Dauerwerbeblog

In der letzten Zeit blieb ich beim Hüpfen durch die Programme in Ermangelung an Alternativen wieder häufiger bei VOX und deren Sendung “Goodbye Deutschland! Die Auswanderer” hängen. Das Prinzip ist meistens immer noch das gleiche: wir dürfen Menschen ohne Plan und Ahnung zusehen, wie sie total überrascht sind, das im Zielland eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird, das man Hartz IV auf “Malle” nicht kennt, sondern für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss und das die Einheimischen nicht alle mit offenen Armen auf noch mehr doofe Auswanderer aus Deutschland warten.

Gestern war ich dann kurzfristig erstaunt, als eine Frau gezeigt wurde, die es mit 40 noch mal wissen wollte, zwar auch Sprachprobleme hatte, der aber ansonsten echt die Sonne aus dem Allerwertesten schien. Sie hatte echt Glück ohne Ende: der Job war toll, die Chefin von ihrem Können begeistert und zwar so sehr, dass sie der Dame die Filialleitung des Pigmentierladens (keine Ahnung, was das ist – Frauenthema halt) in Cannes anbot. Auch eine supergeile Wohnung mit schicker Terrasse war schnell gefunden.

Erst dachte ich, ich wäre bei seriöser Berichterstattung zum Thema Auswandern gelandet. Allerdings muss ich zugeben, die erste Hälfte der Sendung verpasst zu haben und so fehlten mir vermutlich wichtige Infos. Denn neben ihrer Fußhupe (Yorkshire-Dingsbums), die meistens getragen wurde, hatte die Dame auch ihre kleine Tochter dabei, die ihren Vater, von dem die Dame anscheinend getrennt lebte, dann nicht mehr sehen könnte und ihn aber arg vermisste. Also sagte die Dame nach einigen Tränen ihrer Tochter und etwas Geschwalle ihres (Ex-?)Typen die Chance ihres Lebens mit einem Einkommen von 5.000,- Euro ihrer Tochter zu Liebe ab.

Natürlich ist das aus menschlicher Sicht alles richtig und auch die Inhaberin des Ladens konnte das nachvollziehen. Aber ich bitte euch: Überlegt man sich so etwas nicht vorher? Entweder ich entscheide – in dem Fall auch für das kleine Kind – und ziehe es durch oder ich bleibe direkt zu Hause. Aber so wurde man auf jeden Fall daran erinnert, welches Format man sich hier ansah. Manche Menschen sind echt bekloppt …

Heute Abend (3. Januar 2011) startet die 6-teilige Sendung über den Selfmade-Millionär Robert Geiss und seiner Frau die auf den Namen Carmen Geiss (dicke Lippen haben schöne Namen, heißen Toska, Ruth oder auch Carmen…) hört, jeden Montag um 21:15 Uhr auf RTL2 und angeblich soll das Format die beiden (also Robert und Carmen) hautnah zeigen, mmmh, die beiden sind 46 Jahre alt, ob ich die wirklich hautnah sehen möchte? Und wer immer dachte, dass “komische Vornamen” in der Regel ein Hinweis auf Hartz4 Empfänger ist, tja der bekommt heute auch mal einen auf seinen Vorurteilssack. Okay, die Kinder von Robert und Carmen heißen nicht Cindy, Jacqueline, Kevin, Justin oder Bieber aber irgendwie “komisch” sind die Vornamen schon.

Die beiden “Glamour” Liebhaber leben nämlich mit den Töchtern (und nun passt genau auf!) Davina Shakira (etwas Waka Waka der Name, oder?) und Shania Tyra (Shania Twain, Tyra Banks?) mal im Penthouse in Monaco, mal in einer Traumvilla in Sankt Tropez und hin und wieder auch in Kitzbühl – damit heute Abend wieder alle richtig neidisch werden dürfen wird auch noch die Yacht der Familie Geiss gezeigt, in der Garage steht neben einem Bentley und einem Rolls Royce auch noch ein Hummer.

Leben wo andere Urlaub machen: St. Tropez, Monaco, Kitzbühel & Köln. (Der Urlaubsort Kitzbühel in Tirol wird übrigens wirklich so geschrieben)

“Die Geissens – Eine schrecklich glamouröse Familie” zeigt also eine Familie wie die Fußbroichs, denn auch die Geissens, also die Fam. Geiss kommt aus Köln und wer genau wissen möchte woher man Robert Geiss kennen könnte wird auch schnell fündig – Uncle Sam! Die Sportmarke gründete er zusammen mit seinem Bruder in den 80er Jahren und verkaufte dann irgendwann seine Anteile, vermehrte dann wohl seine Kohle durch Aktien und Immobilien – also in der Tat ein Selfmade Millionär der für seine Kohle gearbeitet hat und deswegen gönne ich ihm nicht nur den Bentley und seine Yacht, nein ich gönne ihm auch noch den Hummer und ich hoffe für ihn und seine Familie, dass diese 6 tlg. Fernsehserie über seine Person und seine Familie, ihm unter den oberen 10.000 (in dessen Liga er ohne Zweifel spielen dürfte) keine Nachteile verschafft.

…und ganz unter uns: WARUM müssen sich Leute die (scheinbar) viel Geld haben, sich selber in so hässligen Klamotten stecken? Warum muss das D&G Zeichen auf der Dolce Gabanna Sonnenbrille größer sein als auf jeder Fake Brille vom Strandhändler auf Malle? Warum muss das Ed Hardy Zeichen immer so prominent in die Kamera gehalten werden als wäre man ein schlecht bezahltes Modell? Warum muss sich eine 46 jährige Dame, die sich ja scheinbar noch recht gut gehalten haben, wie Barbie ankleiden und auf High Heels durch die Gegend stöckeln, während diese in Monaco. St. Tropez oder sonst einem Drittland das kölsche Dialekt raushaut – und nun kommt die Masterfrage: Wenn man sowas schon macht – warum lässt man sich dann, erst für VOX (Goodbye Deutschland) und jetzt auch noch für eine eigene Fernsehsendung, dabei filmen?

Also hier kann Geld ja nicht der Beweggrund Nr. 1 gewesen sein, oder?

Letzten Freitag fuhren wir nach Aachen, da wir in der Stadt etwas zu erledigen hatten. Immer wenn es mich in die Aachener Innenstadt treibt, muss ich in die Fußgängerzone, um eine Bratwurst zu essen. Früher standen noch zwei Männer dort: einer mit blauem Sonnen-/ Regenschirm, einer mit einem gelben Exemplar. Den blauen Schirm habe ich aber schon lange nicht mehr gesehen – vielleicht hat er aufgegeben. Wäre auch nicht meins, den ganzen Tag mit so einem Riesenbauchladen in der Fußgängerzone rumzustehen. Aber der Herr unter dem gelben Schirm ist Kult und die Bratwurst im Brötchen – wahlweise mit Senf oder Ketchup oder beidem – ist echt lecker.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt: “Was hat der denn geraucht? Wieso textet der uns hier mit seinen Essritualen voll?” Ganz einfach: als wir uns dem gelben Schirm am Freitag näherten, fiel mir ein Kamera auf, die von “Kreativen” sowie einem technisch Versierten mit Kopfhörern und Rucksack voll Technik umringt war. Die Kamera zielte auf “meinen” Bratwurstmann. Der Herr, den ich mit dem roten Pfeil markiert habe, stellte sich bei den Aufnahmen immer neben den Bratwurstmann.

Erst dachte ich an einen Trupp vom WDR, die Aufnahmen für die Lokalzeit aus Aachen aufnehmen, aber auf der Kamera war keiner der üblichen WDR-Aufkleber zu entdecken. Das war aber nebensächlich, denn der Gedanke daran, in Aachen gewesen zu sein und keine Bratwurst gegessen zu haben, ließ mich näher treten. Ich sah Würstchen auf dem Grill liegen und es keimte wieder Hoffnung auf. Als jemand “Bandwechsel” rief und der Techniker an der Kamera rumfummelte, nutzte ich meine Chance, kaufte eine Wurst und fragte den Verkäufer, was hier los sei. Er ist ein Komiker und so antwortete er, dass er groß im Pornogeschäft rauskommen will. Ich wusste, dass ich keine gescheitere Antwort erhalten würde und riet ihm, bei der nächsten Einstellung seine Klamotten vom Leib zu reissen.

Mit der Bratwurst in der Hand stellte ich mich an den Rand und während meine Frau durch ein Klamottengeschäft tingelte, beobachtete ich während des Verzehrs das weitere Treiben. Drei neben mir stehende Jugendliche unterhielten sich und der letzte Dazugekommene fragte, für welchen Sender die drehen, was einer der Coolen, der sich in der nächsten Szene natürlich zum Wurstkauf vor die laufende Kamera drängen wollte, mit “Für Vox, Alta!” beantwortete.

Ich näherte mich unauffällig und tatsächlich konnte ich hören, wie mein Bratwurstmann von einem aufgerollten Din A4-Blatt irgendetwas von einer Vorspeise vorlas und kommentierte. Das hörte sich stark nach “Das perfekte Dinner” an. Auf der Kamera war dann noch der Name der Produktionsgesellschaft zu lesen und Recherchen im Internet ergaben, dass diese tatsächlich das besagte Dinner produzieren.

Während das Promidinner aufgrund seiner X-, Y- und Z-Promis schon reichlich uninteressant ist, hat mich die Variante mit “normalen” Menschen nie interessiert. “Meinen” Bratwurstmann würde ich aber schon gerne in dieser Sendung sehen, denn mich würde interessieren, was es bei ihm wohl als Hauptspeise gibt. ;-)

Veronika Fischer, Xenia Seeberg, Martin Kesici und Rolf Schneider haben etwas gemeinsam, alle vier sind scheinbar nicht mehr so Big im Business, dass die televisuell unerfolgreichen 4 nun schon beim Promi Dinner kochen müssen. Klingt echt hart, aber irgendwie ist es doch so, oder? Würde mich nicht wundern, wenn es demnächst ein Popstars-Special beim Promi Dinner gibt, da können die 4 Bandmitglieder von LaVive (LaSchief, LaGruft, LaWer, LaEnde, ViVaLaLa) auch schon mal kochen, denn viel weiter wird es die Casting Band auch nicht schaffen.

Berlin stand gestern Kopf:

Sängerin Veronika Fischer (ach so, die singt?) , Schauspielerin Xenia Seeberg (die mit den dicken Lippen, die war 2005 auch schon mal nackt im Playboy), “Star Search” (da war doch mal was) -Gewinner Martin Kesici und Ex-”Germanys next Topmodel”-Juror Rolf Scheider (besser bekannt als Rolfeeee – oder aber auch der komisch-sprechende-Typ-der-neben-Heidi-Klum-sitzen-darf-und-gerne-mit-den-Händen-rumfuchtelt) fanden also alle eine kurzfristige Unterkunft in Berlin, und durften sich also bei den anderen “Promis” eine Woche lang durchschlagen, in privaten Sachen stöbern, sich televisuell zum Affen machen  und natürlich auch kochen. Die Teilnehmer kochten in der Hauptstadt des Volkes (mit den wohl besten Teflon-Pfannen der Welt)  gestern mal wieder um die Wette – und wisst ihr was? Ich hab weggeschaltet, ich konnte mir den Rolf nicht länger an tun, nichts gegen ihn persönlich, aber seine doch sehr “eigene Art” ging mir gehörig auf den Beutel vom Weihnachtsmann.

Die Rezepte habe ich trotzdem noch für euch, die findet ihr nämlich hier , als ich kurz mal drüber geschaut habe, fand ich allerdings auch nichts aufregendes, das “normale Gulasch” von Kesici fand ich persönlich noch am besten.

Xenia Seeberg erzielte gestern 30 Punkte. 30 Punkte sind auch nur möglich, sie gewann also das perfekte Promidinner vom 05.12. mit ihren Jakobsmuscheln mit Salz-Mandelmus und Kaffeebalsam gefolgt von einem goldgebratenen Seeteufel mit asiatischem Gemüse und Yuzu und Crème California zum Nachtisch.

In Berlin kann man ja im KaDeWe – dem sogenannten Kaufhaus des Westens sehr gut einkaufen, die Feinschmecker von euch werden sicherlich die Lebensmittelabteilung dort “oben” kennen. Die kann ich wirklich empfehlen. Als Weihnachtsgeschenk kann ich übrigens die Bücher vom Promi Dinner wärmstens empfehlen (und das hat nun nichts mit dem Rolfé zu tun) , in der Rubrik Essen & Trinken gibt es aber auch noch weitere Kochbücher. Ich gebe auch gleich zu denken: Wenn man seiner Liebsten ein Kochbuch schenkt, dann denkt das holde Weib nicht: “Oh, toll, ein Kochbuch, ja dann schau ich da doch gleich mal rein ob ich daraus was leckeres zaubern kann!” Nein, das holde Weib denkt in der Regel: “Watt? Kann ich nich kochen oder was?” und ggf. bekommt man das Kochbuch zur besinnlichen Weihnachtszeit um die Ohren geschlagen. Wer das ausschließen kann, ja der kann ja zugreifen oder ggf. sich selbst beschenken. Die Promi Dinner Rezepte gibt es aber auch immer kostenlos zum runterladen auf der Webseite von VOX.

Am heutigen Dienstag, den 09.11.2010, war es soweit: das große Finale bei X Factor. Moderator Jochen Schropp hatte sich in einen besonders eleganten Zwirn geschmissen, um die die beiden Finalisten zu präsentieren. Till Brönner kam mit seiner Künstlerin Edita Abdieski, die bei DSDS übrigens von Dieter Bohlen nicht weiter gelassen wurde,  auf die Bühne, George Glueck begleitete seine Gruppe “Big Soul”, bestehend aus Nadine Stricker, Alexandra Piskol, Martina Plieger und Michelle Straubel, Sarah Connor kam alleine. Jeder Act sollte 3 Lieder singen, darunter jeweils der Siegertitel “I’ve come to life” und ein Titel im Duett mit einem großen Künstler – Edita mit Xavier Naidoo, Big Soul mit Shakira.

Nach einer kurzen Verwirrung folgte erst einmal ein Einspieler zu Big Soul, die dann von George Glueck am Klavier begleitet den Anfang machten und “That’s What Friends Are For“von Dionne Warwick sangen. Es folgte eine Lobhudelei der Jury.

Dann folgte der Einspieler zu Edita Abdieski, die dann “Run” von Leona Lewis, der Gewinnerin der original englischen Version von X Factor 2006, sang. Natürlich wurde auch Edita von ihrem Mentor Till am Klavier begleitet. Auch hier folgte eine Lobhudelei sondergleichen, die Jurymiglieder hätten vor Geschleime eigentlich vom Stuhl rutschen müssen.

Es folgte ein wenig Smalltalk zwischen Jochen Schropp und Sarah, der irgendwie fast die Hupen raus gefallen wären. Zumindest war die Kleiderwahl eventuell nicht die geschickteste. Es folgte ein weiterer Einspieler, der die 3 Juroren zeigte. Nach dem anschließenden weiteren Smalltalk wurde noch für die nächste Staffel geworben. Na, wer will sich denn mal für X Factor 2011 bewerben? Freiwillige vor. Wir begleiten euch gerne!

Nach der Werbepause ging es dann mit den Starduetten weiter. Wieder legten Big Soul vor, die zusammen mit Shakira deren Hit “Underneath Your Clothes” sangen. Irgendwie wollte Shakira rein optisch nicht so recht zum kräftig gebauten Quartett passen, was dem Gesang aber keinen Abbruch tat. Shakira sah meines Erachtens irgendwie fertig aus, oder?

Edita legte nach und sang “Wo willst du hin?” von und mit Xavier Naidoo. Gut, dass unsere Tochter (6) schon schlief, die mag das Lied nämlich total gerne und hätte dann wieder lauthals mitgesungen, was zwar süß ist, stimmlich aber noch nicht ganz ran reicht. ;-)

Für beide Acts gab es natürlich überschwängliches Lob und es folgte der erste Schnelldurchlauf, bevor im nächsten Einspieler die lustigsten X Factor Kandidaten gezeigt wurden. Dann gab Shakira ihren neuen Titel “Loca” zum besten, wie üblich knapp bekleidet und mit Körperbewegungen, die die Männerwelt wieder ganz wuschig werden lassen.

Danach sangen Big Soul nach einem weiteren Einspieler ihren möglichen Siegertitel “I’ve come to life”. Ein, wie ich fand, gelungener Auftritt. Die Jury fand es auch gut, wobei George wieder einmal ins Schwafeln verfiel. Edita “The Voice” Abdieski performte dann nach dem gefühlt hundertsten Einspieler den gleichen Titel und im direkten Vergleich muss ich sagen, dass mir die Version von Big Soul wesentlich besser gefiel. Außerdem war Editas Kleid mit eingearbeiteten Schwimmreifen an den Armen einfach grausam. Erneutes “Das-hast-Du-aber-fein-gemacht-,-da-wirst-Du-auch-nicht-ausgelacht”. Kaum auszuhalten. Und wieder folgte ein Schnelldurchlauf, diesmal mit einer Nummer mehr pro Act.

Dann sang Xavier Naidoo seinen aktuellen Titel “Bitte Hör Nicht Auf Zu Träumen“, schließlich kommen die Stars ja nicht nur so zum Spaß vorbei, die wollen schließlich auch promoten. Hörte sich aber irgendwie an, wie jeder andere Naidoo-Titel auch. Kennste einen, kennste alle. ;-) Jochen Schropp interviewte ihn noch ein wenig und es folgte die zur Blasenentleerung dringend benötigte zweite Werbepause.

Weiter ging es mit der “großen Finalgala” (O-Ton Jochen Schropp). Die Liveshow-Kandidaten sangen zusammen mit den Finalistinnen “Back For Good” von Take that. Interessant: an einige der zu sehenden Kandidaten konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, was entweder an meinem Alter und der Vergesslichkeit oder aber an der Unscheinbarkeit der betreffenden Personen lag. Nach einem erneuten Bewerbungsaufruf folgte schon wieder ein Schnelldurchlauf.

Dann durfte natürlich auch noch Sarah Connor ihren aktuellen Song “Break My Chains” vortragen, eine schnulzige Ballade, die mich fast wegnicken und mit dem Kopf auf die Tastatur aufschlagen ließ, was diesen Text aber doch sehr verunstaltet hätte. Vielleicht kam die Müdigkeit auch daher, dass ich schon um 6.00 Uhr aufgestanden war und die Finalshow extra lang dauerte. Aber man muss es ja auch genügend Leuten ermöglichen Geld durch Anrufe in die Kasse zu spülen.

Zurück zum eigentlichen Finale. Die Mentoren wurden zu ihren Acts hinter die Bühne geschickt, was Jochen die Möglichkeit gab, noch ein paar Worte mit Sarah zu wechseln, bevor er den Countdown startete. Dann war Schicht im Schacht, Schluss mit lustig und es hieß Butter bei de Fische. Die Finalisten und ihre Mentoren wurden auf die Bühne gerufen, dann dauerte es noch ein wenig, bis die Notarin den beglaubigten (?) Umschlag mit dem Ergebnis brachte. Und Jochen Schropp machte es natürlich extra spannend, in dem er noch stundenlang schwallte. Ich mache es kurz:

Edita Abdieski hat X Factor 2010 gewonnen!

Ich wollte schon immer mal ausführlich über so ein Auswander-Format berichten, also habe ich mir heute mal eine Fernsehzeitung gekauft und gerade mal nachgesehen wann denn mal wieder etwas in der Richtung läuft.

Also, da habe ich gefunden: Sonntag 13:10 Uhr auf Vox: Goodbye Deutschland – Die Auswanderer , nachts um 3:30 Uhr läuft auf dem Sender dann auch noch auf und davon- Mein Auslandstagebuch und bestimmt wird RTL früher oder später auch mal wieder den Konny Reimann vor die Kamera ziehen. Diese Sendungen werde ich mir auf jeden Fall mal für euch anschauen und dann darüber berichten, ggf. hat ja noch jemand einen Vorschlag?

Das meine ich wirklich Ernst. Ich finde es wirklich toll! Jeder der mal einen günstigen Urlaub verbracht hat und es in den 10 Tagen dann im Urlaubsland toll fand der meint nun er könnte auswandern. Viele die schon mal einem  Mallorca Flieger saßen wissen wahrscheinlich gar nicht, dass Mallorca KEIN Bundesland von Deutschland ist, denn die sprechen dort doch alle Deutsch! Na, warum machen die das wohl? Schon mal darüber nachgedacht?

Viele die nach einem Flug nach Izmir in der Türkei gelandet sind haben sich über den “merkwürdigen Döner” aufgeregt und sich über die freundlichen Türken gefreut, die kennt man “sonst so gar nicht”. Also werden die “netten Türken” schnell mal wieder aus dem Sinn gestrichen und über den Döner gelästert, den die “netten Türken” ja ganz falsch machen, weil die natürlich keine Ahnung haben. Den Döner, den wir hier in Deutschland essen gibt es in den Touristenhochburgen zwar auch in der Türkei, aber nur weil WIR den so wollten:

Wer dann noch richtig bescheuert intelligent ist , ja der wandert dann auch noch mit seinem Unwissen Halbwissen Wissen aus Deutschland aus – denn hier ist es ja so richtig schlecht – lässt sich von einem Kamerateam begleiten und wir dürfen uns den Mist das Format dann im Fernsehen ansehen…

…aber ich will mein Pulver nicht im Vorfeld verschiessen, auch wenn ich sicherlich mir meine Meinung über solche Formate durch das gelegentliche reinzappen schon gebildet habe – es gibt sicherlich auch rühmliche Ausnahme-Auswanderer – aber die lassen sich auch nicht für ein kleines Taschengeld von einem Kamerateam dabei begleiten, wollen nicht eine Currywurstbude auf dem Nordpol eröffnen, planen nicht die 1000. Kneipe am Ballermann oder was weiß ich.

Wie findet Ihr solche Sendungen? Eure Meinungen lesen wir gerne in den Kommentaren…

Da waren es nur noch drei Teilnehmer und das bedeutet Halbfinale bei X Factor am Dienstag, den 2.11.2010, auf VOX. Jochen Schropp moderiert wie immer und natürlich hat noch jeder der drei Juroren / Mentoren ein Eisen im Feuer: Sarah Connor ihren Mati Gavriel, Till Brönner seine Edita Abdieski und George Glueck seine Gruppe Big Soul. Und diese mussten heute jeweils 2 Auftritte abliefern. Das Motto lautete diesmal “Michael Jackson and Friends” und hier nun die Acts in loser Reihenfolge.

Edita Abdieski
Die 25-jährige Kellnerin trällerte erst “Blame It On The Boogie” von den Jacksons (George hat sich danach einen Wolf geschwallt) und dann “You Are So Beautiful” von Diana Ross.

Mati Gavriel
Der mittlerweile einzig übrig gebliebene männliche Teilnehmer gab erst “Imagine” von John Lennon zum besten, wurde dann beim Indoor-Skydiving gezeigt und in Runde 2 sang er dann “You Are Not Alone” von Michael Jackson.

Kollege Jens war übrigens auch schon mal in dem Indoor Skydiving Center in Bottrop. Hier der Bildbeweis:

Big Soul
Die vier Powerfrauen aus Hamburg sangen mit Verstärkung durch einen 20-köpfigen Gospelchor erst “As” von Stevie Wonder und im 2. Durchgang dann “I’ll Be There” von Michael Jackson bzw. den Jackson 5.

Aufgelockert wurde die Sendung diesmal nicht durch Auftritte eines Jurymitglieds, sondern zum einen durch Flo Rida, der nach dem ersten Durchgang seinen aktuellen Hit “Club Can’t Handle Me” darbot (allerdings mit technischen Schwierigkeiten auf Seiten von VOX) und zum anderen durch Gossip mit der starken Frontfrau Beth Ditto, die ihr neues Lied “Men In Love” präsentierten.

Bevor es zur Urteilsverkündung Entscheidung im Halbfinale kam, wurde wie immer noch ein Schnelldurchlauf samt zu wählender Telefonnummern gezeigt und dann performten die Kandidaten des Halbfinales gemeinsam mit Sarah Connor Deutschlands aktuelle Nummer 1 “Over The Rainbow” von Isreal “IZ” Kamakawiwo’ole und Till Brönner stieß dazu ins Horn in die Trompete. Selbst George Glueck hatte man eine Rassel in die Hand gedrückt. Toll (nicht!).

Dann wurde es spannend, denn heute galt die Meinung der Jury nicht mehr, einzig die Zuschauer konnten durch ihre Anrufe ihren Favoriten nach vorne bringen. Und für wen hat es nicht gereicht? Wer ist raus? Mati Gavriel ist raus!

Somit stehen Big Soul und Edita Abdieski im Finale, über das wir natürlich ebenfalls berichten werden.

Ich mache es kurz, ich mache es sogar verdammt kurz, denn ich habe mir ja gestern Jumbo´s Würstchen angeschaut, in der Kategorie 16-24 Jahre traten Marlon Bertzbach und Mati Gavriel an, Marlon sang “Closer to the Edge” von 30 Seconds to Mars und von Metallica “Nothing else Matters” – Mati Gavriel gab “Song 2″ von Blur und “Sexed up” von Robbie Williams zum Besten.

In der Kategorie der über 25 jährigen (mit Till Brönner als Mentor) sang Anthony Thet “Walk this Way” von Aerosmith feat. Run DMC (man habe ich die damals geliebt) und von den Red Hot Chili Peppers “Under the Bridge” – und ganz ehrlich, wenn er die Lieder so unter einer Brücke singen würde – ich würde ihm wohl ein paar Groschen in den Hut werfen. Edita Abdieski gefällt mir optisch gar nicht, sang “Just like a Pill” von Pink und “Russian Roulette” von Rihanna.

George versuchte sein Glueck mit den Wuchtbrummen Big Soul, die Gruppe sang “Sex on Fire” von Kings of Leon und “One” von U2.

Till Brönner sang auch noch sein neues Lied “Summer Breeze”, konnte aber nicht nach Hause geschickt werden, Marlon Bertzbach musste im Gesangsduell gegen Mati Gavriel antreten und Sarah Connor hat ihren eigenen Schützling nach Hause geschickt. Faire Mentorin oder Rabenmutter?

Bei der 5. Liveshow ist also Marlon Bertzbach (endlich?) rausgeflogen!

Frauen die einen Tim Taylor wie bei  “Hör mal wer da hämmert” zu Hause haben, die dürfen demnächst aufatmen, denn VOX schafft in der neuen Heimwerker Sendung “Hilfe, mein Mann ist ein Heimwerker!” für Hilfe und die Männer die so ähnlich sind wie Tim Taylor werden demnächst vor laufender Kamera bloß gestellt:

Ab dem 07.11.2010 geht es um 18:15 Uhr los, Thorsten Schorn – ja der coole L1VE Moderator aus dem Sektor – moderiert zunächst 6 Folgen. Thorsten Schorn hat den Spagat zwischen Radio + TV auf jeden Fall geschafft, stand er doch schon öfters für sternTV vor der Kamera , war (oder ist) Warm-Upper bei Wer wird Millionär und mischte auch schon bei Zimmer Frei mit.

In der neuen Doku-Soap werden die Frauen natürlich am Rande des Nervenzusammenbruchs stehen, die Männer sind natürlich klischeemäßige Tim Taylor Heimwerker aus Leidenschaft, sie bauen aus und um, was das Zeug hält – nur fertig werden sie natürlich nie!

Die Sendung dürfte wie gewohnt ablaufen: Die Familie lebt bestimmt schon seit Jahren auf der (unbewohnbaren) Baustelle, die Nerven liegen garantiert blank und die Beziehung steht bestimmt kurz vor dem Aus – dann kommt der Retter der Nation in Gestalt von Thorsten Schorn und rettet (was schon längst nicht mehr zu retten ist) und stellt erst mal die “Baufehler vom Mann” bloß (der natürlich sein Bestes gegeben hat). Dann kommt ein Abrissbagger Bautrupp und rettet das ganze Vorhaben, die Beziehung und die Familie vor dem entgültigen Ende …

…danach könnte man sicherlich noch die Tine Wittler durch die Bude schicken – die dekoriert die ganze Bude dann mal schnell zum IKEA Musterhaus um. Anschließend kann man auch direkt den Peter Zwegat rufen wenn der Ratenkredit oder die Autofinanzierung geplatzt ist und die Kinder von der Super-Nanny erziehen lassen, während man die Frau via Frauentausch losgeworden ist.

Der Nachteil von Frauentausch: Die Mitbürgerin mit Menstruationshintergrund kommt am Ende der Staffel wieder – oder es sind neue Beziehungsprobleme aufgetaucht die ihr vorher gar nicht so bewusst waren – und so dreht sich die Reality-Format-Spirale. Eigentlich müsste man der Familie noch eine Reise in die Türkei schenken und das ganze dann als Auswander-Vorhaben dokumentieren, die Familie wundert sich dann natürlich, dass in der Türkei doch tatsächlich türkisch gesprochen wird und vor allem das der Döner dort ganz anders aussieht und schmeckt als in der Dönerbude in Wanne-Eickel.

Lang lebe Trash-TV! Und für diejenigen die nun sagen: “Musste dir ja nicht angucken!” haben wir diesen Blog hier schon mal “erklärt”!

Jochen Schropp kündigte die heutige Liveshow an, die unter dem Motto “Mystery Night” stand. Als Gäste wurden Culcha Candela angekündigt, die zur Zeit in jeder 2. Sendung auftauchen (Popstars, etc.). Des Weiteren wurde noch Usher angekündigt. Die bekannte Jury bestehend aus Sarah Connor, Till Brönner und George Glueck sowie die Zuschauer bekamen nach dem Ausscheiden von Urban Candy in der letzten Woche heute nur noch 6 Acts präsentiert:

Marlon Bertzbach:
Stand letztes mal im Battle. War dann aber weiter, somit hatte Sarah Connor noch alle 3 Acts im Rennen. Sang heute “Zombie” von den Cranberries, allerdings wie immer in einer sehr speziellen Marlon-Version. Ich mag es noch immer nicht, wie er die Lieder verwurschtelt, aber egal, mir muss es ja nicht gefallen. George und Till gefiel es gesanglich übrigens auch nicht so wirklich. Selbst Sarah als seine Mentorin fand es wohl nicht so prickelnd. Ob es seiner im Publikum sitzenden Mama gefiel, weiß ich nicht.

Die erste Werbeunterbrechung folgte. Das ging ja flott. VOX ließ kaum 16 Minuten vergehen bis zu den ersten Verbraucherinformationen. Das konnte ja noch was werden. Aber bei nur noch 6 Acts muss man die Zeit bis 22.25 Uhr auch irgendwie voll bekommen. Natürlich gab es auch einen Werbeclip zu Till Brönners neuem Album “At The End Of The Day“. Weiter ging es dann auch mit seiner Künstlerin

Edita Abdieski:
Sie sang “Heavy Cross” von Gossip. Gesanglich gut, Performance auch gut. Das fand auch die Jury. Kein weiterer Kommentar erforderlich.

Wer jetzt dachte es folgt Georges letzer verbliebener Act, der wurde enttäuscht, denn Sarah war wieder an der Reihe und somit folgte

Pino Severino:
Er sang “Sympathy For The Devil” von den Rolling Stones. Hat aufgrund der zwei an Stangen tanzenden Mädels aber vermutlich keiner drauf geachtet. George zweifelt Pinos X Factor an, sieht ihn eher bei DSDS, ohne dieses Format namentlich zu nennen. Till lobt Tanzleistung, Sarah lobt natürlich alles.

Jochen Schropp war leicht von Brüsten und Nippeln abgelenkt, laberte nur wirres Zeug. Es folgte der Auftritt von Culcha Candela mit ihrer neuen Single “Move it“. Hoffentlich gibt das einen, denn immer nur “Hamma!” und “Monsta” reichen höchstens für ein Best-of-Album auf einer 5,25-Zoll-Floppydisk. Zur Belustigung gab es dann noch einen Einspieler aus den Castings, wo sich Leute an Monsta versuchten. Weiter ging es mit Sarahs letztem Act

Mati Gavriel:
Der hobbymäßig kochende Hutträger sang heute ohne Hut, dafür aber mit Gitarre “Hallelujah” von Rufus Wainwright. Sehr gefühlvoll, wie Sarah es wollte. Das Publikum fand es gut, die gesamte Jury auch.

Big Soul:
Georges letzte verbliebene Gruppe der 4 fülligen Damen (Nadine Stricker, Alexandra Piskol, Martina Plieger und Michelle Straubel aus Hamburg) mit den tollen Stimmen gab “Thriller” von Michael Jackson zum besten. Gesanglich wie immer top, auch wenn es sicherlich schwer ist, das Lied auf 4 Personen aufzuteilen. Tolle Bühnenshow, auch wenn die 4 selber sich kaum bewegt haben. Alle fanden es toll.

Anthony Thet:
Der letzte Kandidat von Till sang heute “Black Hole Sun” von Soundgarden. Diesmal auch wieder mit Gitarre. War sicherlich auch ein guter Auftritt. Die Bewertung der Jury fiel durchwachsen aus.

Mittlerweile zwar eine Stunde ohne Werbung vergangen, aber nach dem letzten Auftritt samt Bewertung waren es erst 21.40 Uhr. Blieben noch rund 45 zu füllende Minuten. Es folgte also der erneute Aufruf zum Anruf und eine abschließende Stellungnahme der Jury, wer dem jeweiligen Juror denn am besten gefiel. Nach dem Schnelldurchlauf trat dann noch der eingangs angekündigte Usher (selber Mentor, nämlich von Justin Bieber) mit seiner neuen Single “DJ Got Us Fallin’ In Love” auf. Nach der Bekanntgabe seiner Tourdaten, die er im anschließenden Interview mit Jochen Schropp unter anderem bekanntgab, schmiss Usher das Handtuch, mit dem er sich den Schweiß von der Stirn wischte, in die Menge was für hysterische Schreie bei den anwesenden Wesen weiblichen Geschlechts führte. Dann ging es um 21.53 Uhr endlich in die lang ersehnte 2. Werbepause, die es mir ermöglichte meinem Harndrang zu fröhnen ohne auch nur einen winzigen Teil der Sendung zu verpassen. ;-)

Um 22.00 Uhr ging es dann mit einem letzten Anrufaufruf inkl. erneutem Schnelldurchlauf sowie dem folgenden Ergebnis des Zuschauertelefonvotings weiter. Demnach direkt weiter waren Edita, Big Soul, Mati und Marlon. Somit mussten Athony und Pino gegeneinander antreten. Anthony sang von “My Love Is Your Love” Whitney Houston, während Pino es mit “The Climb” von Guy Sebastian versuchte. Sarah entschied sich erwartungsgemäß für Anthony, den sie nach Hause schicken würde, Till wollte natürlich Pino nicht mehr wiedersehen, es lag somit an George, der sich schwer tat sich dann aber letztendlich gegen Pino entschied, was für Unmut bei Teilen des Publikums sorgte.

Pino Severino ist also raus und nächste Woche geht es dann mit den 5 verbliebenen Acts und dem Thema “Laut und leise” weiter.

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