Dauerwerbeblog

In Ermangelung an brauchbaren Alternativen, die einem aus dem Röhrenapparat, den man mir damals noch als Fernseher verkauft hat, während man heutzutage ja nur noch “HD-ready-surroundsound-ambilight-dingsbums-trallala-Flat-Screen-TVs” bekommt, entgegen geschleudert werden, schauten wir uns am gestrigen Samstag den 04.06.2011 tatsächlich noch mal eine Ausgabe der Sendung “Schlag den Raab” auf ProSieben an. Wobei anschauen jetzt fast schon übertrieben ist. Es lief halt im Hintergrund und erschien mir besser als der Silbereisen Florian, den man mir bei den Öffentlich-Rechtlichen für die tollen durch Mitarbeiter der GEZ eingetriebenen Gebühren um die Ohren hauen wollte.

Die erste augenscheinliche Veränderung war, wie ich später, als ich mich aus der Küche zum traditionellen Fernsehaufstellort – dem Wohnzimmer – schleppte, feststellen durfte die, dass Herr Opdenhövel wohl keine Lust mehr auf Stefan Raab hatte. Oder umgekehrt. Aber mir egal. Viel schlimmer war der Ersatz. Denn wer nun glaubt, man hätte einen der Show angemessenen jungen, dynamischen Moderator gefunden, der mit Wortwitz durch die Sendung führt, der hat leider Pech gehabt, denn stattdessen kam Steven Gätjen.

Ich kann meiner Abneigung gegen diesen Herrn kaum genug Ausdruck verleihen, sind es doch diverse Punkte, die mich an ihm stören. Einerseits ist es das Aussehen. Der Seitenscheitel in Kombination mit dem Anzug lässt ihn vor meinem geistigen Auge eher ein stinklangweiliges Wirtschaftsmagazin moderieren. Oder wahlweise eine Schlagershow im Ersten – gerne als Duett mit dem erwähnten Herrn Silbereisen. Andererseits mochte ich seine Art nicht. Er trat arrogant auf und konnte mit vielen Situation nicht so locker umgehen wie sein Vorgänger. Anstatt mit einem flotten Spruch einfach über Dinge hinweg zu gehen kamen in trotzigem Von-oben-herunter-Ton Sätze wie “Ich habe es euch doch jetzt schon x-mal gesagt …” Der hörte sich an wie meine Deutschlehrerin und nicht wie ein lockerer Moderator. Aber was ich erwarte ich auch von jemandem, der “Gülcans Traumhochzeit” moderiert hat?

Ach ja, Kandidaten gab es auch. Da Stefan zumindest vor den Spielen noch fit war, durfte diesmal wohl auch wieder ein Mann gegen ihn antreten. Das Rennen bei der Vorauswahl machte Tobias Rieder, der wohl Arzt bei der Bundeswehr ist, was sich im Laufe der Show noch als nützlich herausstellen sollte. Letztendlich schlug sich Tobias beim Kampf um 1 Millionen Euro, die im Jackpot lagen, ganz gut gegen Stefan, der dann aber letztendlich gewann. Lange ging es, immerhin bis Spiel 14. Und mit einer Verletzung beim Nudelgreifen. Nein, nicht was ihr jetzt wieder denkt, auch wenn die Sendung wohl in Köln produziert wird.

Alles in allem waren einige nette Spiele dabei, aber wenn man es nicht gesehen hat, hat man auch nichts verpasst.

Endlich ist der Mist vorbei und wir haben eine neue wild zusammen gecastete Girlband mit dem “interessanten” Namen LaVive. Aber wer ist drin? Es gab die folgende Ausgangssituation: Charlotte Engelhardt führte wie immer durch die Liveshow und die Jury bestehend aus Marta, Thomas und Detlef durfte wieder Kommentare abgeben. Sarah, Meike und Julia waren schon in der Band und nun musste das vierte und letzte Mitglied gefunden werden. Zur Auswahl standen Pascaline (merkwürdige Art), Yonca (Sarahs Favoritin), Esra (die Ghettobraut) und Katrin (eher Solokünstlerin, oder?).

Die Show begann mit einer Tanzeinlage von Detlef D! Soost und seinen Mannen zu einem Live-Auftritt von Madcon, die erst ein Stück von “Glow” und dann von “Freaky Like Me” sangen. Somit hatten wir dann die ersten 4 Minuten schon mal rum bekommen. Dann kam Charlotte Engelhardt, die wieder mal extrem bescheiden gekleidet war, mit den 4 verbliebenen Kandidatinnen zur neuen LaVive-Single “No time for sleeping”, die ich immer noch scheiße stuhlgangig finde, auf die Bühne, um diese wieder weg zu schicken. Es folgte ein Gespräch mit Oliver Pocher und Nele, einem kleinen Mädchen. Der Sinn hatte sich mir aufgrund von Unaufmerksamkeit leider nicht erschlossen. Das Mädel war aber für Katrin als letztes Bandmitglied und begründete das irgendwie mit Haarfarben.

Dann wurden die bisherigen Bandmitglieder gezeigt und auch Julia war für Katrin als 4. Mitglied. Dann erklärte Charlotte noch das 3-Runden-Prozedere, stellte die Jury vor und erzählte, welche musikalischen Stars noch auftreten würden. Und dann begann endlich die erste von drei Runden.

Yonca
Sie sang “Waka Waka (This Time For Africa)” von Shakira. Gesanglich grottig und tänzerisch (was ja eigentlich ihr Ding sein sollte) auch eher mäßig.

Pascaline
Sie sang “Bed Of Roses” von Bon Jovi. Wurde dabei anfänglich vom Klavier übertönt, dann wurde sie lauter, klang aber gefühllos. Und die Frisur war wieder einmal unterirdisch, wie bei fast jedem ihrer Auftritte.

Esra
Sie sang “If I Were A Boy” (was für ein passender Titel) von Beyonce und hatte einen Blick drauf, als würde die in ihrer Hood an der Bushaltestelle Leute anpöbeln. Gesanglich fand ich es eher so lala.

Warum auch immer gab es dann Werbung, was ich merkwürdig fand, denn nach Katrin gab es erneut Werbung.

Katrin
Sie sang das allen TV-Total-Event-Guckern bekannte “One Moment In Time” von Whitney Houston. Auch sie konnte mich heute gesanglich nicht so ganz überzeugen, wobei Whitney Houston aber auch wirklich schwer ist. Von den 4 Kandidatinnen war sie meines Erachtens aber dennoch die stärkste Sängerin. Auch Charlotte war der Meinung, dass in der Band noch eine Blondine fehlen würde. Suggestion?

Dann wurde zum ersten Telefonvoting aufgerufen und in die Werbung abgegeben. Immerhin war danach die erste Stunde schon um, es gab also Licht am Ende des Tunnels.

Weiter ging der Schmarrn die Show aus Köln mit einem weiteren Votingaufruf samt Zeitlimit. So ein Countdown ist ja immer was für das gröllende Studiopublikum. Dann begann die Warterei auf den Notar und die Zeit wurde sich mit irgendeinem Schwachsinn vertrieben (Internetvoting, etc.). Dann erlöste uns der Notar und Charlotte verkündete nach dem üblichen Marco-Schreyl-Endlosgeschwafel den 1. Loser des Abends: Yonca. Pech für sie und Sarah, deren Reaktion leider nicht gezeigt wurde, die ich aber gerne gesehen hätte.

Nachdem man irgendwo Nena ausgegraben hatte (zumindest sah diese so aus, bei Resident Evil habe ich auf so aussehende Wesen geschossen) und dieser Heppner an die Seite gestellt hatte, sangen die beiden Künstler eine neue Version von “Haus Der Drei Sonnen“. Danach ging es dann in die 2. Runde.

Katrin
Diesmal sang sie begleitet von den 3 bereits bestehenden Bandmitgliedern “I Want To Know What Love Is” in der Version von Mariah Carey (im Original von Foreigner). Den Auftritt fand ich ganz gut.

Es folgte eine wieder mal schlecht platzierte Werbepause, die mir aber die Gelegenheit gab, vorsorglich ob der zu erwartenden Auftritte von Esra und Co. schon mal ein paar Tropfen gegen Übelkeit unverdünnt einzunehmen. Nach einigem Gute-alte-Zeit-Geschwafel von Thomas Stein ging dann Runde 2 weiter.

Esra
Sang als 2. Titel – ebenfalls mit Unterstützung von Incomplete LaVive – den schönen Titel “Angels” von Robbie Tobbi Fliwatüt Williams. Gar nicht mal so schlecht. Allerdings auch gar nicht mal so gut. Könnte aber sein, dass meine schlechte Meinung über die zickige Göre mein Dingsbums (hab vergessen, was ich schreiben wollte) trübt.

Pascaline
Pascal Pascaline sang “Empire State Of Mind” von Alicia Keys. Ich mag Alicia Keys. Ratet mal, wen ich nicht mag. Genau. Pascaline, die Alicia Keys Lieder singt. Außerdem: Arme runter oder Nachrasieren der Achselhöhlen! Vielen Dank! *würg*

Es folgte der nächste Votingaufruf, um den millionenfach zuschauenden Teenagern auch noch das letzte Prepaidguthaben vom Handy zu zerren, bevor diese die Telefonrechnungen ihrer Eltern in schwindelerregende Höhen katapultierten. ProSieben investiert die Kohle aber bestimmt gut, wenn auch nicht zwingend in die Vermarktung der neu erschaffenen Band, sondern vermutlich eher für eine Verbesserung der Firmenflotte oder des Caterings. Aber egal. Um noch mehr Kohle zu scheffeln, präsentierte Charlotte vor der Werbeunterbrechung noch schnell das Popstars-Magazin, dass sich der geneigte Teenie morgen früh direkt an der Dorftanke kaufen wird. Yeah!

Die drei Finalistinnen durften dann gemeinsam mit Madcon “Beggin’” performen und weiß echt nicht, wessen Gejaule Gesang ich schlimmer fand. In der Hoffnung, keine bleibenden Schäden davon zu tragen, nahm ich die in weiser Voraussicht von der Bundeswehr mitgenommen Ohrenstöpsel gegen Knalltrauma wieder raus, um dem merkwürdigen Dialekt Thomas Steins zu lauschen, als dieser Englisch sprach.

Es ging an den nächsten Votingaufruf samt Countdown und Schnelldurchlauf (für diejenigen unter den Zuschauern, die sich keine 3 Auftritte merken können – also für Menschen wie mich zum Beispiel), sowie die nächste Entscheidung und als Zweites durfte sich dann Pascaline vom Popstars-(Alb)Traum verabschieden. Schwein gehabt. Dem (Band-)Tod sozusagen noch mal so gerade von der Schippe gesprungen.

Es war 22:30 Uhr und vor allen Dingen noch kein Ende in Sicht. ProSieben scheint nach Raabs TV-Total-Events nun echt jeden Kram künstlich in die Länge zu ziehen. Es ging dann mit Monrose weiter, von denen ich dachte, dass sie sich eigentlich schon aufgelöst hatten. Sie performten live ihre neue Single “Breathe You In“. Ich dachte immer aufgelöst, sei aufgelöst und nicht “aufgelöst in 12 Wochen” oder so. Na ja, egal. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass es in China zu einem erneuten Reissackumfall gekommen ist – tragisch, oder? Es folgte eine weitere Werbeunterbrechung, die mich weiter ermüden ließ. Und als ich schon fast weggenickt war ging es weiter mit … ja womit eigentlich?

Ach ja, Popstars und zwei Auftritten der beiden möglichen LaVive-Bands als Runde 3. Das heißt, man durfte sich zweimal dieses mehr als bescheidene Lied zu Gemüte führen, dessen Titel ich hier nicht schon wieder erwähnen werde. Erst durfte Esra mit den anderen Bandmitgliedern trällern, dann Katrin. Aufgrund des miesen Lieds konnte ich mich leider nicht auf Unterschiede konzentrieren. Ich freute mich einfach nur, als ich hörte, dass dies die letzten Auftritte der Kandidatinnen für heute waren.

Um den Anruf- und SMS-Willigen genügend Zeit zu geben, für das Voting ihr Geld aus dem Fenster zu schmeißen, gab es noch einen mehr oder minder langweiligen Einspieler und Ich + Ich gaben ihr “Hilf Mir” zum Besten. Noch nie war ein Lied bei Popstars passender! (Gag von Jens geklaut!) Im Schnelldurchlauf von 2 Liedern (!) verstärkte sich meine Abneigung gegen das Lied noch mehr. Nach dem Countdown noch etwas Geblubber von Charlotte in Interaktion mit den Finalistinnen. Dann war es endlich soweit. Raus war Esra. Katrin ist in der Band, so wie es die ganze Sendung über schon suggeriert wurde.

Somit ergibt sich Folgendes:

Die Band heißt LaVive, besteht aus den Mitgliedern Sarah, Meike, Julia und Katrin und die erste Single heißt “No time for sleeping” und bereits im nächsten Jahr wird man vermutlich nichts mehr von ihnen hören. Aber macht ja nichts, denn Popstars 2011 kommt garantiert. Vielleicht heißt es dann Boys forever. Oder Rentner forever. Oder Kirchenchor forever. Wer weiß?

Und wir sind jetzt schon gespannt, wer dann neben Detlef D! Soost in der Jury sitzen darf und bewerben uns hiermit bereits jetzt für diese Posten. Allerdings nur, wenn es doch wieder eine Girlband wird. ;-) In diesem Sinne …

Das so genannte Kleingedruckte in normaler Schriftgröße:
Dieser Beitrag wurde zu später Stunde und unter dem Einfluss schlechter musikalischer Interpretationen eigentlich schöner Lieder geschrieben, hat 1.359 Worte / Wörter / Buchstabenkonstrukte und kann daher Rechtschreibfehler enthalten, die Sie nach Ihrer Entdeckung bitte sorgfältig ausschneiden und auf Ihre Kosten an ProSieben schicken. Oder sammeln. Wir werden in Kürze bestimmt ein passendes Sammelalbum dafür raus bringen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und die Mühen.

Es ist der 02.12.2010 – ein Donnerstag. Für die Fans bedeutet das, dass die 3. Liveshow von Popstars 2010 auf ProSieben läuft und für die Girlgroup LaVive heute das 3. Bandmitglied gewählt wird. Charlotte Engelhardt, die wie üblich sehr merkwürdig gekleidet war, führte durchs Programm, das mit dem Einmarsch der verbleibenden 6 Kandidatinnen begann: Pascaline, Katrin, Diba, Esra, Julia und Yonca. Begleitet wurden sie dabei von Medina, die erst alleine “Addiction” und dann zusammen mit den Girls “You And I” sang. Dann wurden die beiden bereits bestehenden Bandmitglieder Sarah und Meike, die übrigens erschreckenderweise vor der Sendung in einen Pott mit Schminke gefallen sein muss, sowie die Jury begrüßt.

Dann ging es mit dem Gesang los. Pascaline machte den Anfang und sang “Hello” von Christina Aguilera. Ich persönlich fand den Gesang nicht sonderlich brauchbar. Die lauten Töne wirkten geschrien, dagegen war sie teilweise kaum zu verstehen.

Katrin machte weiter mit “Run” von Leona Lewis, das mittlerweile wohl in keiner Castingshow mehr fehlen darf und mir deshalb auch schon zu den Ohren rausquillt. Immerhin hat sie sehr schön gesungen und ich sehe sie eher als Solokünstlerin.

Diba quälte uns dann mit ihrer dünnen Stimme und versuchte sich dabei an “Waiting For Tonight” von Jennifer Lopez, die sich im Grab umdrehen würde, wenn a) sie schon tot wäre und b) ihr breiter Arsch dies in einem Sarg überhaupt zuließe.

Dann kam mal wieder ein echter Star auf die Bühne: Duffy (Duck? boar, war der schlecht ;-) ), immerhin Gewinnerin eines Grammy-Awards, gab mit den drei Kandidatinnen, die schon ihren Auftritt abgeliefert hatten, ihren Hit “Mercy” zum Besten.

Außerdem wurden noch die beiden Mitglieder Sarah und Meike befragt, wie es denn nun so läuft und Sarah schwafelte was von kennenlernen in der letzten Woche. Hallo? Ihr wart wochenlang Tag und Nacht zusammen.

Nach der Werbung ging es dann mit der gerne mal den Text vergessenden Esra weiter, die auch relativ unspektakulär “I’m Like A Bird” von Nelly Furtado trällerte. Die Jury fand es wohl auch eher suboptimal. Ich finde, die würde für Action in der neuen Band sorgen. ;-)

Die Jury laberte insgesamt recht viel und die zwischendurch gezeigten Bandmitglieder saßen immer mal anders. keine Ahnung, ob die zum Zeitvertreib “Reise nach Jerusalem” gespielt haben. Egal.

Weiter ging es mit Yonca, Sarahs Favoritin, die sich an einem Duett versuchte: “When The Rain Begins To Fall” im Original gesungen von Pia Zadora und Jermaine Jackson. Meines Erachtens gesanglich fragwürdig und ihre gesamte Performance wirkte angestrengt. Die Jury gab mir Recht. Vielleicht sollten wir von laester.TV mal in so eine Jury, so schwer scheint der Job ja nicht zu sein. :mrgreen:

Als letzte Kandidatin kam die angebliche Rockröhre Julia (die mich heute irgendwie an die Rose aus “Two and a half men” nur halt ohne Brüste erinnerte – böser Marco, immer diese Oberflächlichkeiten – 5 Euro in die Arschlochkasse) auf die Bühne, die dort aber mit der langsamen Nummer “(Everything I Do) I Do It For You” von Bryan Adams punkten wollte. Immerhin war sie stimmlich besser als einige andere Kandidatinnen aufgestellt und zeigte sogar richtige Gefühle inkl. Tränen. Sie widmete das Lied nämlich ihrem letzte Woche leider verstorbenen Opa.

Somit waren um kurz vor 21.30 Uhr auch schon alle durch und es konnte nur noch langweiliger werden, als es bisher ohnehin schon war. Also sah man nach einer weiteren Werbeunterbrechung erst noch einmal Sarah und Meike, die nun nicht nur anders sassen, sondern auch noch andere Klamotten an hatten. Kann man die beim Rumsitzen schon nach etwas über einer Stunde vollgeschwitzt haben? Dann wäre ich anstelle der 6 verbleibenden Kandidatinnen lieber kein Mitglied, denn ich will nicht wissen, wie die nach ‘nem zweistündigen Konzert riechen.

Die letzten 3 Kandidatinnen durfte dann auch noch eine Runde mit Duffy singen, diesmal natürlich “Warwick Avenue“. Nach einer kurzen Bewertung der Jury war es dann immerhin schon 21.47 Uhr. Es folgte der gewohnte Anrufaufruf (geiles Wort, oder?), ein Einspieler zu den Erlebnissen der vergangenen Woche, bevor dann Duffy auch mal ein Lied (“Well, Well, Well“) alleine singen durfte.

Und während sie sang, sorgten vermutlich zahlreiche Kinder und Teenager für eine verbesserte Bilanz von ProSieben, indem sie fleißig für ihre Favoritin anriefen. Dann folgte noch die Weltpremiere der 1. Single von LaVive “No time for sleeping”, dargeboten vom bisherigen Duo Sarah und Meike, unterstützt von den restlichen Möchtegernbandmitgliedern. Und was soll ich sagen? Ich fand es abgrundtief schlecht. Die Melodie, der Text, der Gesang – grausig. Aber das ist ja nur der persönliche Geschmack eines Einzelnen.

Es folgte eine weitere Werbeunterbrechung und dann noch ein Schnelldurchlauf, aber irgendwann hatte der Buchhalter und Geldzähler von ProSieben dann auch mal Feierabend und der Zuschauer konnte das Telefon aus der Hand legen. Das Ergebnis wurde von Charlotte Engelhardt mal wieder in bester Marco-Schreyl-Manier mit viel Gelaber verkündet: Katrin, das Geburtstagskind, war weiter, Julia musste nach dem üblichen Gelaber noch warten, Diba ebenfalls, während Pascaline direkt weiter war, Esra musste warten und Yonca war weiter.

Da standen nun also Julia, Diba und Esra und es waren mittlerweile 22.30 Uhr. Diba flog raus, Esra war weiter und Julia somit als 3. Mitglied der Band. Die beiden anderen Bandmitglieder reagierten mit Applaus, was immer das bedeuten mag. Irgendwie macht das die ganze Kombo nicht spannender, oder?

Ganz ehrlich? Ich habe kaum etwas mitbekommen. Und noch viel schlimmer: das Wenige, das ich mitbekommen habe, war noch nicht mal gut. Viele Stimmen waren dünn, Töne schief und die Jury kritisierte zu Recht. Und somit wird das hier der kürzeste Popstars-Bericht aller Zeiten:

Jenny, die kürzlich noch blank zog, ist raus und Meike, die in Nashville noch als die doofe Außenseiterin dargestellt wurde, ist das 2. Bandmitglied von LaVive, was bei Sarah, dem 1. Bandmitglied, nicht zwingend für grenzenlose Begeisterung sorgte.

Jetzt müssen die bei ProSieben aber auch echt mal Gas geben, denn die vergangenen Acts lösen sich ja schneller auf, als Zucker in heißem Kaffee:

No Angels: nur noch 3 Mitglieder
Bro’Sis: aufgelöst
Overground: aufgelöst, zeitgleich Preluders: aufgelöst
Nu Pagadi: aufgelöst
Monrose: aufgelöst
Room2012: nicht aufgelöst, aber auch nicht mehr aktiv
Queensberry: in Teilen auch nicht mehr die Originalbesetzung
Some & Any: aufgelöst

Kein gutes Omen für LaVive, oder?

Am heutigen Freitag, den 19.11.2010, war es mal wieder so weit: auf ProSieben lief Schlag den Star. Nachdem Joey Kelly beim letzten Mal ja gewonnen hatte, ging es diesmal um die doppelte Summe, der Kandidat konnte also 100.000,- Euro gewinnen. Der heutige Star war Felix Sturm, amtierender Boxweltmeister im Mittelgewicht. Kandidat war Dr. Thomas Ritte, verheirateter Unfallchirurg und Vater einer Tochter. Seit er 4 ist, macht er Stabhochsprung sowie andere Leichtathletiksportarten. Nach einigem Geplänkel mit Moderator Matthias Opdenhövel und Stefan Raab ging es dann auch mit dem ersten von Frank Buschmann kommentierten Spiel los.

1. Spiel: Pusteball
Einen Tischtennisball über eine Platte pusten, 1 zu 1 gegen den Gegner. Dem Namen nach hätte Felix Sturm gewinnen müssen. Leider kam aus seinem Mund nur heiße Luft, er brachte den Ball kaum über die Mittellinie. Sein Gegner schon. Der gewann dann auch verdient 10:0 und bekam seinen 1. Punkt.
Punktestand 1:0

2. Spiel: Basketball
Erneut 1 zu 1 auf Zeit, 5 Minuten lang, der mit den meisten Punkten gewinnt. Sturm war nicht schlecht, bekam das runde Ding aber nur selten in den Korb. Endstand nach 5 Minuten 6:1 für Kandidat Thomas und somit 2 weitere Punkte für ihn.
Punktestand 3:0

3. Spiel: Turm bauen
Abwechselnd ein quadratisches Holzklötzchen der eigenen Farbe auf ein gegnerisches stapeln. Bei dem der Turm fällt, der verliert. Auch hier hatte Felix Sturm kein Glück, obwohl er die ruhigeren Hände hatte. Der zitternde Chirurg schob es auf das vorhergegangene Basketball. Egal, er gewann und sackte 3 weitere Punkte ein, was ihm schon einen schönen Vorsprung bescherte.
Punktestand 6:0

4. Spiel: Quiz
Hier hatte ich Klischee bedingte Vorurteile, sagt man doch, dass Boxer aufgrund der vielen Schläge gegen den Kopf nicht die Hellsten seien. Und leider bestätigte Felix diese mit wenigen Antworten. Seine ersten Punkte bekam er von Thomas geschenkt, als dieser falsch antwortete. Immerhin wusste Sturm, wer der letzte DSDS-Gewinner war (na, wer weiß es? Ohne googeln!) und er kannte den Trainer der englischen Nationalelf. Genutzt hat es ihm freilich nichts, denn auch dieses Spiel gewann der Kandidat, der nun 4 weitere Punkte bekam. Was sagte Opdenhövel noch? Für den Star geht es um die Ehre. Zu Null verlieren ist nicht ehrenhaft, oder?
Punktestand 10:0

5. Spiel: Fechten
Hier setzte Thomas seinen Joker Stefan Raab ein, der in allen bisherigen Shows auch immer gestochen hatte. Fechten kannte Raab schon aus Schlag den Raab – Sendungen. Ich vermutete gute Beinarbeit und Agilität bei Sturm, die er auch präsentierte. Leider wieder nur mit mäßigem Erfolg. Raab gewann 10:4. Lockerer Spruch von Sturm: Endlich gewinnst Du mal gegen einen Boxer. Ha ha, Schenkelklopfer, gähn.
Punktestand 15:0

6. Spiel: Leitergolf
So genannte Bolas mussten an eine Art Leiter mit drei Sprossen geworfen werden. Sehr lustiges Spiel. Wer es mal versuchen mag: Leitergolf. Zurück zur Show: Felix legte vor, warf aber irgendwie falsch und traf nicht. Thomas hatte es besser drauf, machte es aber auch spannend. Sturm wirkte auf mich in dieser Phase schon nur noch wenig engagiert, warf fast lustlos die Dinger durch die Gegend, auch wenn er das ein oder andere Mal traf. Änderte nichts daran, dass Thomas auch dieses Spiel für sich entscheiden konnte und es weitere 6 Punkte für ihn gab.
Punktestand 21:0

7. Spiel: Stapeln
Ein Matchballspiel für Kandidat Thomas Ritte. Bierkisten stapeln während man drauf steht. Hier machte sich Sturm meiner Meinung nach anfänglich vollkommen zum Affen. Thomas stapelte ratzfatz 11 Kisten, nahm auf der obersten Platz und schaute Felix Sturm entspannt dabei zu, wie dieser die ersten Minuten nicht wusste, wie er auf die bereits gestapelten 5 Kisten hinauf kommen soll. Auf einmal hatte er den Bogen raus und stapelte, was das Zeug hielt. Als er näher kam, setzte Thomas eine weitere Kiste drauf, dann noch eine und in dem Moment fiel Felix Sturms Turm auch schon um.

Mit einem Punktestand von 28:0 sicherte sich Dr. Thomas Ritte die Gewinnsumme von 100.000,- Euro und über die Ehre von Felix Sturm sprechen wir jetzt besser nicht. Selten habe ich so wenig Einsatz gesehen.

Donnerstag = Popstars-Tag. Auch heute am 11.11.2010. Die letzte Woche unter dem großen Motto “Girls @ work” und dem Wochenmotto “Showdown”. Und los ging es mit den Bandleaderinnen Pascaline, Diba und Jenny, die im amerikanischen Frühstücksfernsehen für die letzte Entscheidungsshow Werbung machen durften. Dann wurde uns ein wenig Drill von D! gezeigt, der die Mädels für eine bessere Kondition Laufen und Singen ließ – gleichzeitig natürlich. In den Tranings zur Entscheidungsshow fiel Esra mal wieder negativ durch ihr launisches Gezicke auf.

Uncle Kracker (“Follow Me“) gab ein kleines Konzert in Nashville und drei Kandidatinnen durften den Titel “Smile” mitsingen. Das Fiese: die Mädels mussten selbst entscheiden, wer teilnimmt. Sarah sagte: Jenny, Julia und Esra und der Rest der Truppe stimmte zu. Esra fiel bei den Proben mal wieder mit Texthängern auf, packte den Auftritt am Abend aber.

Anschließend ging es mal wieder zu Gary Baker ins Studio, wo die Mädels dessen Hit “I Swear” einsingen sollten, was bei Katrin zu großem Geknatsche führte. Letztendlich bekam sie es dann aber doch gelevelt.

Beim weiteren Training zur Entscheidungsshow gab es Probleme in der Gruppe von Ines, Yonca, Katrin und Diba, die Guru D! aber natürlich aus der Welt schaffen konnte. Und dann ging es über einen roten Teppich, der bei den Kandidatinnen Begeisterungsstürme auslöste (sollen sie sich doch rote Teppiche für zu Hause kaufen) zur Show.

Zum Auftakt sangen alle 11 Kandidatinnen zusammen mit Train den Hit “Hey, Soul Sister“. Btw.: Wer sucht der Engelhardt immer diese grottigen Klamotten aus? Egal, kommen wir zu den Auftritten der einzelnen Gruppen:

Diba, Ines, Katrin und Yonca sangen D!s Lieblingslied “Lose My Breath” von Destiny’s Child und bekamen eine gute Bewertung von den Jurymitgliedern.

Jenny, Claudia, Meike und Sarah sangen Thomas’ Lieblingslied “Un-Break My Heart” von Toni Braxton und die Jury war begeistert.

Pascaline, Esra und Julia sangen Martas Lieblingslied “Hedonism” von Skunk Anansie und die Gruppe bekam zwar eine gute Bewertung, aber auf Esra wurde wieder rumgehackt.

Die Jury zog sich zur Beratung zurück und Train gaben “If It’s Love” zum besten. Dann war es soweit, aus 11 Kandidatinnen mussten 10 Teilnehmerinnen für die Liveshows werden. Erst wurden die Bandleader aufgerufen, Pascaline wurde als Safe genannt und war somit die erste in den Liveshows. Aber auch die beiden anderen Bandleaderinnen folgten prompt. Somit waren 3 Mädels weiter, 8 standen noch auf der Bühne. Alle wurden einzeln nach vorne gerufen und mit einer Fragestellung in der Art “Wirst Du es gesanglich schaffen?” konfrontiert. Dann kamen die weiteren Ja, unter anderem auch für Sarah, die mit “Ich bin die 1. Dicke, die in die Liveshows kommt!” den Nagel auf den Kopf traf und sehr sympathisch rüber kam. Und wer ist raus?

Ines ist raus!

In der darauf folgenden Sendung “red” wurden dann noch die 3 möglichen Namen der Band präsentiert: LaVive, Panter Loop und Metro Chics standen zur Auswahl; bei den Mädels war LaVive der Favorit.

Nächste Woche geht es dann in die 1. Liveshow, in der die Zuschauer über das Weiterkommen ihrer Favoriten per Telefonvoting entscheiden. Das kann sich der Jens dann angucken, so lange seine Claudia noch dabei ist, damit er deren Telefonnummer auch nicht verpasst.

Nachdem Jens sich die letzte Folge von “Schlag den Star” angetan hat, war ich dieses mal dran. und was soll ich großartig erzählen? Wie auch schon in der letzten Show verlor der “Star”. Diesmal musste der unprominente Uli Detig, 42, Lehrer aus Poppenhausen, gegen Mike Krüger, 58, antreten. Über diesen hatte ich meine Meinung ja bereits hier im Blog kund getan. Und es bewahrheitete sich erneut: er versuchte witzig zu sein, konnte dem Kandidaten im Gegensatz zu dem großen Gehabe im Trailer zur Show kaum etwas entgegen setzen. So gewann Uli die meisten Spiele und Stefan Raab und Matthias Opdenhövel hatten sichtlich Spaß an Krügers scheitern.

Somit hat sich Krüger meines Erachtens erneut selbst demontiert und Uli darf sich über 50.000 Euro freuen. Vielleicht schafft es in der nächsten Show dann mal der Star: Joey Kelly hat wohl schon fleißig trainiert und sein Ehrgeiz ist mindestens so groß, wie der von Raab. Wir sind gespannt.

Während der Jens sich beim Chinamann seines Vertrauens durch das All-you-can-eat-Buffet gekämpft hat, “durfte” ich mal wieder einen Abend mit den Popstars-Mädels verbringen. Leider war ich so müde, dass ich die Sendung am heutigen Donnerstag, den 04.11.2010, zwar bis zum Ende verfolgt habe, aber immer wieder mal beinahe weggenickt wäre – spricht nicht für die Spannung der Show. Es war aber auch alles wie immer: Meike = Einzelgängerin, Sarah = toll, verschiedene Jobs (Hauptmotto war ja noch immer “Girls at work”), bla bla bla.

Die Sendung begann mit Sarahs Auftritt bei einem Footballspiel, wo sie die Nationalhymne singen durfte, was sie natürlich souverän meisterte. Es folgte eine Challenge zum Wochenmotto “Country Feeling”, die Girls mussten in 4 Gruppen in 2 Clubs Country-Musik präsentieren und dann Geld sammeln. Die Gruppe mit der meisten Kohle gewann und ganz ehrlich: ich hab schon wieder vergessen, wer es war.

Aufgelockert vom “Meike-ist-kein-Gruppentyp”-Gelaber folgte dann ein Job, alle mussten vorsingen, Julia und Sarah bekamen den Job. Dann ging es zur Entscheidungsshow. Die Gruppen mussten begleitet von Meg Pfeiffer (warum muss man eine deutsche Countrysängerin nach Nashville einfliegen lassen? Gibt es da keine Countrysängerinnen? Eher unwahrscheinlich …) aktuelle Poplieder im Countrystyle performen. Es folgte die Entscheidung, die relativ langweilig war. Zwar musste eine Gruppe nochmals a capella singen. Aber das war nur Schikane. Denn witzigerweise flog niemand. Erstaunlich, dass sogar Meike weiter kam, die sah ich eigentlich schon im Flieger.

Fazit: so langsam wird es langweilig.

…okay, ich gebe zu, ich als Christoph Maria Herbst Fan der ersten Stunde dürfte eigentlich auch nicht diesen Beitrag hier schreiben, doch da Marco sich Bauer sucht Frau anschauen wollte hab ich mir “Kreuzer kommt” angeschaut – und hier schon mal direkt mein Fazit: Da gibt es nichts zu lästern, mein Humor perfekt getroffen.

Die Handlung würde ich mal mit überspitzt beschreiben, Kreutzer ist eine Mischung aus Columbo, Monk und Kojak , dabei noch cooler als Stromberg – es scheint so als wäre die Rolle Kreutzer dem Schauspieler auf den Leib geschnitten.

So und wer die entscheidende Szene verpasst hat und sich nun fragt: Wer war der Mörder? Dem kann ich hier die Antwort geben: Der Mörder war nicht etwa der Gärtner, nein, es war der blinde Pianist (der ja gar nicht blind war).

Also mich hat das “neuartige Krimiformat” überzeugt, ich würde mir das als Krimi-Serie auch weiterhin anschauen, ob es wohl eine Fortsetzung von “Kreutzer kommt” geben wird und er  den nächsten Fall auch in maximal vier Stunden, 37 Minuten und 48 Sekunden lösen wird? Fragen über Fragen … die Zukunft wird es zeigen! Ich gehe mal davon aus, denn ProSieben hat es ja immer als 1. Fall vorgestellt …

Wer “Kreutzer kommt” heute verpasst hat, weil er ggf. Bauer sucht Frau, Tatort Internet oder sonstige Sendungen gesehen hat, der darf jetzt online zuschlagen und sich den Film als Stream anschauen: klick

Am 30.09.2010 stand bei “Popstars – Girls forever” mal wieder eine Entscheidungsshow an. Doch bevor es soweit war ging es erst mal zum Friseur. Für Frauen eigentlich ein Grund der Freude, so sie denn selbst bestimmen dürfen, was mit ihrer Haarpracht passiert. Durften sie aber nicht, was für viele Tränen und Gejammer ohne Ende sorgte. Komischerweise waren nach der “Behandlung” die meisten Mädels begeistert. Für mich in diesem Zusammenhang vollkommen unverständlich: wie kann ich einer Blondine (Claudia) die arschlangen Haare bis zu den Schultern kürzen, einer anderen Blondine die Haare gleichzeitig von schulterlang in Richtung Hinterteil verlängern? Aber vermutlich habe ich als Mann da eh keine Ahnung von.

Dann mussten die Kandidatinnen verschiedene Videos nachstellen. Habe das nur mit einem Auge verfolgt, aber auf jeden Fall hat Diba ein wenig rumgezickt, da sie sich nackig machen sollte. Kim Wilde kam (natürlich um ihr neues Album zu promoten. Dann gab es noch Zoff um Rosalie aus Aachen (grausame Person, gut, dass ich nicht mehr in Aachen wohne). Sie hatte heimlich das Haus verlassen, um zu telefonieren.

Es folgte das Training der einzelnen Gruppen, dann die Auftritte und schließlich die Entscheidung. Wer ist raus? Maria ist raus, Rosalie, die zwar schlecht war erst auch, dann wieder nicht, dann wollte sie selbst aussteigen, blieb dann aber doch. Na, irgendeine muss ja die Asiquote hochhalten. Ich kann sie nicht reden hören. Aber: Aufreger bringen Quote!!! Sonst wäre es ja auch langweilig.

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