Dauerwerbeblog

Auf Kabel eins laufen die neuen Folgen von “Castle”. Ich hatte aus der ersten Staffel schon ein, zwei Folgen gesehen und fand die nicht sonderlich toll. Und auch die neuen Folgen können diesen Eindruck nicht verbessern. Das Grundgerüst erinnert stark an “The Mentalist”: ein männlicher Nicht-Polizist rennt mit einer Gruppe Polizisten rum, deren Leitfigur natürlich eine Frau ist. Und dementsprechend beginnt das alte Ränkespiel zwischen den beiden Geschlechtern. Und während der Mann auf die Frau steht, spielt diese natürlich den gefühlskalten Eisblock.

Während der Mentalist aber noch scharfsinnig und humorvoll ist, würde ich Castle als eher plump bezeichnen. Ich mag ihn nicht und die ganze Serie ist grottig. Der Schriftsteller mit den guten Kontakten zum Bürgermeister, bla bla bla. Einfach grausig. Angeblich soll die Serie der Kategorie Dramedy (Mischung aus Drama ((?)) und Comedy) sich durch ihren Humor von anderen Formaten abheben. Dieser scheint ziemlich gut versteckt zu sein, denn trotz der Tatsache, dass ich leicht zu belustigen bin, konnte ich ihn nicht entdecken. Und die Kriminalfälle spielen ja meistens eh nur noch eine untergeordnete Rolle in solchen Serien.

Fazit: LANGWEILIG!!

Wer kennt es nicht? Man schaut eine Episode / Folge einer bestimmten Serie, freut sich auf die Fortsetzung in der nächsten Woche und bekommt dann vom Sender ein ältere Episode präsentiert. Und so hüpfen manche Fernsehsender ungeniert durch Episoden und Staffeln, bringen alles durcheinander und der Zuschauer wundert sich. Da sind Kinder mal groß und in der nächsten Folge wieder kleiner, der eine Mitarbeiter ist erst raus, dann wieder da, und so weiter und so fort. Und wenn es ganz peinlich wird, läuft ein und die selbe Folge in kürzester Zeit zweimal hintereinander.

Einfach zum ko …

Da ich männlichen Geschlechts bin, schaue ich natürlich auch Fernsehen für Männer: DMAX. Dort laufen doch schon recht interessante Dokus und Sendungen, die tatsächlich meinen Geschmack treffen. Zumindest anfänglich. So war es auch mit American Chopper. In dieser Reality-Soap konnte man das Treiben des Motorradhersteller OCC aus Amerika verfolgen. Und spannenderweise gab es neben tollen Motorrädern vor allen Dingen zwei Gegebenheiten zu beobachten: Die Firma wuchs und die Familie brach auseinander.

Paul Teutul Sr. gründete Orange County Choppers (OCC) zusammen mit seinem Sohn Paul Teutul Jr., genannt Paulie. Auch Michael “Mikey” Teutul arbeitete in der Firma, wobei arbeiten es eigentlich nie so richtig traf. Und so sieht man durch alle Staffeln, wie das Unternehmen wächst, von einer Halle in die nächstgrößere zieht und schlußendlich ein riesiges Gebäude baut, das Produktion und Verkauf vereint.

Allerdings sehen wir auch, wie Paul Senior und Junior sich streiten. Was am Anfang noch lustig ist, artet irgendwann aus. Paulie fliegt und macht sich selbständig. Mickey ist irgendwann auch bei OCC raus, Vincent “Vinnie” DiMartino, den ich immer sehr sympathisch fand, geht ebenfalls um mit einem weiteren Mitarbeiter eine eigene Bikeschmiede zu eröffnen.

Und so bleiben nur noch der Senior, Jason Pohl sowie Rick Petko übrig und noch ein paar von Zeit zu Zeit zu sehende Bürosesselpuper, die bei der Leitung und Expansion des Unternehmens helfen. Doch letztendlich war die Serie zum Schluss so langweilig, dass ich mir “das Ende” gar nicht mehr angesehen habe. Und ob sich der Alte das wirklich so vorgestellt hat, wage ich zu bezweifeln.

Angeblich soll es eine weitere Staffel geben, in der die zerstrittenen Teutuls mit ihren Firmen gegeneinander antreten. Sicherlich gut für die Publicity beider Unternehmen. Und was OCC sicherlich mit groß gemacht hat, kann Paul Juniors Firma wohl kaum schaden.

Wir sitzen zwar viel vor der Glotze, um immer entsprechenden Nachschub für laester.TV sicherzustellen, doch wir sind was das Niveau angeht freilich nicht unbedingt mit den in diversen Talkshows am Mittag vorgeführten Menschen zu vergleichen (auch wenn ich mir da bei Jens nicht so sicher bin). Und so kam es, dass ich tatsächlich mal wieder ein Buch in die Hand nahm. Nein, kein Comic, sondern so ein richtig mit Buchstaben, Wörtern, Sätzen, Absätzen und Kapiteln. Und zwar ein mächtiges Buch – 918 Seiten im Leineneinband. Die Wahl fiel nämlich auf Shogun, den Klassiker von James Clavell. Obwohl das Buch schon etwas älter ist, ist es trotzdem zeitlos und sehr lesenswert.

“Warum nervt uns der Spasti mit ‘nem Buch?” mag sich der ein oder andere Leser nun fragen. Das liegt am Grund, aus welchem ich das Buch gelesen habe. Der Roman aus dem Jahre 1975 wurde nämlich schon 1980 verfilmt und Anfang bis Mitte der 80er Jahre als Mini-Serie im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Und natürlich war ich als Kind fasziniert davon: Schiffe, Samurais und Schwerter. Und süße Japanerinnen.

Denn neben der Figur John Blackthorne, die meistens Anjin-san genannt und von Richard Chamberlain gespielt wurde, und dem Fürsten Toranaga, dessen Figur den Schauspieler Toshiro Mifune bekannt machte, gab es da noch die Dolmetscherin und spätere Geliebte von Blackthorne: Mariko-san, gespielt von Yoko Shimada. Man, fand ich die geil, obwohl ich noch recht jung war. Kaum zu denken, die Frau ist mittlerweile auch schon 57. Aber ich fand sie toll, mochte auch ihre deutsche Synchronstimme. Leider konnte ich keine deutschsprachigen Videos auf Youtube finden. Hier aber ein paar aneinandergereihte Bilder und die Titelmelodie zur Serie:

Nun ein wenig Lästerei: man muss zugeben, dass das Buch wie so häufig wesentlich besser ist, als die Serie, die auch mal als Film ausgestrahlt wurde. Es ist natürlich nicht möglich, alle Details unterzubringen und auch manche Gegebenheiten in der Serie, die es übrigens auch auf DVD gibt, stimmen nicht mit der Vorlage überein. Eins fand ich allerdings merkwürdig: kann sich jemand daran erinnern, dass Blackthorne geblendet wird und dann blind ist? Ich meine, das aus der Serie in Erinnerung zu haben, wartete auf die Stelle im Buch, doch sie kam nicht. Einbildung?

Bleibt zu sagen, dass ich so etwas trotzdem mal wieder gerne im TV sehen würde – zumindest lieber als die 10. Reality-Soap über beleibte Menschen oder was den Sendern sonst noch so als Sommerlochstopfen einfiel. Sayonara!

Kürzlich schrieb jemand zu einer Trash-TV-Sendung, dass nun nur noch Frau Wittler die Bude schön machen und Herr Zwegat sich ums Geld kümmern müsste – also die Figuren aus diversen Sendungen zusammenkommen. Genau diesen Gedankengang aufgreifend spinnen wir hier nun eine hoffentlich lustige Geschichte, in der wir versuchen, so viele Figuren aus Serien, Filmen und der Werbung wie möglich unterzubringen. Da dies recht lang werden könnte, werden wir diese “Neverending Story” einfach in bequemen Häppchen servieren.

Die Namen der Serien, Filme und der darstellenden Figuren werden größtenteils extra nicht erwähnt. Man darf also gerne mitraten, wen wir meinen und seine Vermutungen in den Kommentaren niederschreiben. So und jetzt genug geschwafelt – los gehts:

Ein junger Mann parkt seinen gelben Mustang vor einem älteren Gewerbegebäude und hinkt auf einen Stock gestützt hinein. Drinnen erwartet ihn ein Computerfreak und während dieser viele bunte Knöpfchen an seiner monströsen Schaltzentrale betätigt, tauscht der junge Mann die Straßenkleidung gegen eine schwarze Motorradkombi. Er steigt auf das im Nebel der sich öffnenden Kammer auftauchende Motorrad. An der Seite des Gebäudes schieben sich wie von Zauberhand zwei Reklamewände auseinander und aus dem entstandenen Loch kommt das Mopped gehüpft. Noch bevor er auf der Straße landet, berührt sein Hinterrad das Dach eines seinen Weg kreuzenden schwarzen Sportwagens, der daraufhin mit quietschenden Reifen zum Stehen kommt.

Der große lockige Fahrer mit der viel zu kleinen Lederjacke steigt aus und blickt dem sich schnell entfernenden Zweirad hinterher. Als dieses außer Sichtweite ist, schaut er auf das Dach seines Trans-Am, wohlwissend, dass es unkaputtbar ist, was ihm die Laberkarre auch sogleich unaufgefordert mitteilt. Genervt steigt er wieder in den Wagen, in dessen Innerem sich fast so viele Knöpfchen wie am Schaltpult des Freaks in der Halle nebenan befinden, und schaut auf die Monitore, wo in C64-Klötzchengrafik zwar ein schwarzes Fahrzeug, aber weit und breit kein Motorrad zu sehen ist. Also tritt er die Heimfahrt an.

Auf dem gegenüberliegenden Dach hockt ein Typ in blauen Leggins und einem blau-roten Oberteil, der alles ganz genau beobachtet hat. Indem er so etwas ähnliches wie Seile von einer Hauswand zur auf der einen Straßenseite zur nächsten auf der anderen Straßenseite schießt, nimmt er die Verfolgung des Wagens auf. Während dieser die 3. Kreuzung in Folge schadfrei überquert, setzt beim Verfolger aufgrund eines leichten Schnupfens der Spinnensinn aus und so klatscht er volles Rohr auf die Breitseite eines von links kommenden schwarzen Vans mit auffälligem rotem Streifen. Doch ehe der stämmige, dunkelhäutige Fahrer nach dem Aussteigen fluchend um seinen Wagen gelaufen ist, um seine Irokesengranate zu werfen, ist der Legginsträger schon nächste Hauswand hochgeklettert, freilich nicht ohne die Milchschnitte essenden Speedkletterer zu überholen, die sich mal wieder ausgeschlossen haben.

To be continued …

Im Dunkel der Nacht steht ein schwarzer Mercedes 560 SEL (Baureihe W 126) auf dem verlassenen Hafengelände. Die schwarz getönten Scheiben rundum (Gott schütze das TÜV-lose Amerika) gewähren keinerlei Einblick. Ein schwarzes Ferrari Daytona – Imitat erscheint auf der Bildfläche und kommt auf dem Schotterparkplatz (Achtung …) mit quietschenden Reifen (… ja nee, is klar) zum Stehen. Die Fahrertüre des Benz öffnet sich und der aussteigende Lakai eilt nach hinten, um dem Drogenbaron die Tür zu öffnen. Als dieser aussteigt, bequemen sich auch die Möchtegern-Ferrarifahrer aus der Bestuhlung: der eine ein straßenköterblonder Schönling im seidigen und vor Allem pastellfarbenen Blouson, die Föhnfrisur locker im Wind, der andere ein gewandter, anzugtragender Afroamerikaner mit lässiger Krause.

Die Parteien nähern sich an, jede einen schnieken Echtlederkoffer dabei. Der Drogenbaron packt den Stoff aus, die Sportwagenfritzen die Kohle. Dann wird es hell, Sirenengeheul, Polizisten kriechen aus allen Ecken. Der Drogenbaron und seine Lakaien haben naturgemäß keinen Bock auf die Verhaftung und eröffnen das Feuer – natürlich zuerst auf die beiden vor ihnen stehenden Schönlinge. Während die Föhnfrisur eine schick glänzende Pistole zu Tage fördert, hat Kraushaar eine abgesägte Schrotflinte in der Hand und es keimt die Frage auf, in welcher Ecke seines Anzugs er die versteckt hatte. Egal, erst schiessen, dann Fragen stellen. Damit die Tarnung nicht auffliegt, rasen die beiden Undercovercops wieder im Ferrari-Nachbau davon.

All dies wird mit der typischen Musik der 80er Jahre untermalt, die im Vergleich zum Rest auch heute noch cool ist. Aber die Klamotten gehen ja dreimal gar nicht und auch die Frisuren, gerade die der Damenwelt, würde man heute selbst zu Karneval nicht tragen wollen. Alles ist kitschig bunt: Klamotten, Häuser, Autos. Und auch die genutzten Utensilien lassen an der Zeit der Aufnahmen keine Zweifel, sieht man zum Beispiel, wie der dunkelhäutige Mann sich lässig an sein Cadillac Cabrio lehnt, in der Hand einen Hörer, von dem aus ein Spiralkabel ins Wageninnere führt.

Erst vor wenigen Tagen sah ich 2 Folgen Miami Vice, die wohl des Nächtens auf ZDF laufen und bei Schlaflosigkeit eine willkommene Kurzweil bieten, denn entweder fasziniert einen der jeweilige Fall oder man amüsiert sich einfach über das zu sehende heute Retro genannte Zeug, auf dass man früher selbst mal stand. Wem das zu spät ist, der kann sich auch die DVDs von Miami Vice ins Haus holen. Bestimmt 10 mal kultiger als das filmische Remake aus 2006.

In einem Kuhkaff im Süden der Staaten treiben zwei Hinterwäldler, deren Verwandtschaftsgrad nie bestätigt wurde, ihr Unwesen: sie schmuggeln unter Zuhilfenahme einer Müllwagenorange lackierten Prollschleuder und unter Missachtung sämtlicher Regeln der dortigen Straßenverkehrsordnung selbstgebrannten Fusel von A nach B.

Ihr Glück ist, dass die örtlichen Polizisten nicht gerade die hellsten sind und ihre Führerscheine wohl einfach zum 16. Geburtstag geschenkt bekommen haben. So gehen die Verfolgungsjagden für die beiden Tölpel meist zu ihren Gunsten aus und sollte sich doch mal ein Gesetzeshüter in den Weg stellen, wird sich ganz mittelalterlich mit Pfeil und Bogen der Weg freigeschossen – sehr zum Ärgernis des Dorfchefs, der die Beiden gerne hinter Gittern sehen würde.

In Ermangelung von Mobiltelefonen wird mittels CB-Funk mit dem Rest der Familie oder Freunden kommuniziert, die dann ebenfalls das ein oder andere Mal zu Hilfe eilen. Sei es der alte Mann (Onkel), der es meist mit Worten versucht oder die scharfe Cousine, die eher halbnackt die Ordnungshüter oder zu bekämpfenden Bösewichte mit ihren beiden wichtigsten Argumenten um den Verstand bringt.

Und nachdem der örtliche KFZ-Meister, der scheinbar ständig high ist, die orange Prollschleuder noch ein wenig gepimpt hat, springen die beiden Dorfhonks mal wieder unter dem lauten Getöse ihrer Mehrklangfanfare ohne TÜV-Zulassung mit ihrem Hobel über einen Erdhügel, Fluss oder Gegner – je nach dem, was sich gerade bietet – dem Sonnenuntergang entgegen. Und natürlich geht der Wagen nie kaputt. Wer‘s glaubt …

PS: Ach, was habe ich diese eigentlich stupide Sendung geliebt. Ob es am 1969 Dodge Charger “General Lee” oder an Daisy Duke lag, weiß ich nicht mehr. ;-) Ich wäre für eine Wiederholung von “Ein Duke kommt selten allein. Und falls nicht, ist die komplette erste Staffel (5 DVDs) auch schon recht günstig zu bekommen.

Der nicht gerade unvermögende Selbständige (die Branchen variieren ähnlich wie bei einem der fliegenden Flohmarkthändler mit Migrationshintergrund) Jonathan Hart wird verdächtig oft in Kriminalfälle verwickelt. Da er die privaten Ermittlungen alleine aber nicht auf die Kette bekommt, hilft ihm seine Frau Jennifer, die sich in damaliger Ermangelung von Internet und Zalando trotz ihrer zeitweiligen Tätigkeit als Journalistin zu Hause sonst nur langweilt.

Daran kann auch der leider viel zu alte Butler (Chauffeur / Mädchen für Alles) Max nichts ändern, der somit meist daheim bleibt, damit irgendwer die Fußhupe mit dem merkwürdigen, altdeutschen Namen Friedwart zum Bäume anpinkeln ausführt. Manchmal ist er aber auch samt Schoßhündchen dabei, wenn es an verschiedensten Schauplätzen dieser Welt was zu ermitteln gibt.

Obwohl es sich bei „Hart aber herzlich“ eigentlich um eine Krimiserie handelt, wird einem das kriminalistische Vergnügen oftmals durch die schamlose Zurschaustellung von Romantik und Liebe vermiest, wie sie heutzutage in keiner normalen, mehrere Jahre andauernden Ehe vorkommen kann soll darf dürfte.

Wer sich dennoch traut (schöne Wortspielvorlage, oder?), der kann tatsächlich die erste Staffel von Hart aber herzlich auf DVD ordern, sollte aber zu den Risiken und Nebenwirkungen seine bereits verheirateten Freunde befragen.

Unglaublich und vor Allem peinlich, dass ich das früher mal gerne gesehen habe …

Auf die lustige und lästernde Art und Weise wollen wir hier ein paar bekannte Fernsehserien vorstellen. Den Anfang macht die Serie “Das A-Team” – fast schon passend zum Kinostart des neuen Films, der erschreckender Weise schon jetzt als DVD vorbestellt werden kann. Jetzt aber zur Vorstellung der Serie – viel Spaß! (Wenn ihr hier eine bestimmte Serie vorgestellt haben wollt, schreibt sie einfach in die Kommentare.)

Vier Zivildienstverweigerer werden von einem Militärgericht – angeblich zu Unrecht – wegen eines Verbrechens verurteilt. Natürlich kann niemand die Supertruppe halten, die sich dann auch umgehend auf eigene Verantwortung aus dem Gefängnis entlässt – sehr zum Unmut eines Angehörigen der Militärpolizei, der kurzum einen Großteil seines Lebens darauf verschwendet, die Flüchtigen wieder einzufangen. Und natürlich scheitert er immer. Und dass, obwohl die angeblichen Ex-Mitglieder einer militärischen Spezialeinheit beim Thema Tarnung offensichtlich den Unterricht geschwänzt haben. Wie sonst ließe es sich erklären, dass sie zur Fortbewegung zwar mit einem dunklen Van durch die Gegend rollen, diesen aber entgegen den Regeln der Kunst Tarnung mit roten Streifen und Felgen versehen haben. Und auch der Schönling der Truppe beweist seine Abwesenheit, indem er eine weiße Corvette mit ähnlich rotem Streifen bewegt – sehr unauffällig.

Weil nur Flüchten auf Dauer zu langweilig ist, helfen die Jungs als A-Team in fast jeder Folge der ersten Staffeln mehr oder minder hilfebedürftigen Menschen, wie sie fast in jeder amerikanischen Serie der 80er Jahre zum Einsatz kommen. Bestes Beispiel ist der arme Farmer, der seine Melonenernte zwar ein- aber nicht zum Markt bringen kann, da ein fieser Groß(melonen-)grundbesitzer ihn daran hindert. Im Regelfall kontaktiert die nicht unattraktive Farmerstochter, die im Laufe der Folge garantiert noch von Face beigeschlafen wird, ohne Wissen ihres stolzen Vaters das A-Team.

Meist wird der Kontakt über Hannibal, dem ranghöchsten Mitglied und somit Chef der Truppe,  hergestellt, der verdächtig häufig seine sexuellen Neigungen zur Schau stellt, indem er sich in Frauenkleider hüllt. Hält er den „Klienten“ für echt oder würdig, gibt er sich zu erkennen. Dann baldowert er einen irrwitzigen Plan aus, um entsprechend gut helfen zu können.

Dafür organisiert der bereits erwähnte Face dann mittels Lug und Trug das benötigte Equipment. Hierfür und für das spätere Bespringen der Kliententochter ist sein gutes Aussehen nicht gerade hinderlich. Was ihm stinkt ist, dass es häufig keine richtige Bezahlung gibt und somit nicht genug Knete in die Gemeinschaftskasse kommt zwecks Kostendeckung.

Da die Pläne des Colonels anfänglich meist schief gehen oder ihnen der eingangs erwähnte Militärpolizist das ein oder andere Mal gefährlich nah kommt, landen sie häufig in scheinbar ausweglosen Situationen. Beliebt ist hier eine alte Scheune oder Lagerhalle voll mit Gerümpel. Genau aus diesem Schrott baut B. A., der farbige McGyver des Teams, mithilfe des meist vorhandenen Werkzeugs und Schweißgerätes ( ;-) ) immer total tolle Panzerfahrzeuge, die wahlweise Ziegenkotbälle oder tote Bisamratten verschießen können.

Soll es in entfernte Länder gehen, kommt der vierte im Bunde zum Einsatz: Murdock. Denn der (vorgetäuscht?) nicht ganz dichte Typ redet zwar mit als Handpuppen getarnten Socken, kann aber alles fliegen, was Flügel hat – außer tote Vögel, die sich aber auch prima als Munition für das oben erwähnte Fahrzeug eignen. Andere Fähigkeiten, mit denen er sich besonders hervortun könnte, hat er meinem Wissen nach nicht.

Bei einer weiteren Lektion scheinen die Herren dem Unterricht beim Militär nicht gefolgt zu sein: dem Schießen. Denn obwohl in jeder Folge fast so viele Kugeln wie in Rambofilmen fliegen, ist die Trefferquote doch erschreckend gering. Und so wird im Gegensatz zu den letztgenannten Filmen nie jemand getötet – maximal leicht verletzt. Ein Trost, dass auch die Gegner nicht besser schießen können.

Am Ende siegt natürlich das Gute und das A-Team verlässt Lucky-Luke-mäßig die Szenerie Richtung Sonnenuntergang – ohne jemals zu erfahren, wie viele kleine Facemänner mittlerweile wohl rumlaufen …

© 2010 laester.TV Suffusion theme by Sayontan Sinha