Dauerwerbeblog

Nach der Finalshow von “Das Supertalent”, über die wir hier berichteten, durfte man, da ja überzogen wurde, auch gut ein Viertelstündchen länger auf die Entscheidung warten, in der Michael Hirte noch ein wenig in seine Mundharmonika blies (bekam dann noch von Dieter Bohlen im Weihnachtsmann-Outfit 5-fach Platin für über eine Millionen verkaufte Tonträger), es nochmals eine Werbeunterbrechung sowie diverse Schnelldurchläufe gab und natürlich nochmals die Jury nach ihrer Meinung befragt wurde, bevor Notar Dr. Fleichhauer (etliche Jahre Jurastudium, um bei RTL-Shows doofe Umschläge auf die Bühne zu schleppen? Ich weiß nicht …) den lang erwarteten Umschlag mit den vermutlich 264 Karten brachte, von denen Marco Schreyl gefühlt stundenlang ablas und somit seine legendären Schwafeleien vom Stapel ließ. Und wer hat nun gewonnen? Wer ist das Supertalent 2010? Wer hat 100.000 Euro gewonnen?

Freddy Sahin-Scholl hat gewonnen und ist das Supertalent 2010!

Besser als ein Hund ist es allemal, oder?

Für manche Menschen ist dieser Samstag, der 18.12.2010 ein Trauertag, da heute zum letzten Mal “Das Supertalent 2010” lief, andere machen drei Kreuze, dass der Mist endlich vorbei ist. Denn eigentlich ist auch das nur ein weiter Gesangswettbewerb, bei dem es zur Auflockerung auch andere Acts im “Rahmenprogramm” gibt. Und so gab es heute das große Finale, wie immer moderiert von unserem undynamischen Duo Marco “The Laberer” Schreyl und Daniel “The Wannabe-Comedian” Hartwig. Die im Finale gänzlich machtlose Jury bestand auch am heutigen Abend wieder aus Sylvie “Optisches Beiwerk” van der Vaart, Bruce “Still Crying” Darnell und Chefjuror Dieter “I’m the Greatest” Bohlen.

Und so ging es dann um den unbrauchbaren Titel und die reichlich brauchbaren 100.000,- Euro und sie 12 Finalisten machten das, was sie halt in den Casting- und Halbfinalshows schon präsentiert haben, manchmal besser, manchmal nicht. Natürlich aufgelockert durch gefühlte Eintausend Einspieler, in denen irgendwelcher Kram aus den vergangenen Sendungen gezeigt wurde. Hier die Zusammenfassung der einzelnen Protagonisten:

Daniele Domizio
Der 8-Jährige Macho aus dem Sauerland, der von der Jury weiter gewählt wurde, tanzte mal wieder zu Musik von Michael Jackson – und den Jackson Five. Leider hat niemand gebuzzert, obwohl man das ja auch schon mal gesehen hatte. Macht man bei Kindern aber wohl nicht. Der überhebliche Bengel selbstbewusste Junge hatte auf jeden Fall Spaß und wurde natürlich über den grünen Klee gelobt. Ich fand es eher einschläfernd, was nicht gerade förderlich ist, wenn eine Sendung bis 23.00 Uhr laufen soll.

Ramona Fottner
Die 15-Jährige sang heute mal wieder was von Celine Dion, diesmal allerdings in englischer Sprache, nämlich “The Power Of Love“, was ich eigentlich von Jennifer Rush kenne, aber egal. Der Auftritt war ordentlich, was aber von einer Finalistin auch nicht anders zu erwarten war.

Bubble Beatz
Die beiden Schweizer, natürlich in alter Tradition im Laufe der Performance mal wieder mit freiem Oberkörper unterwegs, trommelten mal wieder auf den Dingen rum, die man beim Entrümpeln des Kellers an die Straße stellt. Von der Gewinnsumme könnten sie sich 2 oder mehr T-Shirts kaufen. Der Auftritt war mit Licht und Feuer sehr spektakulär. Leider wiederholten sich Titel wie Insomnia, die sie schon im Casting gebracht hatten.

Andrea Renzullo
Der Junge, der stimmbedingt und seinem Vornamen entsprechend gerne Frauenlieder singt, gab heute auch mal wieder “Run” von Leona Lewis zum Besten. Das Artisten irgendwann nichts Neues mehr zeigen können, ist sicherlich verständlich, aber ein Sänger könnte doch eigentlich aus den Vollen schöpfen, denn Musik gibt es sicherlich genug. Die Leistung des 14-Jährigen war sicherlich gut, aber sonst natürlich langweilig und die Frisur erinnerte mich an Bill Kaulitz von Tokio Hotel.

Um 21.06 Uhr gab es dann nach den ersten vier Auftritten endlich die erste Verschnaufpause für den Zuschauer. 21.15 Uhr ging es dann auch schon weiter.

Ruddy Estevez
Der Masseur aus der Dominikanischen Republik schmetterte seinen Zuhörern wie üblich einen klassischen Titel entgegen: “En Aranjuez con tu amor“. Meines ist diese Art Musik ja nicht so ganz und so fand ich auch diesen Auftritt recht ermüdend. Hätte man sich nicht einen peppigeren Titel aussuchen können? Die sollten auch in der Klassik zu finden sein. Technisch war es aber wohl gut.

Natalya Netselya
Auch im Finale ging es wieder in den Sandkasten, Natalya erzählte wieder eine Geschichte (diesmal das Leben von Lady Diana), indem sie Bilder mit Sand malte, musikalisch natürlich untermalt von “Candle In The Wind” von Elton John. Hat sie schon gut gemacht, Sylvie heulte, Ziel erreicht.

Darko Kordic
Der 34-Jährige trällerte am heutigen Abend “Dance With My Father” (keine Ahnung, wo der Schreyl immer das “again” herholt, das zwar im Lied, aber nicht im Titel vorkommt) von Luther Vandross, was er schon im Casting sang und womit er eine ähnliche Einfallslosigkeit wie andere Sänger vor ihm bewies. Bruce mobilisierte wieder einige Liter Tränenflüssigkeit, die er nur mit Mühe und Not zurückhalten konnte, um sie nicht wie aus einem C-Schlauch bei der Feuerwehr auf seine Mitmenschen zu schießen.

Erschreckenderweise wurde der Viererrhythmus nicht beibehalten und so ging es in eine weitere Werbepause, die ich spannender als den bisherigen Teil der Show gestalten konnte, indem ich in der Küche die Spülmaschine ausräumte. Dann ging es auch schon mit dem nächsten Talent weiter:

Thomas Lohse
Nach der gefühlt hundertsten Präsentation seiner Schicksalsgeschichte, die sicherlich erstaunlich, aber durch RTL leider mittlerweile auch abgegriffen ist, spielte er heute “Ballade Pour Adeline” von Richard Clayderman auf dem Klavier, was er richtig gut machte. Für mich kein Grund zu lästern und seine Mimik ist nun mal wie sie ist.

Stevie Starr
Er schluckte mal wieder Alles, was nicht niet- und nagelfest war. Das Faszinierende ist, dass man nicht weiß, wie er es macht. Auch im Internet sind dazu keine Lösungen, sondern nur Mutmaßungen zu finden. Z. B.: Schluckt er große Dinge (Billardkugel, Ei, Glühbirne), kann er nicht sprechen. Man vermutet etwas Anatomisches. Mir alles egal: ich finde es unterhaltsam und der Typ ist irgendwie sympathisch.

Michael Holderbusch
Der Mann mit der Joe-Cocker-Stimme sang heute auch mal wieder einen Titel von selbigem: “You Are So Beautiful” und das machte er richtig gut, auch wenn er – wie die meisten Sänger heute Abend – dies bereits im Casting gesungen hatte. Der “verschollene Ludolf”, den man heute mal in einen Anzug genäht hatte, ist halt der beste Beweis, dass man ein Buch nicht nach dem Einband beurteilen sollte. Er war auf jeden Fall Bruce Darnells Favorit.

Es ging in Werbepause Nummer 3, die mir Gelegenheit gab, endlich mal die Toilette aufzusuchen. Dort summte ich weiter Joe Cockers Liedchen. Wieder zurück am Fernseher ging es dann mit den fehlenden zwei Kandidaten weiter. Und es waren schon 22.52 Uhr, die Sendung sollte doch laut Fernsehzeitschrift nur bis 23.00 Uhr gehen. Dann noch eine Stunde Pause bis zur Entscheidung, das dortige endlose Geschwafel … da wird es wohl 01.30 Uhr werden. Mal ehrlich: das guckt doch dann kaum noch jemand, oder?

Tobias Kramer
Der Gehörlose tanzte mal wieder und ich muss leider wieder einmal feststellen, dass die Tanzerei zwar ganz nett, aber bei weitem nicht das Beste an Tanzerei ist, was ich je gesehen habe. Gut, er hört nichts … ach lassen wir das. Auch er ist sympathisch – Punkt.

Freddy Sahin-Scholl
Der Mann mit den zwei Stimmen trällerte mal wieder sein selbst komponiertes “Carpe Diem” (das könnte man sicherlich so veröffentlichen) und es war qualitativ natürlich überzeugend. Auch hier weiß ich nicht so recht, was ich sonst noch schreiben sollte, da es zwar gut, aber ähnlich unspektakulär wie die ganze Show war.

Die Sendung endete um ca. 23.15 Uhr und somit verschiebt sich auch der Beginn der Entscheidung, über die wir gleich in einem separaten Beitrag berichten werden, so Gott mich nicht einschlafen lässt.

Catweazel Michael Holderbusch,  die Mülltrommler Bubble Beatz, Schluckspecht Stevie Starr kamen im 3. Halbfinale vom Supertalent weiter. Der Mann mit den 2 Stimmen und den 3 Fussballer-Namen Freddy Sahin-Scholl, der gehörlose Tänzer Tobias Kramer und Ramona Fottner wurden bereits im 2. Halbfinale durchgewunken.

Im 1. Halbfinale sang der Junge mit dem weiblichen Vornamen Andrea Renzullo sich ins Finale, Natalya Netselya darf auch im Finale wieder mit Sand spielen / malen und für den “ach-ist-der-aber-süß-Faktor” ist der 8 jährige Daniele Domizio zuständig, der sich mit einer Michael Jackson Nummer ins Finale moonwalkte !

Heute musste man sich Günther Jauch bzw. SternTV anschauen um zu erfahren wer beim 4. Halbfinale ins Supertalent weitergekommen ist: Thomas Lohse (der Klavierspieler) und Darko Kordic (der von der 3. Generation) wurden von den Zuschauern gewählt und die Jury ließ noch Ruddy Estevez ins Finale. Am kommenden Samstag sind dann 12 Teilnehmer die noch gegeneinander antreten.

Der Marco schreibt dann am Samstag über das Finale, ich wünsche ihm dabei viel Durchhaltevermögen und euch viel Spaß!

Auch bei der heutigen “Samstagabendshow am Mittwoch” standen wieder 10 Teilnehmer zur Wahl, wenn die Ansprachen von Schreyl und Hartwig genauso kurz wären wie der Rock von Sylvie van der Vaart wäre die Sendung echt toll ;) . Ich möchte nicht wissen, wieviele RTL Zuschauer erst viel viel später gemerkt haben, dass heute nicht die Supernanny oder der Peter Zwegat lief ;) . Die Saalfrank saß mit dem Zwegat bestimmt auf der stillen Treppe :) .

Die Dancefloor Destruction Crew aus Schweinfurz äh Schweinfurt drehten sich mal wieder auf dem Kopf, sry, ich erkenne ja an, dass Breakdance gut aussieht, aber ein wirkliches Talent? Dieter wollte, dass die Jungs von DDC, die “RUN DDC” T-Shirts beim Interview anhatten, die Zuschauer noch mehr anheizen – ganz ehrlich, die Engel – Performance zu Techno-Beats kombiniert mit Super-Mario Sounds und House Musik hat mich nicht geflasht. Die Tatsache, dass die Jungs sich dann noch so einem Mix von Babra Streisand und You Can Leave Your Hat On sich oben rum ausgezogen haben, hat mich eher zum wegschauen angeregt. Bruce Darnell fand es besonders toll, dass sich die Jungs die Klamotten ausgezogen hatten, Sylvie war sooo stolz und Dieter – tja – Dieter war meiner Meinung.

Sonja Pesie ist sweet 15,  und kommt aus Pluwig (das liegt übrigens in Rheinland-Pfalz), beim Casting sang sie “In my Daughter´s Eyes” und heute versuchte sie sich an Get Here von Oleta Adams , natürlich erst nachdem die Zuschauer über die böse böse Mutter von der Sonja aufgeklärt wurden, denn die hat nicht an ihre korpulente unattraktive Tochter geglaubt und ausserdem soll diese noch gesagt haben, dass die Sonja dick und hässlich ist. Ganz ehrlich, sowas gehört doch nicht ins Fernsehen, also damit meine ich nun nicht (nur) die Sonja – diese Heulerei-Geschichten meine ich diesmal. Wir erfahren, dass Sylvie das Lied bei der Hochzeit gehört hatte und das Bruce Darnell auf einmal Ahnung von Musik hat ;) .

Petr Spatina aus Wien spielte sich mit seiner Glasharfe beim Casting schon locker ins Halbfinale, doch ist das wirklich ein Talent? Laut Moderator sollten später alle schreien “Kack die Wand an ist das ne geile Mucke!” Mit seinem Kollegen Antonin Vilis wollten die beide “unsere” Herzen berühren und spielten wohl deswegen heute zunächst River Flows In You und dann I Will Survive auf Gläsern spielten und anschließend noch “I am dreaming of a white Christmas” nachlegten – ich fand es “nett”, aber ein Supertalent muss für mich schon etwas besonderes können.

Bei Ruddy Estevez kommt eigentlich aus der DomRep, wohnt nun in Hamburg und singt klassische Stücke wenn er nicht gerade jemanden massiert. Im Casting sang er “Canto de la terra” von Andrea Bocelli, heute versuchte er sein Glück mit xxx. Im Casting wollte er vom Pop-Titan wissen ob er singen kann und Dieter Bohlen wollte noch mehr Gefühl, wahrscheinlich wurde deswegen auch vorher die Herz-Schmerz-Story von der verstorbenen Mutter rausgeholt. Er sang ein Lied aus dem Soundtrack von “Der Pate” (geile Filme übrigens, ich kann jedem der sie noch nicht hat die Der Pate Trilogie wärmstens empfehlen…). Erwartungsgemäß hat Ruddy Estevez den Song gut gesungen… Dieter Bohlen und Sylvie van der Vaart versuchten sich in billigen Wortwitzen: “Höhepunkt, operiertes äh berührtes Herz” … und der Bohlen titulierte den Gesang als Ohren-Massage und lästerte auch über sich selbst.

Dann wurde sich noch mal über den “Sonnentänzer” lustig gemacht und es ging um 20:56 Uhr in die erste Werbepause und anschließend ging das geläster über die ehemaligen Kandidaten weiter. Ein Indiz dafür, dass es bei der Sendung nur um die Quote geht und nicht wirklich um die Suche nach einem wirklichen Supertalent :) .

Peter Wehrmann ist ein Kind der 70er aus Berlin, geht als einziger Beatboxer an den Start, im Casting überzeugte er damit die Jury, ob sein heutiger Auftritt wohl auch die Zuschauer erreicht? Er führte seine musikalische Zeitreise fort, und Dieter Bohlen buzzerte recht schnell. Bruce Darnell wollte “nett sein und schnell aus der Nummer rauskommen” , Sylvie war auch nett “du bist der Grund warum wir Beatboxer normalerweise nicht weiterlassen” und auch Dieter fand, dass es gut war – als es vorbei war :) . Der Peter sollte mal besser Schattenboxen …

Es folgte die nächste tragische “Die Welt ist so ungerecht” Homestory, Nilson Mufume und sein kleinerer Bruder Zito Mufume kommen beide aus Hannover, der Stadt von Lena Meyer-Landrut. Dieter Bohlen lobhultete im Casting den Auftritt der beiden als “bester Tanzact des Wettbewerbs”, nunja, auch heute tanzten die beiden nicht aus der Rolle, aber reicht das wirklich zum “Supertalent” ? Mufume Power sollte es werden, Nilson tanzte sich warm, der kleine Super – Zito kam auf die Bühne und die beide legten schon ne gute Performance auf das Parkett, aber ganz ehrlich? Kein Supertalent, weder der Nilson noch der Zito! Für das 4. Halbfinale sollte der Auftritt allerdings auf jeden Fall reichen und auch Sylvie van´t die “KOREAGRAFIE” ganz ganz super super toll und die beiden sollten “weiter gehen so”. Dieter ruderte etwas zurück und sprach die Unsyncronität der beiden an.


Thomas Lohse
wohnt in Leuna (Na? Kennt ihr nicht? Ist in Sachsen-Anhalt!) , lernbehindert, analphabet und natürlich steht das ganze “ganz oben” auf der Liste der zu wissenden Dinge – von der Förderschule für Behinderte bis hin zum Abitur – das verdient natürlich Respekt, aber wozu brauchen wir die Information? Thomas spielt perfekt Klavier, heute klimperte er die Schicksalsmelodie aus “Love Story” – aber sorry, das ist KEIN Supertalent – auch wenn Dieter Bohlen ihn mit Paul Potts am Klavier tituliert.

Es folgten die Goldies aus Geldern und die fand ich ja niedlich! Die rüstigen resoluten Rentner sangen beim Casting “Junge” von den Ärzten und der Dieter Bohlen hat bei den älteren Herrschaften einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Heute rockten die Rentergarde mit äääh Junge die Bühne … sie sangen also das gleiche Lied einfach noch mal. Tja so ist das, die hatten wohl schon vergessen, dass die das Lied schon hatten. Ich WETTE im Finale würden die auch das Lied Junge singen ;) . Mein Respekt vor dem Alter verbittet mir nun über die Opis und Omis zu lästern, RTL mit den Dritten singt es sich hier am besten, sagte Dieter Bohlen – der jeden anderen Künstler in der Luft zerissen hätte wenn der / die / das den gleichen Song nochmal gesungen hätte.

Timothy Patch ist 61 Jahre alt und kommt zum Glück aus dem Outback ;) – Scherz, er kommt aus Lower Beechmont , das ist kein neues Bundesland auf dem Gebiet der ehemaligen FKK-Hochburg in Deutschland, nein Lower Beechmont liegt in Australien. Timothy Patch dürfte den meisten bekannt sein als Penismaler, denn er malt tatsächlich mit seinem kleinen Winsel – den benutzt er als Pinsel und malt damit Bilder. Talentfreiheit par excellence, der ist nur in der Show, damit Leute wie wir drüber lästern können ;) – nunja, die frage ob sein Pinsel immer steif ist konnte ich nun nicht klären, ob die weiße Farbe eigenproduziert wird zum Glück auch nicht. Heute sollte der Timothy angeblich unzensiert gezeigt werden, ob unzensiert oder unrasiert – die nackte Kanone malte erst mit seinen Händen, dann mit seinem Kopf, dann mit seinem Hintern und setzte zum goldenen Schuss Schluss dann noch seinen kleinen Pinsel ein. Er malte Dieter Bohlen, somit hatte Dieter Bohlen nun schon mal ein Schwanz im Gesicht – zumindestens das Bild von ihm ;) . Bruce kicherte wie ein kleines Kind, denn “es war nicht sein Ding” und Dieter (klaute mir gerade meinen Schwanz im Gesicht Witz) und fand das Bild nicht schlecht.

Last but not least kam dann Darko Kordic kommt aus Berlin und ihn kennt man das aus der Band “Die 3. Generation” – die haben mal ein Titelsong für Big Brother gesungen (Leb, so wie du dich fühlst), beim Casting sang er “Dancing with my father” und heute wollte er auch mal mit der Mutter tanzen. Okay, der war schlecht, laut Anmoderation MUSS der Darko nun sein Geld als Maler und Lackierer verdienen – die arme Sau. (so kam die Moderation rüber), auch bei Darko wurden wieder Tränen gezeigt, vor allem vom Vater Branko.  Darko sang: “Make you feel my love” von Garth Brooks und hey, das klang echt gut – aber alles andere hätte mich auch enttäuscht.

Es hat den Anschein, dass JEDER Kandidat beim Supertalent 2010 dieses Jahr irgendwelche Probleme hatte, entweder war es Rassismus, eine schwere Krankheit, eine Behinderung oder aber halt eine schwere Kindheit. Oft auch vieles zusammen, traurig aber wahr – ein Großteil der Sendezeit bestand aus den tränenreich aufbereiteten Videos zu den Kandidaten – hilft uns oder der Jury das bei der Entscheidungsfindung ob da ein Supertalent vorhanden ist? Der einzige Marktwert der sich seit dieser Staffel Supertalent 2010 sich verändert hat (egal ob nach oben oder nach unten) ist der von den beiden Moderatoren Hartwig und Schreyl und natürlich von der Jury, die gegenseitige in-den-Arsch-Kriecherei war ja schon ekelig. Heute wurde die Sendung ja gott sei Dank auf nur 120 Minuten (inkl. Werbung) gequetscht, sonst wäre wahrscheinlich auch Onkel Jauch sauer geworden, denn seine Sendezeit ist (noch) heilig ;) .

Wer im Finale ist, ja das lest ihr gleich im seperaten Beitrag!


…es ist doch zum Mäuse melken, nach dem ich 1600 Wörter über das 3. Halbfinale von Supertalent verloren habe, wollte ich auch noch schnell ein YouTube Video raushauen, Marco war schon im Bett, auf “schneiden” hatte ich keine Lust mehr und so stellte ich relativ zeitnah quasi “Rohmaterial” online, mit dem Gedanken: “Schaut sich eh kaum einer an!” …

Nun sind wir fast 10.000 Videoviews später zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich wohl doch ein paar Leute angeschaut haben – und natürlich haben wir auch ein paar nette Kommentare bekommen, an denen wir uns nun Jahrelang ergötzen können :)

So, nach dem langen Beitrag über das 3. Halbfinale vom Supertalent (11.12.2010) mache ich es nun verdammt kurz und es wundert mich nicht, weiter sind: Michael Holderbusch, Bubble Beatz und die Jury hat auch noch Stevie Starr mitgeschleppt. Am Mittwoch setzt das Format Supertalent dann die RTL Supernanny auf die stille Treppe, denn am kommenden Mittwoch findet das 4. Halbfinale statt und dann stehen alle Finalisten für das große Supertalent Finale am Samstag fest.

Heute war das 3. Halbfinale , kaum zu glauben, aber nächsten Mittwoch kommt dann das 4. Halbfinale …

Dieter Bohlen wollte einen auf Karl Lagerfeld machen, doch ihm fehlte (hinten) der Schwanz! Daniel Hartwig brachte es auf den Punkt, solange der Schwanz vorne dran ist, ist ja alles Wurst. Am Anfang dachte ich, es wäre eine Selbstdarstellungs-Show von Dieter Bohlen, denn die ersten 10 Minuten ging es nur um Hartwig, Dieter Bohlen und die Anziehsachen. Apropo Anziehsachen, Silvie van der Vaart sah toll aus, hatte ein knappes Kleidchen an und Bruce Darnell … ja der war auch da ;) .

Dann wurde es Zeit für den ersten Künstler, Kai Leclerc (41) hing im Casting schon an Decke, der “Deckenläufer aus der Schweiz” – auf die Frage wie er das ganze macht sagte er hätte Anti-Schwerkraft Tabletten … also ich fürchte ja, der Typ braucht ganz andere Tabletten. Als Weihnachtsmann verkleidet führte er wieder seine Show vor, es wurde von Wham – Last Christmas eingespielt und es war wie beim “Last Casting” , er zog halt wieder seine “Ich-hänge-mit-Magnet-Schuhen-an-der-Decke-und-mache-dabei-Geräusche-wie-der-Nachbar-von-Lumpi-beim-begatten-seiner-Ehefrau-Show” ab und ich darf noch mal kurz hinterfragen ob das ein Talent ist. Bruce Darnell stimmte ein und war froh, dieses nicht entscheiden zu müssen. Sylvie fand es süß und lustig und Dieter faselte ebenfalls was von süßem Auftritt.

Es folgte dann mal wieder einwenig Werbung für Bruce, Sylvie und Dieter, wir hatten ja schonmal erwähnt, dass die Jury sich dieses Jahr massiv in den Vordergrund (d)rückt. Man hätte auch meinen können man müsse bei RTL Zeit schinden, schließlich sind es ja nur noch 9 Teilnehmer und man muss die Sendung ja schon irgendwie füllen ;) .

Es folgte der Auftritt von Manuela Wirth, 43jährige ist an Multiple Sklerose erkrankt, sitzt im Rollstuhl, sang im Casting “Soulmate” von Natasha Bedingfield und heute sang sie You’ve Got A Friend von Carole King

Mich stört ja “etwas”, dass bei solchen Formaten immer auf die Tränendrüse gedrückt werden muss. “Die Diagnose reisst Michaela mitten aus dem Leben” “Es ist ein Schock…” “Keiner weiß wie es weiter gehen soll!” “An den Rollstuhl gefesselt…” – Für die Phrasen hätte RTL das Phrasen-Schwein aber mehr als nur einmal füllen müssen. Verwandte wurden mit Tränen in den Augen gefilmt und das ganze überschattete für mich den Auftritt, der nicht schlecht war.

Kay Rauber und Christian Gschwend sind ja die Bubble Beatz, die selbsternannten Schrottschweine ja, und die hauen halb nackt auf Schrott rum und machen so Musik … es ist musikalisch, aber ist es ein Talent? Ich weiß es nicht! Diesmal erinnerte mich der Auftritt irgendwie an die Blue Man Group, event. weil man kaum was gesehen hatte. Diesmal kam als Effekt noch die Flex zum Einsatz und geschrieen haben die beiden auch noch – aber ist das wirklich ein Supertalent? Naja, besser als der letztjährige Gewinner der Sendung waren die beiden schon, denn das war ja wenn wir mal kurz zurückblicken wollen ein Hund der Kunststücke gemacht hat :) .

Die Zuschauer forderten Zugabe, ob die beiden im Finale dann ganz nackt auftreten und freihändig trommeln entzieht sich glücklicherweise meiner Kenntnis und ich mag es mir auch nicht vorstellen. Dieter Bohlen, der sich ja eigentlich mit Musik-Müll auskennen sollte, machte dann noch ein paar Wortwitze – die für diesen Blog aber eindeutig zu schlecht waren und deswegen springen wir mal schnell zum nächsten Kandidatin.

Josefine Becker (15) singt klassiche Oper und bereits beim Casting wurde auf die Tränendrüse gedrückt, ihre Familie ist nämlich hoch verschuldet, gott sei dank sind wir bei RTL, sicherlich kann man da mal kurz den Peter Zwegat vorbei schicken. Wir wissen nun, dass der Vater Johannes Becker einen Schlaganfall hatte, die Mutter Andrea Becker der Meinung ist, dass Josefine ihm mit dem Gesang hilft und natürlich flossen auch wieder televisuell aufbereitete Tränen, gehört das in eine Samstag-Abend Show? Ich wiederhole mich ja ungern, aber was haben die Emotions-Geschichten mit dem Supertalent zu tun? Nichts, oder? Sie sang das klassische original (aus den 30er Jahren) welches nun wahrscheinlich alle als  “Somewhere over the Rainbow” kennen und quitschte dabei recht hoch. Modisch gesehen hatte sie wohl einen Berater, denn gegenüber dem 1. Auftritt hatte sie sich optisch verbessert.

Anthony Wandruschka, der Mann am Trapez – riskiet nichts und schon gar nicht sein Leben – er ist ein guter Artist, keine Frage – aber wo ist da ein Talent? Er ist ein Profi-Artist der das ganze seit Jahren trainiert. Heute sahen wir Anthony also wieder am Trapez schwingen, anschließend schaukelte er auch noch! Gähn! Meiner Meinung nach, aber ich habe ja auch keine Ahnung, schaukelte sich Anthony damit ins AUS!

Michael Hemmersbach hat nicht nur den gleichen Vornamen wie Michael Hirte, ne, der Michael Hemmersbach fragte sich auch ob er ein Zivilversager ist, ohne festen Job, 27 Jahre alt, ist Straßenmusiker und lebt auf den Kosten “von allen die Ihn mögen” in Koblenz. Die idealen Voraussetzungen also um beim Supertalent zu gewinnen ;) . Heute sang er “Mad World” von Gary Jules erntete Lob und Applaus und auch Dieter Bohlen faselte weichgespülte Phrasen, bla bla bla… langweilig! Genauso langweilig war die Dieter Bohlen Styling Show, er durfte nämlich die männliche Barbie Puppe (nein, nicht Ken) Daniel Hartwig bei jeder Werbepause einkleiden und die beiden beschossen sich gegenseitig mit Flachwitzen. 2008 hätte Dieter Bohlen dann auch endlich mal den 2. Akkord gefunden – Riesenwitz – ich glaube den hat Fips Asmussen schon mal gebracht ;) .

Marc Eggers (24), ist der attraktive Breakdancer, welcher sich in seiner Zivildienststelle um einen behinderten Jungen kümmert, gerne mal vor Freude weint. Er wurde als Tanzrakete mit guter Laune Garantie vorgestellt, doch auch er hat eine Leidensgeschichte – seine Eltern haben sich getrennt, sein Vater hat eine neue Frau kennengelernt. 4 Tage vor Weihnachten wurde er als 16 jähriger von seinem Vater vor die Tür gesetzt, er zog dann bei seiner (nun 28 jährigen) Schwestern ein. Das ganze Bla Bla Bla dauerte länger als der Auftritt, wo geile Lieder drin vorgekommen sind. Dabei zog sich Marc immer mehr aus und zeigte seine Breakdance-Elemente unterstrichen von der tollen Musik (unter anderem lief sogar Stayin’ Alive von den Bee Gees), der Laser-Show und Pyro-Effekten sah das ganze toll aus, aber jetzt mal unter uns – Supertalent? Da muss für mich mehr kommen… Bruce Darnell lobte Marc Eggers, Sylvie van´t ihn hot. sehr sehr sexy und getanzt hatte er auch toll … jaja, bei twitter wurde übrigens häufiger gefragt ob Marc Eggers schwul ist – die Antwort muss ich euch schuldig bleiben.

Stevie Starr (45), der “Müllschlucker” aus Schottland, hatte im Casting richtig viel geschluckt. Ich glaube der Typ hat schon mehr geschluckt als alle Damen aus der Erotik-Branche zusammen, das Problem, der schluckt nicht, der spuckt danach auch noch. Sprich er holt es wieder hoch. Wie eine Kuh, denn die Kuh ist ja auch ein Wiederkäuer…

Zunächst rauchte er etwas, dann schluckte er Spülmittel, vermischte das ganze und machte dann Luftblasen mit dem Mund, er füllte die Seifenblasen mit Rauch und da stellt sich nun natürlich die Frage wie Stevie Starr das wohl macht. Ich kann es euch nicht erklären. Dann schluckte er einen kleinen Ballon (mit etwas Luft drin) , anschließend schluckte er einen Nagel und lies den Ballon im Bauch platzen. Anschließend holte er mit einer Glühbirne die er ebenfalls runtergeschluckt hatte den Nagel wieder hoch. Er schluckte auch noch einen kleinen Zauberwürfel (Rubrik Cube) und verstellte im Bauch die Seiten von dem Würfel. Anschließend schluckte er Heroin Zucker, trank Wasser hinterher, gurgelte und spuckte Dieter Bohlen Zucker in die Hand. Die perfekte Illusion, ganz ehrlich, bis dato war Stevie Starr der einzige der es geschafft hat mich zu unterhalten – sicherlich sind das alles irgendwelche Tricks, sicherlich steckt da irgendetwas hinter, aber das ist für mich ein Supertalent.

Anschließend holte Dieter Bohlen 2 Goldfische und ließ einen von Stevie Starr runterschlucken und wieder hochholen, ich seh schon die Tierschutzorganisationen Amok laufen, vor allem weil Dieter Bohlen auf die Aussage, dass das Lebewesen nachfolgendes gesagt hat: “Och, 2 Goldfische mehr oder weniger!” :)

Die Schweizerin Liz Schneider aus Zürich (soll tatsächlich schon 30 Jahre alt sein) (das ist die schöne Blondine mit dem schönem weißen Kleid (wo man im Casting den Slip sehen konnte) und dem großem weißen Cello namens Schneewittchen). Es fällt auf, dass verdammt viele Schweizer beim deutschen Supertalent teilnehmen, oder? Sie spielte Paparazzi von Lady Gaga und mich erinnerte der Auftritt an die Wartemusik in einer Telefonwarteschleife achne, beim Supermarkt oder im Aufzug da wird sowas in der Art gespielt. Liz sah dabei “unten rum” zwar sexy aus, aber sie machte ein Gesicht wie 7 Tagen Regenwetter. Also breitbeinig rumsitzen, ein Cello spielen ist definitiv KEIN Supertalent! Dieter hat bei ihr gebuzzert, er teilt also meine Meinung und wollte das Publikum erlösen. Er verglich ihren Auftritt mit einer Frau, die vor der Waschmaschine auf die Wäsche wartet und er war sich auch recht sicher, dass keiner anruft. Mmmh, ggf. liegt diese Einschätzung aber auch an der Tatsache, dass Liz Schneider diversen Gerüchten nach “gekauft” gewesen sein soll.

Michael Holderbusch, sieht aus wie Bruder Tack aus Robin Hood und er überzeugte ja schon alle im Casting (mit Joe Cocker), auch hier hatten wir eine Leidensgeschichte, auf die ich nun nicht weiter eingehen möchte. The same procedure as every Casting Show! Er sang von Rod Steward – Waltzing Mathilda , auch bekannt als Tom Traubert’s Blues! Eigentlich ist der Song Australiens bekanntestes Volkslied und scheinbar kam es auch ganz gut an, Bruce Darnell vergoss wieder Tränen, dass Studio-Publikum dankte es mit Standing Ovations und und und…übrigenz Waltzing Matilda hat nichts mit “Matilda walzen” zu tun, auch wenn man es bei der Körperfülle von Michael Holderbusch mutmaßen könnte.

Fazit: Ich frage mich was beim Supertalent – super ist, ich frage mich auch wo bei einigen Kandidaten ein Talent vermutet wird und ich frage mich ebenfalls ob RTL nicht nur ein super talent hat Leidensgeschichten in die Öffentlichkeit zu bringen um Quoten zu machen. Geht das ganze nicht auch ohne diese Tränendrüsen-Aktionen? Eure Meinung? Wer beim 3. Halbfinale weiter ist erfahrt ihr dann in einem seperaten Blogbeitrag, ihr merkt schon, ich baue hier nun einen riiiiiiiiieeesigen Spannungsbogen wie Marco Schreyl oder Daniel Hartwig auf ;)

Hier findet ihr die 3 die weiter gekommen sind, alle anderen sind somit raus ;)

Tja, was soll man schreiben? Das 2. Halbfinale von “Das Supertalent” am heutigen Samstag, den 04.12.2010, war wie das erste Halbfinale eigentlich nur ein eine Wiederholung bereits gesehener Auftritte. Und während dieser Sendung passierte beim ZDF während “Wetten, dass …?” ein Unfall, so dass diese Sendung abgebrochen wurde. Vermutlich hat RTL da also ein paar Zuschauer geerbt. Leider boten die 10 Kandidaten kaum was. Nachdem Bohlen prollig im Wiesmann Roadster angefahren kam ging es los.

Ryan Lam zerteilte mal wieder Gurken und Melonen mit dem Samuraischwert, bezog diesmal Sylvie van der Vaart in sein Programm mit ein, die damit ihren im Publikum sitzenden Mann Rafael van der Vaart schonte. Soweit zwar beeindruckend, aber nichts Neues.

Korea Lee traf in der Vorbereitung David Garrett. In der Show – man errät es kaum – spielte sie Geige. Und das auch noch schlecht, wie Dieter Bohlen fand.

Die Pellegrini Brothers führten eine Akrobatiknummer vor und ich konnte kaum einen Unterschied zu ihrer letzten Darbietung erkennen.

Dickson Oppong spuckte Wasser, Laura Rieger sang (“Das Beste” von Silbermond) und Yevgeniya Stöcklin hampelte zur aktuellen Single “Only Girl (In The World)” von Rihanna an der Stange rum. Langweilig.

Ramona Fottner sang was Französisches von Celin Dion und bekam gute Kritiken. Tobias Kramer, der Gehörlose, tanzte wieder – teilweise mit Unterstützung – und die gebotene Show war echt gut.

Dann wurde es wieder gruselig, denn Susan Sykes, die eher unter ihrem Künstlernamen “Busty Heart” bekannt ist, präsentierte mal wieder ihre riesige Oberweite und zapfte damit ein Fass an. Kein Talent und laut Gerüchten aus dem Internet auch ein von RTL bezahlter Act, was das Weiterkommen erklären würde. Rafael van der Vaart schien wenigstens amüsiert.

Zu guter Letzt sang dann noch Freddy Sahin-Scholl, der Mann mit den zwei Stimmen.

Ich möchte keineswegs die Leistungen einzelner Darbietungen schmälern, aber es war doch langweilig, da es halt nichts Neues war. Und wenn man dann im Internet liest, in wie vielen Shows im Ausland einige der Kandidaten schon waren, ist es auch irgendwie traurig.

Die Zuschauer durften mal wieder 2 Kandidaten durch Anrufe weiter bringen, die Jury dann den dritten Act. Und die Glücklichen waren – oh Wunder – Freddy Sahin-Scholl und Tobias Kramer durch Zuschauer-Voting, Ramona Fottner durch Jurywahl – alles sehr vorhersehbar.

Und wie immer war es irgendwas zwischen 0:30 Uhr und 1:00 Uhr – irre, oder? Die nächste Sendung kann sich Jens wieder angucken …

Da Marco scheinbar während der Sendung eingeschlafen ist (ich schiebe es jetzt mal auf den Versuch von Martin Bolze der in bester Uri Geller Art versuchte alle Zuschauer zu hypnotisieren, bei mir hat es wohl nicht geklappt, denn ich kann meine Hände noch auseinander nehmen und diesen Beitrag hier tippen) schreibe ich mal hier ein paar Worte zum Suppenkasper ähh Supertalent.

Der 14 jährige Andrea Renzullo sang von Leona Lewis “Footprints In The Sands” und schoss sich damit ins Finale, apropo Sand , die “ich-male-mit-Sand” Natalya Netselya (25 Jahre jung, extrem sexy aus Leipzig) darf auch im Finale weiter malen sie überzeugte heute mit einer Malerei der deutschen Teilung (welches von “Freiheit” von Marius Müller-Westernhagen musikalisch untermalt wurde) und der 8 jährige Daniele Domizio tanzte sich als Michael Jackson Imitation ins Finale.

Tja, was gab es sonst noch zu sehen? Tobias Diesner machte das gleiche wie im Casting, tanzte in einem riesigen Luftballon und Dieter Bohlen brachte es in bekannter direkter Art auf den Punkt: “Hättest du dir den Fön in den Arsch gesteckt und dich selbst aufgepumpt, wäre das super gewesen!”

Bei Emilia Arata (20 Jahre alt aus Hessen) war Bohlen der Meinung, dass das hübsche Ding zu viel an hatte als diese in einer Glaskugel sich rekelte und Kurt Späth spielte mit einer großen Säge rum, Harry Keaton konnte auch nicht überzeugen und Robert Maaser zündete ein Feuerwerk. Gesungen hatte auch Tanja Grunewald, aber im Finale sind halt “nur” : Andrea Renzullo, Natalya Netselya und Daniele Domizio!

Das stand um 1:10 Uhr fest – somit wird das Supertalent nun zum “Stefan Raab Format” auf RTL, sry, aber so lang kann und darf man die Zuschauer nicht vor dem Fernseher festhalten, dass hält doch keiner aus, wer sich sowas ausdenkt sollte mit Justin Bieber Musik nicht unter 2 Alben bestraft werden.

Apropo Musik, Michael Hirte wurde auch wieder ausgebudelt, er spielte: “My Heart will go on” … and i will also go now… :)

Eigentlich ging ich davon aus, dass ich am gestrigen Samstag (20.11.2010) überhaupt nichts zu “Das Supertalent 2010″ schreiben müsste, da ich in der Vorschau nur etwas von Entscheidungen mitbekommen hatte. Aber tatsächlich wurden uns und der Jury vom Moderatorenpaar Schreyl / Hartwich noch weitere Kandidaten präsentiert. Allerdings hatte ich gestern echt Probleme mit den Namen, denn einerseits waren die Kandidaten aufgrund von Genuschel, Dialekt oder mangelnder Lautstärke kaum zu verstehen, und andererseits sparte RTL sich meistens die sonst üblichen Einblendungen oder ließ diese nur für den Bruchteil einer Sekunde auftauchen, so dass an Lesen oder gar Mitschreiben nicht zu denken war. Sollten sich also Fehler bei Namen, Altersangaben oder Orten eingeschlichen haben, werfen Sie bitte den ersten Stein in meine Richtung.

Jens Buntemeyer, 44, aus Ganderkesee / Oldenburg
Der Kerl sollte nach eigener Aussage so geil singen, dass die Leute es für Playback hielten. Die Realität sah dann etwas anders aus. Er quäkte die ersten Töne von “Highway To Hell” von AC/DC und das Publikum buhte, die Jury buzzerte und wir wurden relativ schnell von diesem Mist befreit.

Magory Geraldine Broschinski, 7, Bremerhaven
Ein Flügel stand auf der Bühne, die von dem kleinen Mädchen betreten wurde. Sie sang das derzeit wieder sehr beliebte “Over The Rainbow“. Fast wie die junge Judy Garland, aber meines Erachtens etwas quäkig, was sicherlich eine Frage des Alters ist. Genauso wie die mangelnden Englischkenntnisse, was zu lautsprachlichem Text führte. Nicht weiter mit der Standardbegründung: zu jung.

Melissa Nock, 14, aus Heinsberg
Steht auf Dieter Bohlen seit sie 7 Jahre alt ist, will ihn und hatte noch keinen Freund. Um ihn zu beeindrucken, singt sie “Michaela” von Bata Illic, ersetzt das “Michaela” aber durch “Dieter Bohlen”. Der Pöbel buht verständlicherweise, während die Jury tanzte, Dieter sie umarmte. Auf dem Rückweg zum Pult buzzerte Bruce schon mal. Es kam was kommen musste: 2 mal nein, Dieter sagt natürlich ja und gibt ihr einen Schmatzer auf die Wange. Für Melissa ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen. Hallo, die ist 14! Unglaublich …

Enrico Stroncone, 52, Handwerker, Single aus Neuss bei Düsseldorf
Singt angeblich seit 10 Jahren Oper, Operette und Musical und meint, es gäbe Hässlichere als ihn, was zu beweisen wäre. Er sang dann “Time To Say Goodbye” von Andrea Bocelli, wobei das Publikum schon bei den ersten Worten lachte, dann buhte, was ihn glücklicherweise aufhören ließ. leider nicht lang genug, denn er fing wieder an. Das folgende Buzzern sorgte dann endlich für Erlösung. Bruce zog daraufhin irgendeine merkwürdige Hello-Show ab und Enrico war nicht weiter.

Tatjana Zimek, 43, Chickencoach
Die Tiertrainerin wurde mit ihren Hühnern in einer Schubkarre auf die Bühne gefahren. Angeblich kennt sie alle Hollywoodgrößen, denn ihre dressierten Hühner spielen in vielen Filmen mit. Dann ließ sie mit Hilfe ihrer beiden Assistenten die Hühner durch Ringe hüpfen und lauter anderes merkwürdiges Zeug veranstalten. Das an sich war aber nicht das Schlimmste, nein es war ihr ständiges raus geschrienes “Hüüüüühner!” und “Supi!”. Zum Glück buzzerten alle Jurymitglieder und machten dem bunten Treiben ein Ende.

Mary Roos Kouba, 18, Karlsruhe, macht eine Ausbildung zur Musikpädagogin
Die erste Kandidatin der heutigen Show, die mit einem Schicksalsschlag aufwarten kann. Ihre Mutter kann nicht arbeiten, da sie an einer unheilbaren Krankheit erkrankt ist und obwohl sie eigentlich das Haus nicht verlassen darf, kam sie zur Show, um ihre Tochter dort zu sehen. Die kam mit einer riesigen Gitarre auf die Bühne und sang “All This Time” von Maria Mena. Aber erst, nachdem sie von Bruce mal ordentlich abgeknutscht wurde. Können sich die Leute eigentlich nicht dagegen wehren? Egal, Dieter fand es nicht überragend, aber die zwei ja von Sylvie und Bruce reichten zum Weiterkommen.

Bernd Weckerle, 57, Pantomime (eigentlich Biologe) aus der Nähe von Freiburg
Kam in einem Sack auf einem Scooter angefahren und alleine diesen Anblick fand Bruce so lustig, dass er sich kaum nicht einkriegte vor Lachen. Er musste sogar fast den Saal verlassen. Es machte den Eindruck, als hätte er nicht mehr alle Latten am Zaun, den der Rest der Jury fand einen rollerfahrenden Sack irgendwie gar nicht lustig. Nach seinem Auftritt kletterte Bernd aus dem Sack und Bruce sagte, dass er es geil fand. Ja, das haben wir wohl mitbekommen. Sylvie hat die Nummer nicht verstanden und Dieter fand es kurzfristig gut, aber dann langweilig. Nur ein ja reicht leider nicht: nicht weiter. Btw: ich fand es die ersten Sekunden auch lustig, war allerdings nicht ganz so aus dem Haus.

Michaela Esser, 42, Maler und Lackiererin aus Alsdorf bei Aachen
Die Powerfrau war mal Bodybuilderin, präsentierte hier aber nicht ihren Körper, sondern wollte mit Gesang überzeugen.  Bevor sie loslegte, grub sie aber erst mal Dieter Bohlen an. Gab dann ihren selbst geschriebenen Titel “Mein Suppenhuhn” zum Besten, inkl. Pupsgeräuschen. Die Melodie kannte ich irgendwo her. Bruce buzzerte pfeilschnell, als sie anfing zu singen schreien und das Volk buhte sich ‘nen Wolf. Megapeinlich – gut dass ich nicht mehr in Aachen wohne, da scheinen in letzter Zeit nur noch Freaks und Asis her zu kommen. Ach ja, die Dame war natürlich nicht weiter.

Mike Döring, 37, und Leonie Polster, 23, aus Oberbayern
Präsentierten sich als Gruppe “Leander”, waren hypernervös und beim ersten Anblick dachte ich schon “Ach Du scheiße!”. Er sang ein selbst komponiertes deutsches Lied, sie begleitete ihn am Flügel. Und was soll man sagen: da ab es nichts zu lästern, denn es war wirklich gut. Er erinnerte mich stimmlich an jemanden (nein, nicht Unheilig), mir fiel aber nicht mehr ein, an wen genau. Publikum und Jury waren begeistert, selbst Bohlen fand es zwar die Stimme nicht “schön” attestierte aber Wiedererkennungswert und fand das Lied total dufte. Weiter.

Freddy Uekermann, 18, Abiturient aus Hagen
Tanzte die Choreographie aus Beyonces Video “Single Ladies“. Natürlich trug er High heels und das Publikum buhte schon, als der wie Harry Potter in Weiberklamotten aussehende Typ die Bühne betrat. Als er dann loslegte, wurde es nicht besser.Dieter und Bruce buzzerten, Sylvie nicht. Aber nur, weil sie das Lied mochte und es zu ende hören wollte. Den Typen fand sie auch schlecht. Nicht weiter.

Dirk Bergmann, 33, aus Winterberg im Sauerland
Vater einer 4jährigen Tochter, schwul (oder wie er es nannte: primär homosexuell), Ex-Puffbesitzer (jetzt hat er nur noch einen kleinen Privatclub im Erotikbereich) und Sänger. Will sich neu orientieren. Interessante Info: war nie im Stimmbruch, was man so beim Reden nicht hörte. Also erwartete man zumindest beim Singen eine merkwürdig hohe Stimme. Doch als er dann “Sie liebt den DJ” von Michael Wendler in normaler Stimmlage zum Besten gab, war zumindest Sylvie enttäuscht. Auf ihr Bitten hin singt er dann Ave Maria und es war ein himmelweiter Unterschied zu dem zuvor präsentierten. Und es war richtig gut, sorgte für standing ovations. Dieter fand es geil und der Rolexträger war weiter.

Dann folgten die Entscheidungen, wer in die Liveshows kommt. Ohne Publikum. Man sah einige Teilnehmer im Rückblick und eine diskutierende Jury. Es folgt die Revanche von Dieter an Bruce. Der Mann mit dem Katana (japanisches Schwert) kam und Bruce wurde diesmal mit zu zerteilenden Gurken dekoriert. Das Ganze wurde von RTL natürlich wieder höchst dramatisch dargestellt, ich kann nur so viel sagen: Bruce hat überlebt und keinerlei Körperteile eingebüßt. Das kann man gut finden oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen.

Dann wurden die 30 Kandidaten gezeigt, die weiter sind und uns in den Liveshows nochmals ihr Talent präsentieren werden. Allerdings wurde dann auf 40 von ehemals 40.700 Kandidaten erhöht, es wird also vier Halbfinalshows geben und das sind die Teilnehmer:

Peter Wehrmann
Bubble Beatz: Christian Gschwend und Kay Rauber
Ruddy Estevez
Yevgeniya Stöcklin
Dancefloor Destruction Crew
Thomas Lohse
Marc Eggers
Michael Hemmersbach
Natalya Netselya
Laura Rieger
Petr Spatina
Ramona Fottner
Anthony Wandruschka
Harry Keaton
Tobias Kramer
Liz Schneider
Josefine Becker
Robert Maaser
Manuela Wirth
Kai Leclerc
Freddy Sahin-Scholl
Daniele Domizio
Emilia Arata
Nilson und Zito Mufume
Stevie Starr
Michael Holderbusch
Dickson Oppong
Tobias Diesner
Tanja Grünewald
Darko Kordic
Timothy Patch
Korea Lee
Ryan Lam
Andrea Renzullo
Sonja Pesie
Pellegrini Brothers
Martin Bolze
Kurt Späth
Susan Sykes
Die Goldies

Die Mischung ist auf jeden Fall bunt: vom singenden Kind bis zum mit seinem Penis malenden Künstler bekommt man recht unterschiedliche “Talente” präsentiert. Wie sich der Penismaler allerdings steigern will, entzieht sich – zum Glück – meiner Kenntnis.

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