Auf die lustige und lästernde Art und Weise wollen wir hier ein paar bekannte Fernsehserien vorstellen. Den Anfang macht die Serie “Das A-Team” – fast schon passend zum Kinostart des neuen Films, der erschreckender Weise schon jetzt als DVD vorbestellt werden kann.
Jetzt aber zur Vorstellung der Serie – viel Spaß! (Wenn ihr hier eine bestimmte Serie vorgestellt haben wollt, schreibt sie einfach in die Kommentare.)
Vier Zivildienstverweigerer werden von einem Militärgericht – angeblich zu Unrecht – wegen eines Verbrechens verurteilt. Natürlich kann niemand die Supertruppe halten, die sich dann auch umgehend auf eigene Verantwortung aus dem Gefängnis entlässt – sehr zum Unmut eines Angehörigen der Militärpolizei, der kurzum einen Großteil seines Lebens darauf verschwendet, die Flüchtigen wieder einzufangen. Und natürlich scheitert er immer. Und dass, obwohl die angeblichen Ex-Mitglieder einer militärischen Spezialeinheit beim Thema Tarnung offensichtlich den Unterricht geschwänzt haben. Wie sonst ließe es sich erklären, dass sie zur Fortbewegung zwar mit einem dunklen Van durch die Gegend rollen, diesen aber entgegen den Regeln der Kunst Tarnung mit roten Streifen und Felgen versehen haben. Und auch der Schönling der Truppe beweist seine Abwesenheit, indem er eine weiße Corvette mit ähnlich rotem Streifen bewegt – sehr unauffällig.
Weil nur Flüchten auf Dauer zu langweilig ist, helfen die Jungs als A-Team
in fast jeder Folge der ersten Staffeln mehr oder minder hilfebedürftigen Menschen, wie sie fast in jeder amerikanischen Serie der 80er Jahre zum Einsatz kommen. Bestes Beispiel ist der arme Farmer, der seine Melonenernte zwar ein- aber nicht zum Markt bringen kann, da ein fieser Groß(melonen-)grundbesitzer ihn daran hindert. Im Regelfall kontaktiert die nicht unattraktive Farmerstochter, die im Laufe der Folge garantiert noch von Face beigeschlafen wird, ohne Wissen ihres stolzen Vaters das A-Team.
Meist wird der Kontakt über Hannibal, dem ranghöchsten Mitglied und somit Chef der Truppe, hergestellt, der verdächtig häufig seine sexuellen Neigungen zur Schau stellt, indem er sich in Frauenkleider hüllt. Hält er den „Klienten“ für echt oder würdig, gibt er sich zu erkennen. Dann baldowert er einen irrwitzigen Plan aus, um entsprechend gut helfen zu können.
Dafür organisiert der bereits erwähnte Face dann mittels Lug und Trug das benötigte Equipment. Hierfür und für das spätere Bespringen der Kliententochter ist sein gutes Aussehen nicht gerade hinderlich. Was ihm stinkt ist, dass es häufig keine richtige Bezahlung gibt und somit nicht genug Knete in die Gemeinschaftskasse kommt zwecks Kostendeckung.
Da die Pläne des Colonels anfänglich meist schief gehen oder ihnen der eingangs erwähnte Militärpolizist das ein oder andere Mal gefährlich nah kommt, landen sie häufig in scheinbar ausweglosen Situationen. Beliebt ist hier eine alte Scheune oder Lagerhalle voll mit Gerümpel. Genau aus diesem Schrott baut B. A., der farbige McGyver des Teams, mithilfe des meist vorhandenen Werkzeugs und Schweißgerätes (
) immer total tolle Panzerfahrzeuge, die wahlweise Ziegenkotbälle oder tote Bisamratten verschießen können.
Soll es in entfernte Länder gehen, kommt der vierte im Bunde zum Einsatz: Murdock. Denn der (vorgetäuscht?) nicht ganz dichte Typ redet zwar mit als Handpuppen getarnten Socken, kann aber alles fliegen, was Flügel hat – außer tote Vögel, die sich aber auch prima als Munition für das oben erwähnte Fahrzeug eignen. Andere Fähigkeiten, mit denen er sich besonders hervortun könnte, hat er meinem Wissen nach nicht.
Bei einer weiteren Lektion scheinen die Herren dem Unterricht beim Militär nicht gefolgt zu sein: dem Schießen. Denn obwohl in jeder Folge fast so viele Kugeln wie in Rambofilmen fliegen, ist die Trefferquote doch erschreckend gering. Und so wird im Gegensatz zu den letztgenannten Filmen nie jemand getötet – maximal leicht verletzt. Ein Trost, dass auch die Gegner nicht besser schießen können.
Am Ende siegt natürlich das Gute und das A-Team verlässt Lucky-Luke-mäßig die Szenerie Richtung Sonnenuntergang – ohne jemals zu erfahren, wie viele kleine Facemänner mittlerweile wohl rumlaufen …
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