mal schlecht platzierte Werbepause, die mir aber die Gelegenheit gab, vorsorglich ob der zu erwartenden Auftritte von Esra und Co. schon mal ein paar Tropfen gegen Übelkeit unverdünnt einzunehmen. Nach einigem Gute-alte-Zeit-Geschwafel von Thomas Stein ging dann Runde 2 weiter.
Esra
Sang als 2. Titel – ebenfalls mit Unterstützung von Incomplete LaVive – den schönen Titel “Angels” von Robbie Tobbi Fliwatüt Williams. Gar nicht mal so schlecht. Allerdings auch gar nicht mal so gut. Könnte aber sein, dass meine schlechte Meinung über die zickige Göre mein Dingsbums (hab vergessen, was ich schreiben wollte) trübt.
Pascaline
Pascal Pascaline sang “Empire State Of Mind” von Alicia Keys. Ich mag Alicia Keys. Ratet mal, wen ich nicht mag. Genau. Pascaline, die Alicia Keys Lieder singt. Außerdem: Arme runter oder Nachrasieren der Achselhöhlen! Vielen Dank! *würg*
Es folgte der nächste Votingaufruf, um den millionenfach zuschauenden Teenagern auch noch das letzte Prepaidguthaben vom Handy zu zerren, bevor diese die Telefonrechnungen ihrer Eltern in schwindelerregende Höhen katapultierten. ProSieben investiert die Kohle aber bestimmt gut, wenn auch nicht zwingend in die Vermarktung der neu erschaffenen Band, sondern vermutlich eher für eine Verbesserung der Firmenflotte oder des Caterings. Aber egal. Um noch mehr Kohle zu scheffeln, präsentierte Charlotte vor der Werbeunterbrechung noch schnell das Popstars-Magazin, dass sich der geneigte Teenie morgen früh direkt an der Dorftanke kaufen wird. Yeah!
Die drei Finalistinnen durften dann gemeinsam mit Madcon “Beggin’” performen und weiß echt nicht, wessen Gejaule Gesang ich schlimmer fand. In der Hoffnung, keine bleibenden Schäden davon zu tragen, nahm ich die in weiser Voraussicht von der Bundeswehr mitgenommen Ohrenstöpsel gegen Knalltrauma wieder raus, um dem merkwürdigen Dialekt Thomas Steins zu lauschen, als dieser Englisch sprach.
Es ging an den nächsten Votingaufruf samt Countdown und Schnelldurchlauf (für diejenigen unter den Zuschauern, die sich keine 3 Auftritte merken können – also für Menschen wie mich zum Beispiel), sowie die nächste Entscheidung und als Zweites durfte sich dann Pascaline vom Popstars-(Alb)Traum verabschieden. Schwein gehabt. Dem (Band-)Tod sozusagen noch mal so gerade von der Schippe gesprungen.
Es war 22:30 Uhr und vor allen Dingen noch kein Ende in Sicht. ProSieben scheint nach Raabs TV-Total-Events nun echt jeden Kram künstlich in die Länge zu ziehen. Es ging dann mit Monrose weiter, von denen ich dachte, dass sie sich eigentlich schon aufgelöst hatten. Sie performten live ihre neue Single “Breathe You In“. Ich dachte immer aufgelöst, sei aufgelöst und nicht “aufgelöst in 12 Wochen” oder so. Na ja, egal. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass es in China zu einem erneuten Reissackumfall gekommen ist – tragisch, oder? Es folgte eine weitere Werbeunterbrechung, die mich weiter ermüden ließ. Und als ich schon fast weggenickt war ging es weiter mit … ja womit eigentlich?
Ach ja, Popstars und zwei Auftritten der beiden möglichen LaVive-Bands als Runde 3. Das heißt, man durfte sich zweimal dieses mehr als bescheidene Lied zu Gemüte führen, dessen Titel ich hier nicht schon wieder erwähnen werde. Erst durfte Esra mit den anderen Bandmitgliedern trällern, dann Katrin. Aufgrund des miesen Lieds konnte ich mich leider nicht auf Unterschiede konzentrieren. Ich freute mich einfach nur, als ich hörte, dass dies die letzten Auftritte der Kandidatinnen für heute waren.
Um den Anruf- und SMS-Willigen genügend Zeit zu geben, für das Voting ihr Geld aus dem Fenster zu schmeißen, gab es noch einen mehr oder minder langweiligen Einspieler und Ich + Ich gaben ihr “Hilf Mir” zum Besten. Noch nie war ein Lied bei Popstars passender! (Gag von Jens geklaut!) Im Schnelldurchlauf von 2 Liedern (!) verstärkte sich meine Abneigung gegen das Lied noch mehr. Nach dem Countdown noch etwas Geblubber von Charlotte in Interaktion mit den Finalistinnen. Dann war es endlich soweit. Raus war Esra. Katrin ist in der Band, so wie es die ganze Sendung über schon suggeriert wurde.
Somit ergibt sich Folgendes:
Die Band heißt LaVive, besteht aus den Mitgliedern Sarah, Meike, Julia und Katrin und die erste Single heißt “No time for sleeping” und bereits im nächsten Jahr wird man vermutlich nichts mehr von ihnen hören. Aber macht ja nichts, denn Popstars 2011 kommt garantiert. Vielleicht heißt es dann Boys forever. Oder Rentner forever. Oder Kirchenchor forever. Wer weiß?
Und wir sind jetzt schon gespannt, wer dann neben Detlef D! Soost in der Jury sitzen darf und bewerben uns hiermit bereits jetzt für diese Posten. Allerdings nur, wenn es doch wieder eine Girlband wird.
In diesem Sinne …
Das so genannte Kleingedruckte in normaler Schriftgröße:
Dieser Beitrag wurde zu später Stunde und unter dem Einfluss schlechter musikalischer Interpretationen eigentlich schöner Lieder geschrieben, hat 1.359 Worte / Wörter / Buchstabenkonstrukte und kann daher Rechtschreibfehler enthalten, die Sie nach Ihrer Entdeckung bitte sorgfältig ausschneiden und auf Ihre Kosten an ProSieben schicken. Oder sammeln. Wir werden in Kürze bestimmt ein passendes Sammelalbum dafür raus bringen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und die Mühen.







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